J. Soc. Cosmet. Chem., 26, 235-245 (May 1975) Die sogenannten Geruchsvernichter ERNST PAUKNER** und V. HUDEWENZ** Nach einem Vortrag antiifitich des 8th Congress of the International Federation of Societies of Cosmetic Chemists (IFSCC) am 27. August 1974 in London Synopsis -- So-called odor eliminators. -- The ELIMINATION OF UNPLEASANT ODORS by COSMETICS or in the home or in TECHNICAL PRODUCTS is a continuing problem. Commercially available odor eliminators exhibit an effect which presumably depends on chemical reactions. It is also frequently claimed that odor eliminators act selectively on unpleasant smelling materials. Therefore, the degree to which malodorous or pleasant smelling materials are eliminated from the gas phase by use of odor eliminators and the mechanism by which this removal occurs were studied. The extremely complicated INFRARED PROCEDURES FOR DETERMINING CHEMICAL BONDING gave NO INDICATION OF MOLECULAR, IONIC, OR HYDROGEN BONDING. Experiments in which the interaction of the odor eliminator with a gaseous odorant is carried out by aerosolization simulate the practical application of a room spray. The decrease of odorant concentration in the gas phase after application of an odor eliminator and specific solvents was quantitatively determined by gas chromatography. It was shown that the so-called odor eliminators have no SELECTIVITY for malodorous materials in this case. Instead, the de- crease of odor depends on PHYSICAL DISSOLUTION, i.e., a WASHING EFFECT. The same effects can be achieved with certain solvents, and a modestly greater decrease in odo- rant concentration can occur in the presence of FILM-FORMERS. The latter may EN- VELOP SUSPENDED ODORANT DROPLETS and ATTACH ODORIFEROUS MOLE- CULES TO A PRECIPITATE. Man ist sich bisher nicht dariiber im klaren, wie der Mechanismus der immer wieder behaupteten und subjektiv festgestellten Geruchsvernichtung bes&affen ist. Of• wird angegeben, Geruchsvernichter (abgektirzt: GV) wirkten selektiv auf schlechte Gertiche. Der Grund seien entweder chemische Umsetzungen oder bestimmte Bindungskffifte. Lowi&i (1) hat hierzu Theorien ausftihrlich dar- gestellt. Es sei schon jetzt vorweggenommen, dat• weder eine Molektilbindung * I. Mitteilung vgl. Zitat (2). ** drom, D-802t Baierbrunn im Isartal. 235
236 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS dutch chemische Reaktion oder eine Ionen- bzw. WasserstoffbrfickenbindXmg, noch eine Bindung durch van der Waal'sche Kr•ifte im Spiel sind. Der Sach- verhalt ist ausnahmsweise vie1 einfacher. 1. AUFGABENSTELLUNG In einer frfiheren Arbeit (2) hatten wit durch objektivierbare Messungen mir einem Pr•izisionsolfaktometer gefunden, daf• sich die Wahrnehmbarkeit einer Riechstoff/GV-Mischung gegen•iber dem Riechstoff allein etwas verringert, wenn beide Komponenten Zeit zur Einwirkung aufeinander hatten. Die seinerzeit noch nicht m/3glich gewesene Erkl•irung des Ph•inomens kann jetzt gegeben werden. Gegenstand der Untersuchung ist die Prfifung, ob Stink- und Riechstoffe bei Anwendung yon GV und anderen Substanzen aus der Gas- phase eliminiert werden k/3nnen und welcher Mechanismus im zutreffenden Falle der Eliminierung zugrunde liegt. 2. VERSUCHSANORDNUNGEN 2.1. IR-Spektroskopie Da die bisher --meist nur in Produkt-Prospekten (3) -- aufgestellten Theo- rien der Geruchsvernichtung experimentell nicht bewiesen sind, wurde zun•ichst versucht, die immer wieder behauptete chemische Bindung infrarot-spektrosko- pisch nachzuweisen. Dies ist experimentell sehr schwierig, weil GV in ihren L/3sungsmitteln nicht untersucht werden k•Snnen, denn das Spektrum des sungsmittels (meist •thanol) fiberlagert das Spektrum der •ibrigen Substanzen. Auch der geringe Dampfdruck der GV geh•3rt zu den Ursachen fehlender Beweiskra• dieser spektralen Informati0nen. Bei einem GV wie Produkt C***, das frei yon L•3sungsmittelfi ist, konnte bei Einwirkung auf Di•ithylsulfid*** keine Ver•inderung am Spektrum erkannt werden. Auch die Vermessung des auf das Natriumchlorid-Fenster gesprfihten Films yon Di•ithylsulfid und C ffihrte zu keinem Hinweis etwa auf Ionen-, Molekfil- oder Wasserstoffbrfickenbindungen. 2.2. Instrumentation Beckmann IR 4210 und IR 20 AX, 10 cm-Gaszelle UG-03, Referenzstrahl- abschw•icher AT-04, Spaltprogramm 0,3 mm bei 3000 cm -•, 7 min fiber ge- samten Bereich, Verst•rkung 1,2. *** Angaben iiber die Abk6rzungen der benuzten GV, fiber die L/Ssungsmittel sowie die verwendeten Stink- und Riechstoffe vgl. Abschnitt 3.4.
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