W1RKSAMKE1T V. UV-ABSORBERN U. HANDELSOBLICHER SONNENSCHUTZMITTEL 561 auch diese Versuche erbrachten keinen Beweis ftir die Haftung der Silikoni51- Lichtschutzmittel nach dem Bade. 3. Zu den biophysikalischen Grundlagen Auf dem Finsen-Kongreg der CIPh in Kopenhagen 1960 entstanden Unklar- heiten tiber die direkte Pigmentierung, deren Wirkungskurve Abb. 8 zeigt. Am 5. und 6. Mai 1962 fand in Hamburg ein Symposium statt das Ergebnis der Untersuchungen zur direkten Pigmentierung lautete: Siimtliche von HENSCHKE und SCHULZE (23) zum Phiinomen der direkten Pigmentierung berichteten Beobachtungen werden bestiitigt. Die direkte Pigmentierung ist eine Primiir- reaktion, ohne Vorausgang einer entztindlichen Erscheinung. Die Schwellendosis im UV-A liegt bei 10 Wattsec/cm 2. I 2oo D•'ek/e ,ø•m en h'eru n R I 25o .300 .350 40o 4-5o rn/o Abb. 8 a: Wirkungskurve der ditekten Pigmentierung nach HENSCH- KE und SCHULZE (24). 400 - 200 •/hem 250 3oo 35o 6oo 050 m• Abb. 8 b: Wirkungskurve des Erythems nach HAUSSER und VAHLE (27). Der Verfasser berichtete tiber Versuche zur indirekten wie zur direkten Pigmen- tierung indirekte Pigmentierung: 4 Tage nach UV-B-Bestrahlung auftretende Verfiirbung der Haut ohne jede entztindliche Erscheinung direkte Pigmentierung: mit der UV-A-Bestrahlung auftretende Verfiirbung der Haut ohne jede
562 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS entztindliche Erscheinung. Die Methode der biologischen Testung war die des Treppensetzens mit logarithmischer Zeitskala. Die Methode der physikalischen Messung war die Erfassung des Sonnen- und Himmelslichtes mir der Larchd- Kugel. Zur Untersuchung der indirekten Pigmentierung wurden die Rticken- parden der Versuchspersonen vier Wochen lang tiiglich mit der Osram-Ultra- Vitalux unterschwellig bestrahlt. Vorher und im Abstand yon 5 Tagen wurde mittels Treppensetzens die Erythemschwelle bestimmt. Beobachtet wurde neben dem bekannten GewiShnungseffekt eine indirekte Pig- mentierung, die im Mittel bereits nach 6 Tagen ableshat war im Verglei& zu den unbestrahlten Hautpartien. Es wurde somit die Aussage bestiitigt, dag die indirekte Pigmentierung nicht nut als Folge eines Erythems auftritt, sondern auch als Folge unterschwelliger Bestrahlungen. Zur Untersuchung der ditekten Pigmentierung wurden die Patlenten der Sonne ausgesetzt. Die Treppen wurden abgelesen sofort im Anschlug an die Bestrah- lung, 7 Stunden nach der Bestrahlung und 24 Stunden nach der Bestrahlung. Soloft im Anschlug an die Bestrahlung war in den Feldern der Treppe keinerlei Erythem feststellbar. Die Felder behielten unter dem Glasspatel ihre Verfiirbung. Der Anstieg der Verfiirbung mir der Dosis war fiach. 7 Stunden nach der Bestrahlung traten in den Feldern mit 40 und mehr Minuten Expositionszeit Erytheme mir steilem Anstieg mit der Dosis auf. Dieses Bild war nach 24 Stun- den ebenfalls zu beobachten. Etwa 1/7 der Versuchspersonen zeigten keinerlei Pigmentierung, dagegen oft Erytheme bei niedrigeren Bestrahlungszeiten. Etwa 1/5 der Versuchspersonen erhielten keinerlei Erythem. Der Rest, etwa 2/a der Versuchspersonen, antwortete im obigen Sinne mit direkter Pigmentierung und reit Erythem. Die UV-A-Strahlungsdosis zur Erzeugung der ditekten Pigmen- tierung lag im Mittel bei 10 Wattsec/cm 2. Die Ergebnisse yon WISKEMANN (24) wurden somit best•itigt. Der Weft yon HENSCHKE und SCHULZE (20 Wattsec/cm2) ist zu halbieren. Die Diskussion ergab: Auch ROTTIER und MAGNUS hatten mit Monochromatoren zwischen 340 und 360 m•t die direkte Pigmentierung in gleicher Form (ohne jede entztindliche Erscheinung) beobachtet. MAGNUS fand ftir die Schwellendosis 10--15 Watt- sec/cm 2. ROTTIER berichtete auch tiber die Schwellendosen ftir das Erythem bei 254 und 302 m.u. Triigt man in logarithmischer Darstellung die Bestrahlungszeit ftir 254 mbt gegen die ftir 302 mbt auf, so erhiilt man gerade Linien. Diese gelten ftir hautgesunde Patienten. Hautkranke weichen yon der Geraden in charak- teristischer Weise ab dies kann zur Diagnose genutzt werden. Auch der Heil- prozeg ist so ablesbar: die Gesundung der Haut ftihrt wieder zur Geraden (Um- bestimmung der Haut).
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