9.22 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Mischungsverhiiltnisse (8) (9) dargestellt sind. Das SolubilisierungsvermiSgen von Polyiithylenglykol-glycerinfettsiiureestern fiir iitherische idle wurde bis- her nur von Nowak (10) in Form kritischer Mischungsverhiiltnisse angegeben. Derartige Untersuchungen erlauben jedoch nur eine eingeschriinkte Beurtei- lung der LiSsungsvermittlung, da mit der Bestimmung des kritischen Mischungs- verhiiltnisses lediglich ein kleiner Bereich der Phasendiagramme beschrieben wird. In den vorliegenden Untersuchungen wurde deshalb, trotz des erheb- lichen Arbeitsaufwandes, unter den verschiedenen MiSglichkeiten den Phasen- diagrammen der Vorzug gegeben. Um mit einer begrenzten Zahl yon Substanzen einen weitgehenden Ober- blick iiber die Eignung der Polyiithylenglykol-glycerinfettsiiureester als LiS- sungsvermittler fiir iitherische idle zu bekommen, wurden fiir die Untersuchun- gen vier iitherische idle herangezogen, die zwei verschiedenen chemischen Ver- bindungstypen zuzuordnen sind: Pfefferminzi51 und Lavendeli51 bestehen im wesentlichen aus Monoterpenen, wiihrend Anisi51 und Nelkeni51 .phenylpr 9- pankiSrper enthalten. Das SolubilisierungsvermiSgen der oberfiiichenaktiven Substanzen wurde durch Wassertitration ermittelt (6), die hiiufig fiir i51ige Substanzen (5) (6) (11) (12) (13)oder auch fiir Feststoffe Verwendung finder (14) (15). EXPERIMENTELLE UNTERSUCHUNG a) DER SOLUBILISATION Untersuchte Substanzen 4) Anisi51 DAB 7, Lavendeli51 DAB 7, Nelkeni51 DAB 7, Pfefferminz81 DAB 7 (Firma Dragoco, Gerberding & Co, D-345 Holzminden). Tenside (Fa. Th. Goldschmidt AG, D-43 Essen), nilhere Angaben (1). Ermitttung der Phasendiagramme Die Phasendiagramme wurden nach der Methode der sogenannten Wasser- titration (5) (6) (8) (16) (17) ermittelt: _•therisches iD1 und Tensid wurden in ein trockenes Becherglas eingewogen und mit einem Magnetriihrer griind- lich gemischt. Anschlieflend wurde diese Mischung im Wasserbad auf 20 ø + 0,5 ø C temperiert und unter langsamem Riihren tropfenweise mit destil- liertem Wasser aus einer Biirette versetzt. Dabei wurde Einriihren yon LuPr miSglichst vermieden. a) Fiir sorgfiiltige technische Mitarbeit danken wir Frl. U. Biehler. 4) Den Herstellern der iitherischen idle und der Tenside danken wir fiir die Oberlassung yon Untersuchungssubstanzen.
SOLUBILIZATION OF ESSENTIAL OILS 223 W•ihrend der Titration wurde der Ansatz im durchfallenden Licht beob- ad•tet. Beim Auftreten yon Tr•ibungen oder starken Viskc•sit•its•inderungen wurde die zugegebene Wassermenge nur dann als Endwert a, ngenom.men, wenn die Anderung mindestens eine Minute erhalten blieb. Die nach dieser Konvention bestimmten Grenzwerte des Diagrammes schlie- t•en eine begrenzte Schwankungsbreite endgtiltiger Phasen- oder Viskosit•its- •inderungen nicht aus. Gleichgewichtseinstellungen in derartigen Systemen kt3nnen mehrere Tage in Anspruch nehmen (16) (18). Die ermittelten Werte erwiesen sich jewells als gut reproduzierbar. Die Prozentanteile der einzelnen Komponenten, bezogen auf die Gesamt- menge der jeweiligen Mischung, wurden errechnet und in das Diagramm tiber- tragen. Auf .die Bestimmung mesomorpher Phasen im polarisierten Licht wurde verzichtet, da bei den vorliegenden Untersuchungen die praktische An- wendbarkeit der Tenside als Lt3sungsvermittler von Interesse war. Ablesung von Phasendiagrammen Bei der Ablesung der Dreiecksdiagramme ist davon auszugehen, dag der prozentuale Anteil der Komponenten auf den jeweiligen Parallelen zur Null- Linie aufgetragen ist. Diese Linie wird durch die entsprechenden Parallelen zu den anderen Grundlinien geschnitten, so dag auf diese Weise das Mischungs- verh•iltnis an jedem beliebigen Punkt des Diagrammes bestimmt werden kann (19). Ein Beispiel liefert Abb. 11: Punkt P repr•isentiert eine Mischung von 33 ø/0 Tensid, 5 % Wasser und 62 % •itherischem ERGEBNISSE •therische •le mit Monoterpenen P f eff ermin z61 enth•lt in der Regel: 4--12 ø/0 Menthylester (berechnet als Menthylacetat), mindestens 48 % Ge- samt-t)-Menthol (20), etwa 10 ø/o Menthon, daneben Menthofuran und wei- rere Bestandteile wie Phellandren, u-Pinen, Cineol (4). Am Beispiel yon Pfef- ferminz•31 l•it•t sich die Eignung der verschiedenen Tenside als L•3sungsver- mittler aufzeigen.
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