BEURTEILUNG VON HAARSPRAYS 301 wurde die Punktzahl ftir die weiteren Prtifungen ermittelt. In Tabelk l.•lll ist die Beurteilung der nicht modifizierten Rohstoffe zusammengestellt. $ie ent- hilt kein Werturteil, denn jede Verbindung kann durch Zus•itze weit- gehend in positivem oder negativem Sinn ver•indert werden. In den Tabellen 1.•[I[ und IX sind schlieBlich die Ergebnisse von Fertigpr•iparaten angeftihrt. Tabelle VIII Beurteilung der nicht modifizierten Rohstoffe. Aussagekraft 4 4 4 3 2 2 I 1 Alftalat 420 A O O O O ß ß O O Aristoflex 0 0 0 0 0 0 Luviskol VA 37 •) O •) •) O O Luviskol VA 64 0 O 0 0 0 0 ß PVP/VA E-335 •) O O O O ß Starch Resyn 28-1310 80%n O O O O O O O Bina-405 O O Tabdie IX Fertigprodukte. Pr•parat Handelsprodukt Testpr•iparat Bina 405 d- Vestinol Bina 405 -1- Adipat o o o 0 0 ß o •) 0 0 0 e o ß 0 0 o -
3O2 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Mit den beiden ersten PEiparaten auf Tabelk IX (Handelsprodukt und Test- priparat) wurde an 400 Haarspray-Verbraucherinnen ein Markttest durchge- fiihrt. Dabei entschieden sich fiir das Handelsprodukt 51,00%, 43,50•'o zogen das Testpriparat vorund 5,5% beurteilten beide Sprays als gleichwerfig. Bei den belden anderen Priparaten, die mit einem anderen Rohstoff (BINA 405) formuliert wurden, ist klar zu erkennen, dab durch Austausch yon Weich- machem die Eigenschaften stark vermindeft wetden und diese eindeutig dutch die beschriebenen MeBmethoden zu erfassen sind. Wie jedem Praktiker bekannt ist, sind fiir die Eigenschaften und die Beur- teilung yon Haarsprays dutch die Verbraucher noch weltere Faktoren yon groBer Bedeutung, so z. B. die Parfiimierung, Wahl des Ventils, Verhiltnis Treibgas zur L6sung, Art des Treibgases und der L6sungsmittel und andere 1Tiehr. ZUSAMMENFASSUNG Es wurde eine Reihe bekannter Lack- und Klebstoffprfifmethoden auf ihre Eignung untersucht. Da die Haarsprayfilme im Vergleich zu Lacken weicher sind, muBten die Methoden modifiziert wetden, um signifikante Unterschiede zu erhalten. Es wurden Prfifmethoden unter Verwendung yon Metallplatten und Glas, yon elastischen Folien und Geweben und von Haar entwickelt. Die Prfifungsergebnisse wurden mir den praktischen Erfahrungen verglichen und ein Bewertungssystem erarbeitet. Die beschriebenen Methoden eignen sich gut ffir die Entwicklungsarbeit, vor allem bei der Auswahl hochmolekularer Verbindungen und deren Modifizierung. Ebenso k6nnen einzelne Eigen- schaften eines Haarsprays wie Klebrigkeit, Trocknungszeit etc., wenn diese den Anforderungen des Markres nicht entsprechen, abge•indert und der Ver- lauf der Experimentalarbeit mir reproduzierbaren Methoden verfolgt wetden. LITERATUR (1) Tauscher, W., Pra2•arative Pharma•ie 3, 85 (1967) Root, M. S. und Bohac, S., J. Soc. Cosme- tic Chemists 17, 595 (1966) Shahsky, A., _/lmer. Perfumer Cosmetics 83, No. 5, 31 (1968) A. P. 2953498 (General Aniline) Consumer Reports (USA) 34, No. 1, 12 (1969). (2) Eckardt, W., J. Soc. Cosmetic Chemists 21, 281 (1970). (3) Reed, A. B., Bronstein, J., Drug Cosmetic Ind. 94, 178 (1964).
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