OLKOMPONENTEN FOR KOSMETIKA 309 sin& = klein, 7mo groB, 7m klein und TH=o/01 klein Auch hier muB berticksichtigt werden, dab sich O1 und Wasset gegenseitig etwas 16sen. Strenggenommen darf man also zur Berechnung des Spreitungs- koeffizienten und damit zur Bestimmung der Neigung zum Spreiten nicht mir den Oberfi•ichenspannungen der reinen Stoffe rechnen. Wit ermittel.en abet den Spreimngskoeffizienten aus den Oberfi•ichenspannungsmessungen von rei- nem O1 und reinem Wasset sowie der Grenzfiiichenspannung nach der Ring- abreiBmethode (du Nouy) dutch CTberschichten der Wasseroberfi•iche mir dem O1 gem•iB der Beziehung (2). Dabei 16sen sich die beiden Stoffe etwas inein- ander. Je nach der L6slichkeit der 01e ergeben sich Streuungen bei den er- rechneten Spreimngskoeffizienten. Aus den Ergebnissen l•iBt sich abet erken- hen, dab Gleichgewichtsspreitungsdruck und Spreitungskoeffizient symbat verlaufen. Von der Reihe der genannten 01komponenten spreitet der Isono- $ •. 25- '4,-- '4,-- o 15' = 10 .i • 5 ß 5 .9. 3•-'10 6/ /'7 0 .• lb 1• •'0 •$ •'0 3'5 4b Spreitunõsdruck = [dyn/cm] Abbildung 3 Abhiingigkeit des Gleichgewichtsspreitungsdrucks vom Spreitungskoeffizienten. Es bedeuten: 1.2-Octyldodecanol, 2. Oleylalkohol, 3. Ols•iureoleylester, 4. Laurinsiiurehexylester, 5. Ols•iuredecylester, 6. Capryl/Caprins•iurealkylester (alkyl = dodecyl bis stearyl), 7. Isononans•iu- repalmityl/stearylester, 8. Isopropylmyristat, 9. Isopropylpalmitat, 10. Capryl/Caprins•iuretriglycerid
310 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS nansiureester am wenigsten, der Oleylalkohol am stirksten. In •tbb. 3 ist der so ermittelte Spreitungskoeffizient gegen den Gleichgewichtsspreitungsdruck aufgetragen. Wit haben in diesem Zusammenhang geprfift, ob die Abhingigkeiten der Oberflichenspannung und der Grenzflichenspannung vom Spreitungskoef- fizienten nachweisbar sin& Bei den bier untersuchten 10 Olkomponenten ist das nicht der Fall. Es ist anzunehmen, dab eine derartige Beziehung generell nicht besteht. Dieset Befund interessiert bei der Diskussion der Spreitung auf der Haut in Abhingigkeit yon der Oberflichenspannung des Ols. Ffir die Praxis ist die Aussagekraft des Gleichgewichtsspreimngsdrucks bzw. des Spreitungskoeffizienten nicht allzu groB, da diese Werte nut etwas fiber das Spreiten der •31e auf Wasset, nicht abet auf der Haut aussagen. Wit haben nun versucht, Beziehungen zwischen anwendungstechnisch wichtigen Eigenschaften der Olkomponenten und dem Gleichgewichtsspreitungsdruck herzuleiten. Geprfift wurde, ob das AusmaB des Spreitens eines Ols mit der Polaritit dieset Verbindung zusammenhingt. Dazu haben wit einmal das ffir Tenside angegebene Berechnungsverfahren yon J. T. Davies ffir den HLB- Weft auf die Olkomponenten angewandt (2). Diese Hydrophilie oder Polari- tit wurde in Analogle zum HLB-Wert aus der Strukturformel errechnet. Da- bei wetden jeweils ffir Molekfilgruppen bestimmte Werte- Gruppennum- mere - in die Gleichung eingesetzt. Eine Gegenfiberstellung der errechneten Polarititswerte und der Gleichgewichtsspreimngsdrucke (Tabe//e Ili) ergibt keine Korrelationen. Tabelle III Gleichgewichtsspreitungsdrucke und Polaritiitswert. Olkomponente in dyn/cm Polaritiits-Wert 2-Octyldodecanol 17,0 -- 0,6 Oleylalkohol 32,9 + 0,4 Ols•iureoleylester 16,3 -- 7,2 Laurins•iurehexylester 12,0 + 1,3 Olsiiuredecylester 11,3 -- 3,4 Capryl/Caprinsiiurealkylester (alkyl -- dodecyl bis stearyl) 8,7 -- 1,1 Isononansiiurepalmityl/stearylester 8,2 -- 2,5 Isopropylmyristat 16,4 d- 1,8 Isopropylpalmitat 15,4 d- 0,8 Capryl/Caprins•iuretriglycerid 19,9 d- 1,9 Weiter konnte auch keine Abhingigkeit der Emulsionsstabilitit vom Gleichgewichtsspreitungsdruck gefunden werden. Diese sollte abet bestehen,
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