BEURTEILUNG VON HAARSPRAYS 289 Da die Haarsprayfilme im Vergleich zu Lacken aber weicher sind, muBten diese Methoden allerdings oft modifiziert werden, um meBbare Unterschiede zu erhalten. Die ausgew•ihlten MeBmethoden wurden zuerst mir den reinen Polymer16sungen getester. Erst als die in der Praxis verwendeten Poly- meren in einigen Testreihen signifikante, reproduzierbare, unterschiedliche Werte zeigten, wurde die Methode ausgefeilt. Es wurden dann einzelne Poly- mere mir den entsprechenden Zusatzstoffen, wie Netzmittel, Weichmacher und Parfilm, gemessen. Bei unseren Messungen haben wir die verschiedenen Polymeren mir den gleichen Zusatzstoffen versetzt. Selbstverst•indlich ergibt diese Standardi- sierung keine optimale Modifizierung, da iedes Polymere durch unterschied- liche Zusatzstoffe in seinen Eigenschaften individuell ver•indert werden kann. Bei dieser Arbeit sollte aber nur abgekl•irt werden, inwieweit sich eine Modifikation von Polymeren durch Messungen erfassen 1iiBt. SchluBendlich wurden mir diesen Methoden Fertigprodukte getester und mittels eines Bewertungsschemas charakterisiert. D URCIlGEF/•)ttRTE UNTERSUCHUNGEN Die Priifungen erfolgten auf Metallplatten und Glas, auf Folien und Ge- weben und auf dem Haar. 1. Filmpriifung auf Metallplatten ,rid Glas 1.1. Herstellung der Priifi6sungen und des Filmes sowie Durchffihrung der Dickenmessung. Standardrezeptur zur Herstellung der Haarspray16sung. a) Polymere (nicht modifiziert) 2,50 g Polymere 22,50 g •thanol 75,00 g F 11/12 (60:40) b) Polymere (modifiziert) 2,50 g Polymere 0,06 g Weichmacher 0,06 g Netzmittel 0,18 g Parfilm 22,20 g •thanol 75,00 g F 11/12 (60:40) Je nach Methode wurden ftir die Messungen nur die alkoholischen L6- sungen ohne Treibgas oder die fertige Spray16sung mir Treibgas in der Dose
29O JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS mit den gleichen Ventiltypen verwendet. Die L6sungen wurden mit Hilfe eines Ziehdreieckes auf geschliffene Metallplatten aufgebracht. Die Spaltbreite des Ziehdreieckes variierte zwischen 0,01•0,12 mm. Sie richtete sich nach der gewfinschten Filmdicke sowie nach der Viskosit•it der L6sung. Die Dicke des getrockneten Filmes wurde danach elektromagnetisch mir Hilfe des Leptoskopes bestimmt. Alle Messungen erfolgten in einem Klimaraum bei 20 øC und 60 % bzw. 75 % relativer Luftfeuchtigkeit. 1.2. Bestimmung der Trockenzeit (_/tbb. 1). Zur Bestimmung der Trockenzeit wurde die mir der Test16sung be- schichtete Metallplatte mittels eines Trichters mir feink6migem Sand be- rieselt. Der Trichter wird dutch einen Synchronmotor fiber eine Spindel mir konstantem Vorschub horizontal weiterbewegt. Diese Vorrichtung erlaubt es, mehrere Geschwindigkeitsstufen einzustellen. Nach erfolgter Trocknung des Lackes wird der aufgebrachte Sand mir einem Pinsel abgestreift. Die L•inge des haftenden Sandstriches ist somit ein genaues Mag ffir die Trocken- zeit des Filmes. 1.3. Bestimmung der I•ebrigkeit (Mbb. 2 und $). Die Bestimmung der Klebrigkeit erfolgte in Anlehnung an DIN 53150. Die Metallplatten wurden in der gleichen Weise wie zur Bestimmung der Trockenzeit pri•pariert. Sobald der aufgestreute Sand nicht mehr haftete, wurden Scheiben aus Schreibmaschinenpapier yon 26 mm Durchmesser 1 Mi-
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