426 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS An ion tensi d Lok olon•s thetik o Phenylquecksilberverb. Chlorhexidin 2nvertseifen Acridine A n t ihis tomine , Q +R'• Ko t ion ten$i d Solicyls •ure Sorbins•ure .unges. Fetts•uren rhiomersol Penicilline L••(O-CH2'CH2-)nOH Poly•thylenglykol- Derivat Phenole (Konserv., th. (•le, Te tracycline, Antioxidantien, Rubefacientia, Vitomin E, Gollusgerbstoffe ) Me HO -• (bzw. Me i I •d- CH2-CH2% OH Abbildung 1 ReaktionsmiSglichkeiten yon Tensiden mit cutan applizierten Wirkstoffen Danach reagieren anionische Tenside st&hiometrisch mit kationischen Sub- stanzen, wobei schon bei niedrigen Konzentrationen F•illungen auftreten k•3nnen. Diese gehen allerdings bei weiterer Tensidzugabe durch Solubilisation des Niederschlages in L&ung. Entsprechendes gilt fiir Wechselwirkungen zwischen kationischen Micellenbildnern und anionischen Wirkstoffen (Abb. 1). Auch zwischen nichtionischen Tensiden vom Typ der Poly•ithy. lenglykolderi- vate und Phenolen bzw. mehrwertigen anorganischen Kationen 'kann es zu F•illungsreaktionen kommen (Abb. 1), die hier allerdings nicht st&hiome- trisch verlaufen. Die Niederschl•ige sind ebenfalls solubilisierbar. Kombinationen, die zu diesen Unvertr•iglichkeitsreaktionen fiihren, stellen einerseits -- technologisch gesehen -- Kunstfehler dar, sie lassen sich aber andererseits zum qualitativen und quantitativen Nachweis der Reaktions- partner heranziehen (5) (6) (7). Die Beseitigung sichtbarer Unvertr•iglich- keiten durch L&ungsvermittlung fiihrt keineswegs generell zu einwandfreien Zubereitungen (,,larvierte Inkompatibilit•it") (8), vielmehr ist deren Wirk- samkeit zu iiberpriifen.
SURFACE-ACTIVE MATERIALS 427 Bei Vermittlung der LiSsung von Farbstoffen wird durch die Einlagerung der Farbstoffmolekiile in Micellen der Farbcharakter hiiufig in typischer Weise veriindert. Diese Befunde beruhen z.T. auf der Bildung salzartiger Verbindungen zwischen Farbstoff und Micellenbildner und deren Einlage- rung in Tensid-Assoziate (5), z.T. aber auch auf dem direkten Einbau der Farbstoffmolekiile in die Micelien. Da die Farbiinderung jeweils in dem Mo- ment einsetzt, als Micellen in der LiSsung sind, bei der kritischen Micellen- bildungskonzentration, kann sie fiir deren Bestimmung herangezogen werden. Die Assoziation der Tenside zu Micelien beeinflut•t neben der LiSslichkeit auch die chemische Stabilitiit inkorporierter Wirkstoffe. Die erste grund- legende Arbeit auf diesera Gebiet erschien 1960 von S. R•EGEL•aA•N (9). Sie behandelt den Effekt des Einschliet•ens von Benzocain in Micellen auf dessert Stabilitiit. Die zahlreichen weiteren Untersuchungen zu diesem Fragenkom- plex [z. B. (10)--(20)] lassen nur eine zusammenfassende Darstellung zu, wobei zwischen der Beeinfiussung hydrolytischer und oxidativer Reaktionen unterschieden werden soll. Cutan applizierte Ester, die hydrolytischer Zersetzung unterliegen kiSn- nen, kommen aus der Reihe der baktericiden p-Hydroxybenzoesiiureester, der Lokalaniisthetika vom Typ der p-Aminobenzoesiiureester sowie der Steroid- und Fettsiiureester. Ebenfalls zu den hydrolytischen Reaktionen ist die Abspaltung yon Chlor z.B. aus dem Konservierungsmittel Trichlor- butanol zu rechnen. Bei all diesen Substanzen hat sich gezeigt, dat• die Hydrolyse durch Aufnahme in Micellen verlangsamt werden kann, dag die Stabilitiit in Gegenwart von Micellenbildnern h•iufig verbessert ist. Das trifl• allerdings keineswegs iraruer zu. Bei kationischen Tensiden etwa in alkalischer LiSsung ist hiiufig Hydrolysebeschleunigung festzustellen. Durch die positive Ladung der Tensid-Assoziate werden Hydroxid-Ionen angezogen, die trotz Aufnahme der Ester in Micellen vermehrte hydrolytische Spaltung bewirken kiSnnen. Entsprechend kann bei Aniontensiden die reit Siiure katalysierte Hydrolyse verstiirkt werden. Nur im Fall nichtionischer Micellenbildner ist grundsiitzlich reit Stabilisierung zu rechnen, gleichgiiltig ob Wasser, Protonen oder Hydroxid-Ionen die Esterspaltung hervorrufen. Neben der Ladung der Tensidmicellen ist die Verteilung der Ester zwischen micellarer Pseudophase und Wasser entscheidend fiir den Stabilisierungs- effekt, denn nur der gebundene Esteranteil kann stabilisiert werden. So zeigt sich z. B., dat• der stabilisierende Effekt homologer Polyiithylenglykol-Fett- alkoholiither auf die Hydrolyse von Nicotinsiiureestern durch Alkali reit
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