230 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Abbildung 11 Phasendiagramm: NelkenSt / Poty•ithytenglykot(tS)-glycerinricinoleat / Wasser 5) ....... Bereich erhShter Viskosidit (•,• 600 cP) sind nahezu gleich grog, der Bereich erh/3hter Viskosidit nimmt dagegen bei Polyi/thylenglycol-glycerinoleat einen gr/3fieren Raum ein (Abb. 9 und 10). Das Ricinols•/ureester-Tensid eignet sich far Nelken81 ebenso wie far Pfeifer- minz/31 am wenigsten zur Solubilisierung (Abb. 11). Es ergab sich, daf• Nelken81 besser als die anderen i/therischen Ole durch Polyi/thylenglykol-glycerinfetts•iureester solubilisiert wird. Wie aus Abb. 9 und 10 hervorgeht, nehmen die Zonen der klaren Mischungen jewells die grbfite Fl•iche in allen Phasendiagrammen ein. Im Gegensatz zum Solubilisa- tionsverhalten der anderen •itherischen idle steht auch die sehr viel bessere Mischbarkeit ohne Tri/bung der Phasen im Bereich kleiner Wasseranteile yon 3--10 ø/0. Charakterisierung der kolloidphysikalischen Zustiinde Ausgehend yon den durch Winsor (21) (22) entwickelten Vorstellungen las- sen sich folgende Zusdinde am Phasendiagramm des Systems Pfefferminz81/ Poly•/thylenglykol(20)-glycerinlaurat/Wasser beschreiben: Die linke Aufien- linie des Phasendiagrammes repr•isentiert bin•ire Mischungen aus Tensid und &herischem ID1. Bei Zugabe yon Wasser bewegt man sich vom Ausgangspunkt 5) Die ge•t'ri'chelten Linien dienen zur V•ranschaulichung der Ablesung yon Phasendiagram- men, siehe: Experimentelle Untersuchung der Solubilisation.
SOLUBILIZATION OF ESSENTIAL OILS 231 auf einer Geraden in Richtung auf die rechte untere Ecke des ]Phasendiagram- roes (100 ø/o Wasser). Nach Zugabe geringer Mengen Wasser kommt es hierbei zuniichst zu einer Solubilisierung yon Wasser in iitherischem i•l (Abb. 12, Strecke AE und BF). Mit steigendem Wasseranteil bildet sich, falls das Solubi- lisierungsvermiSgen iiberschritten wird, eine W/O-Emulsion, welche bei niedri- •theri•hes •1 .Abbildung 12 Phasendiagramm: Pfefferminzi31 / Polyiithylenglykol(20)-glycerinlaurat / Wasset o) gen Tensidkon•entrationen direkt in eine O/W-Emulsion iibergeht (unterer Bereich der Triibung mit der Strecke ED). Bei hohen Tensidkonzentrationen bleiben nach Wasserzugabe yon Beginn an klare LiSsungen erhalten, wobei auf mizellarer Ebene der gleiche Wechsel zwischen einer W/O- und O/W-Vertei- lung stattfindet (z. B. entsprechend der Strecke CD). Von mittleren Tensid- konzentrationen ausgehend, wird zuniichst Wasser in U1 solubilisiert (Strecke BF). Darauf folgt ein Triibungsbereich, in dem das WasseraufnahmevermiSgen des Systems iiberschritten ist (Strecke FG). Im weiteren Verlauf finden sich wied•r ein Bereich ohne Triibung (Strecke GH) und eine Triibungszone (Strecke HD). Unter geeigneten Bedingungen bilden sich in solchen Diagrammen erkenn- bare Zonen mit mesomorphen Phasen aus. Diese Ersche!nung ist hauptsiichlich fiir ionische .Tenside beschrieben sie wu•de aber auch bei •iichtionischen Ten- siden beobachtet (12) (13) (23). Dieser besonderen Zustandsform liegt die Aus- Die Linien AD, BD und CD dienen-der Erliiuterung der kolloidphysikalischen Zustiinde im Phasendiagramm.
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