9,32 JOUBNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS bildung lamellarer Strukturen zugrunde, welche optische Anisotropie bewir- ken. Auf den Nachweis dieser lyot?open, fliJssig-kristallinen Phasen, welche aufgrund ihres Verbaltens im polarisierten Licht identifiziert werden k 3nnen, wurde in den vorstehenden Untersuchungen verzichtet, da die Verwendbarkeit der Tenside als L 3sungsvermittler im Vordergrund stand. Mesomorphe Phasen sind, wie vergleichbare Ergebnisse zeigen (12) (13) (23), im Bereich entspre- chend etwa 50 ø/o Tensidgehalt und 10 ø/o Ar•teil der solubilisierten Substanz zu erwarten. Die Natur der Zonen mit erhShter Viskositiit (Abb. 1 bis 11) ist nicht ge- nauer differenziert. Diese kSnnen z. B. auf die Ausbildung hochviskoser Gele, wie sie bei der Mischung yon Tensid und Wasser allein auftreten (24), oder auf das Entstehen fester Bestandteile, welche neben fiiissigen Komponenten vor- handen sind (23), zuriickzufiihren sein. Sehr hohe Viskosit•iten machten es auch unmSglich, im Rahmen dieser Untersuchungen Phasendiagramme mit Poly•ithylenglykol(30)-glycerinstearat zu gewinnen. DISKUSSION DER ERGEBNISSE Legt man als Beurteilungsmat•stab die F•ihigkeit der Phasen, sich ohne Trii- bung zu mischen, den Diagrammen 7) zugrunde, so zeigen die Untersuchungs- ergebnisse, dat• •itherische Dle um so besser solubilisiert werden, je hi3her der HLB-Wert der Tenside ist. Sowohl durch Verkiirzung des Fetts•iurerestes als auch durch Erhi3hung des Poly•ithylenglykolanteiles wird eine Steigerung des Solubilisierungsverm6gens erreicht. Poly•ithylenglykol(30)-glycerinlaurat war am besten geeignet (1). Diese fiSr iitherische Die nachweisbare Beziehung zwischen HLB-Wert und Solubilisierungsvermi3gen dfir Tenside l•it•t sich nicht auf die Li3sungsvermitt- lung von Glucocorticoiden iibertragen. Die Fiihigkeit von Poly•ithylenglykol- glycerinfettsiiureestern, iitherische Die in Li3sung zu bringen, entspricht etwa der von homologen Poly•ithylenglykol-sorbitanfettsiiureestern, wie sich aus vergleichbaren Untersuchungen mit Pfefferminz61 ergibt (6) (7). In Oberein- stimmung mit friSheren Ergebnissen (9) (17) (25) wurde durch die vorliegende Untersuchung best•itigt, dag •itherische Dle, die einen etwas polaren Charak- ter besitzen (Pfefferminzi31), besser solubilisiert werden k6nnen als •itherische Dle reit vergleichsweise weniger, polaren Inhaltsstoffen (Anisi31). Lavendeli31 ist •ihnlich wie Pfefferminz61 einzustufen. 7) Die Phasendiagramme wurden nach der Konvention von O'Malley, Pennati und Martin (6) erstelk. Da Gleichgewichtseinstellungen sich •iber mehrere Tage hinziehen k•3nnen (16) (18), sind bei Lagerung noch gewisse Ver•inderungen des Verlaufs der Phasen•iberg•/nge m•Sglich.
SOLUBILIZATION OF ESSENTIAL OILS '233 Im Gegensatz dazu liigt sich die bessere Solubilisierbarkeit yon Nelken/51 und der veriinderte Verlauf der Phasentibergiinge jedoch nicht durch die Hydrophilie des Eugenols erkliiren. Vielmehr mug hier die Bildung eines Komplexes zwischen dem Polyiithylenglykolanteil der Tenside und der phe- nolischen Hydroxylgruppe sowie die anschliet•ende Solubilisierung dieses Komplexes in Betracht gezogen werden (26). Wie aus den Untersuchungsergebnissen abgeleitet werden kann, lassen sich die Unterschiede in der Solubilisierbarkeit nicht auf die verschiedenen, in iithe- rischen i31en enthaltenen Stoffgruppen (Phenylpropank/Srper, Terpene) zu- rtickftihren, sondern auf funktionelle Gruppen, welche die physikalisch-chemi- schen Eigenschaften der Inhaltsstoffe stark bestimmen (z. B.: Alkohol-, Ester- und •therfunktionen). Im Hinblick auf die Ergebnisse der Solubilisierung von Glucocorticoiden (1) und deren Lokalisierung in der Mizelle ist anzunehmen, dag der Solubilisation der iitherischen i31e im wesentlichen eine Bindung an den Polyiithylenglykol- giirtel der Mizelle zugrunde liegt. Daftir sprechen sowohl die Polaritiit der iitherischen i31e wie auch die Auswirkungen yon Veriinderungen an den hydro- philen und lipophilen Antellen im Tensidmolektil. So unterscheidet sich das Solubilisierungsverm/Sgen yon Polyi/thylenglykol(30)-glycerinlaurat und -oleat nur relativ geringftigig (Abb. 1 und 3), wiihrend die Reduzierung des Polyiithylenglykolgehaltes bei Polyiithylenglykol-glycerinoleat auf einen •thoxylierungsgrad yon 20 zu einer deutlicheren Verminderung der Fiihig- keit, sich ohne zu trtiben zu mischen, ftihrt (Abb. 2). Die zunehmende Herabsetzung der Solubilisierbarkeit von Lavendel/51 und Anis/51 beim Obergang yon Polyiithylenglykol(30)-glycerinlaurat zu -oleat (Abb. 5, 6 und 7, 8) gestattet es, den Lokalisierungsbereich dieser i31e mehr im Inneren der Mizelle als bei Pfefferminz/51 festzulegen. Ebenso mug eine Bin- dung des Polyiithylenglykol-Eugenol-Komplexes in der Polyiithylenglykol- Mille der Mizellen angenommen werden, da die Veriinderung der lipophilen Komponenten der Tenside nahezu keine Auswirkungen zeigt (Abb. 9 und 10). Unterschiede in der Beurteilung des Solubilisierungsverm/Sgens der Poly- iithylenglykol-glycerinfettsi/ureester nach den Bereichen klarer Mischungen in den Phasendiagrammen und den kritischen Mischungsverhiiltnissen (10) resul- tieten aus der beschriinkten Aussagekrafk letzterer. Klare Mischungsverhi/lt- nisse bezeichnen lediglich das grSgte Mengenverhiiltnis i31/Tensid, berechnet ftir 10 g Mischung, welches bei Verdtinnung mit 90 Teilen Wasser oder mehr noch eine klare L/Ssung ergibt. Trtibungszonen oder Bereiche der Viskositiit, de- nen im Laufe der Wassertitration wieder klare LiSsung folgt, werden daher durch kritische Mischungsverhiiltnisse nicht erfagt.
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