COSMETIC PRESERVATIVES I 261 Die Ergebnisse dieses Belastungstests sind in Tabelle 3 aufgef•ihrt. Als erstes wich- tiges, an sich nicht •iberraschendes Ergebnis zeigt diese Versuchsreihe, dag es mikro- biell infizierbare und nicht infizierbare Kosmetikastoffe gibt. Oberraschend an die- sem Befund dagegen ist, dag der kausale Zusammenhang zwischen Konzentration an Aktivsubstanz und mikrobieller Kontamination nicht zu eng gesehen werden daft. Die weitverbreitete Meinung, dag bei einer Aktivsubstanz-Konzentration 30 ø/0 die Konservierung sich eriibrige, sollte fiir jeden Einzelfall zumindest kri- tisch und nicht nur pauschal betrachtet werden. Als zweites generelles Ergebnis 1Kgt sich feststellen, dag die kontaminierbaren Rohstoffe, auch die Kthoxylierten, reit einem Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-isothiazolon und 2-Methylisothiazolon mit Ausnahme des PhosphorsKure-Derivates d2 in Konzentration yon 0,01 ø/0 (a3, aS, a6, a7, aS, b3 und cl) und 0,05 ø/0 (a10, e3, j2 und jS) konservierbar sind (Tabellen 2 und 3). Schema 2 zeigt, dag eine groge Gruppe Rohstoffe getestet wurde, die anscheinend nicht infizierbar waren. Dieses Erge13nis mug relativiert werden. In den Vortesten I und II wurden die beimpften Rohwaren 30 Tage beobachtet. Fiir die Konservierungsbelastungsteste I und II wurden nur jene Rohwaren beriicksichtigt, die noch nach 30 Tagen eindeutig positiven Bewuchs des Ausstrichs zeigten. Mit Aus- hahroe einiger weniger Rohwaren, die wKhrend der 2 x 30 Tage fiir die Vorteste I und II keinerlei positiven Ausstrich zeigten, war auch diese Gruppe mikrobiell an- Tabelle 3: Impfzyklen Robware c 1 2 3 4 5 6 B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S a3 0.00 0.01 0.05 0.1 a10 0.00 0.01 0.05 0.1 b3 0.00 0.01 0.05 0.1 d3 0.00 0.01 0.05 0.1 Konzentrationsangaben in ø/0 an Gemisch aus 5-Chlor-2-methylisothiazolon und 2-Methyliso- thiazolon (Pr•ip. E) B Bakterien H/S ---- Hefen und Schimmelpilze + bewachsen
262 .JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS fiillig wir mi3chten sie ,,bedingt anfiillig" nennen, da diese Medien die Belastung nach 30 Tagen tiberwunden hatten. In Tabelle 4 sind die Ergebnisse detailliert zu- sammengestellt. Ohne etwa nur hypothetisch die Unterschiede in der mikrobiellen Anf•illigkeit der einzelnen Rohwaren der Klassen a bis n zu diskutieren - einige dieser Unterschiede sind durch den Aktivgehalt erkliirbar, z. B. ist das in unseren Ver- suchen unkontaminierbare a9 ein 60ø/0iges Athersulfat -, liigt sich doch erkennen, datg nahezu alle kosmetischen Rohwaren, die wit getestet haben, mikrobiell mehr oder rainder, abhiingig einerseits yon der Belastung, andererseits von den gestellten Anforderungen, anfiillig sind. Die hierbei auoetretenden graduellen Unterschiede und damit der verschieden hohe Grad der Konservierungsnotwendigkeit lassen als allge- meine Aussagen nut zu, datg ftir jeden Einzelfall die geeignete Konservierung aus- getester werden sollte. Wir haben auf Belastungsteste mir den bedingt positiven Roh- waren bewutgt verzichtet, da wir einerseits mit Schwierigkeiten beim Ermitteln der Blindwerte rechneten und andererseits vermuteten, datg diese Rohwaren leichter konservierbar wiiren als die mir positiven Vortesten, so dag die Ergebnisse, sofern man a priori antagonistisches ¾erhalten ausschliegt, tibertragbar sein sollten. Tabelle 4: Vortest I Vortest II Rohware positiv / bedingt positiv positiv / bedingt positiv a •thersuIfate 1 -- -- -- d- 3 -- -- d- 4 -- -- -- d- + + + + -- -- -- 5 6 7 8 9 10 11 b Alkylsulfate 1 2 3 c Sulfosuccinate 1 2 3 d Phosphorsiiureester 1 2 3 e Sarkoside 1 2 3 f Tauride 1 2 4- -- + -- + -- -- i __ d- d- -- d-
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