276 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS nose, Glucosamin, Sorbose und Maltose durchgefiihrt. Tabelle H enthiilt diese Ergebnisse in mMol/100 g Hornschichtschabsel. Es zeigt sich, dab die Kohlenhydrate in unterschiedlichem MaBe an weltere •-Aminogruppen des Lysins gebunden wetden. Die Reihenfolge der Kohlenhydrate in Tabe//e H Tabelle II Ergebnisse der Bestimmungen der freien e-Aminogruppen des Lysins der Skleroproteine der Horn- schicht nach l w6chiger Behandlung mir den angegebenen Kohlenhydraten in mMol/100 g Hornschichtmaterial. oereie e-Aminogruppen des Lysins (mMol/100 g Skleroproteine) zum Vergleich (aus Tab. I) Desoxyribose 23,5 Xylose 25,4 Arabinose 25,8 Rhamnose 29,6 ZUK 31,5 Sotbose 37,1 Glucosamin 38,5 Maltose 41,8 Kontroll-Skleroproteine* 41,9 Kontroll- Skleroproteine 40,0 * Das hierftir verwendete Hornschichtmaterial wurde zu einer anderen Jahreszeit gewonnen als das in Tab. I angeftihrte Material. ist nach der Quantkilt der Bindung mit dem Lysin der Skleroproteine geord- net. Es ist ersichtlich, dab Pentosen in gr6Beren Mengen als ZUK und Rhamnose und Sotbose, Glucosamin und Maltose in relativ geringem MaBe gebunden wetden. Die Beeinflussung der lVasserbindung der Hornschicht nach ihrer Behandlung mir Kohlenh•ydraten In der •Ibbildung (p. 277) ist aus der Wasserbindung dutch gereinigte Horn- schichtschabsel (Skleroproteine) in Abhingigkeit yon der tel. Luftfeuchtig- kelt ersichtlich, dab der Wassergehalt geringer ist als der in der Literatur angegebene Wassergehalt yon etwa 10% bei ungereinigtem Homschicht- material. Die Entfernung der 16slichen Inhaltsstoffe bewirkt einen Riickgang des Wasserbindeverm6gens. Die an die •-Aminogruppen des Lysins der Skleroproteine gebundenen Kohlenhydrate erh6hen in unterschiedlicher Weise das Wasserbindeverm6gen des behandelten Hornschichtmaterials. Aus der •Ibbildung geht herrot, dab
EINFLUSS DER BINDUNG VON KOHLENHYDRATEN 277 die in den gr6Bten Mengen gebundenen Kohlenhydrate (z. B. Pentosen) nicht auch notwendigerweise das Wasserbindeverm6gen am meisten erh6hen. Bedeutungsvoller als die Erh6hung der Zahl der OH-Gruppen in den Sklero- proteinen diirfte offensichtlich die sterische Anordnung der Kohlenhydrate ffir die Zunahme des Wasserbindeverm6gens des behandelten Hornschicht- materials sein. Hierfiir spricht u.a. der Befund, dab die in gr6Beren Mengen an die Skleroproteine gebundenen Penrosen ein erheblich geringeres Wasser- bindeverm6gen -das wiederum auch unter den Penrosen differenziert ist - 16 1 •2 2 •o T 8 T 2 I I 20 40 60 80 tel. Luftfeuchticjkeit [%] Abbildung Wasserbindung des reit Kohlenhydraten behandelten Homschichtmaterials als Funktion der tel. Luftfeuchtigkeit bei 22 •: 1 øC. Es bedeuten: 1 - ZUK, 2 - Desoxyribose, 3 - Glucosamin, 4 - Xylose, 5 - Skleroprotein (Kontrolle). Die Kurven ffir Arabinose, Maltose, Rhamnose und Sot- bose liegen zwischen den Kurven 4 und 5. Obersichtshalber wurden sie weggelassen. besitzen als z.B. ZUK, das bei einer tel. Luftfeuchtigkeit von 50% einen um 80%, bei 20% rel. Luftfeuchtigkeit einen um 86% und bei 10% rel. Luftfeuchtigkeit einen um 117% erh6hten Wassergehalt gegentiber dem unbehandelten Homschichtmaterial aufweist. SCHLUSSFOLGERUNGEN Man kann annehmen, dab die in vitro nachgewiesene Bindung yon ZUK an die Skleroproteine und die dadurch bewirkte Erh6hung des Wasserbinde- verm6gens sich auch in vivo an der Hornschicht vollzieht, da zwischen der isolierten und nicht isolierten Hornschicht hinsichtlich dieset Vorg•inge keine wesentlichen Unterschiede bestehen diirften. Die Ergebnisse der in
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