260 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS ERGEBNISSE UND DISKUSSION In Schema 2 ist der Weg der untersuchten Rohwaren grafisch dargestellt. Alle un- konservierten Muster wurden dem Vortest I mir den humanaffinen Leitkeimen unterworfen. Nach 30 Tagen positiven Befundes (Bewuchs nach der Klassifizierung +, + +, •-+ + es waren dies die Proben d2, j2, iS, aS, a6, a7, a8 und cl) wurde mir diesen Rohwaren der repetive Konservierungsbelastungstest mir den gleichen Keimarten ausgeftihrt. Wir haben hierbei den repetiven Belastungstest mir mehr- maliger zyklischer Beimpfung dem singuliiren Belastungstest mir nur einer einmali- gert Beimpfung vorgezogen, well uns jener wirklichkeitsniiher erschien. Die Ergeb- nisse dieses Konservierungsbelastungstests sind in Tabelle 2 aufgeftihrt. Die Roh- waren mir negativem Befund im Vortest I wurden dem Vortest II mir den sonstigen ubiquitiiren Keimen unterworfen. Die Rohwaren mir positivem Befund (es waren die Proben a3, a10, d3 und b3) wurden dem repetiven Konservierungsbelastungs- test II, welcher sich nur in den Keimarten vom Test I unterscheidet, zugeftihrt. Tabelle 2: Rohware c l Impfzyklen 1 2 3 4 5 6 B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S a5 0.00 0.01 0.05 0.1 a6 0.00 4- 4- + + -f- + + 4- 4- + 4- 4- 0.01 ............ 0.05 ............ 0.1 ............ a7 0.00 4- + + + -f- 4- + + 4- + + 4- 0.01 ............ 0.05 ............ 0.1 ............ 0.00 d- + + + 4- + 4- 4- + + + 0.01 0.05 0.1 cl 0.00 + + + + + + + + + + + 0.01 0.05 0.1 d2 0.00 0.01 0.05 0.1 •2 0.00 4- + 4- + + 4- 4- + + 4- + d- O.01 4- 4- 0.05 0.1 0.00 0.01 .... + 4- + 4- + 4- 4- 4- 0.05 0.1 Konzentrationsangaben in % an Gemisch aus 5-Chlor-2-methylisothiazolon und 2-Methyliso- thiazolon (Pr•ip. E) B = Bakterien H/S = Helen und Schimmelpilze d- = bewachsen
COSMETIC PRESERVATIVES I 261 Die Ergebnisse dieses Belastungstests sind in Tabelle 3 aufgef•ihrt. Als erstes wich- tiges, an sich nicht •iberraschendes Ergebnis zeigt diese Versuchsreihe, dag es mikro- biell infizierbare und nicht infizierbare Kosmetikastoffe gibt. Oberraschend an die- sem Befund dagegen ist, dag der kausale Zusammenhang zwischen Konzentration an Aktivsubstanz und mikrobieller Kontamination nicht zu eng gesehen werden daft. Die weitverbreitete Meinung, dag bei einer Aktivsubstanz-Konzentration 30 ø/0 die Konservierung sich eriibrige, sollte fiir jeden Einzelfall zumindest kri- tisch und nicht nur pauschal betrachtet werden. Als zweites generelles Ergebnis 1Kgt sich feststellen, dag die kontaminierbaren Rohstoffe, auch die Kthoxylierten, reit einem Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-isothiazolon und 2-Methylisothiazolon mit Ausnahme des PhosphorsKure-Derivates d2 in Konzentration yon 0,01 ø/0 (a3, aS, a6, a7, aS, b3 und cl) und 0,05 ø/0 (a10, e3, j2 und jS) konservierbar sind (Tabellen 2 und 3). Schema 2 zeigt, dag eine groge Gruppe Rohstoffe getestet wurde, die anscheinend nicht infizierbar waren. Dieses Erge13nis mug relativiert werden. In den Vortesten I und II wurden die beimpften Rohwaren 30 Tage beobachtet. Fiir die Konservierungsbelastungsteste I und II wurden nur jene Rohwaren beriicksichtigt, die noch nach 30 Tagen eindeutig positiven Bewuchs des Ausstrichs zeigten. Mit Aus- hahroe einiger weniger Rohwaren, die wKhrend der 2 x 30 Tage fiir die Vorteste I und II keinerlei positiven Ausstrich zeigten, war auch diese Gruppe mikrobiell an- Tabelle 3: Impfzyklen Robware c 1 2 3 4 5 6 B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S B H/S a3 0.00 0.01 0.05 0.1 a10 0.00 0.01 0.05 0.1 b3 0.00 0.01 0.05 0.1 d3 0.00 0.01 0.05 0.1 Konzentrationsangaben in ø/0 an Gemisch aus 5-Chlor-2-methylisothiazolon und 2-Methyliso- thiazolon (Pr•ip. E) B Bakterien H/S ---- Hefen und Schimmelpilze + bewachsen
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