BENEFITS AND RISKS OF COSMETICS 243 Medikamente, deren potentielle Karzinogenitiit beim Menschen auf der Basis experimenteller Untersuchungen oder Fallberichte bewertet wurde (Schmiihl, 1977) Certain/probable Possible. Improbable/not assessable Alkylating agents (mustard gas derivatives, e.g., cycloposphamide ethyleneimines, e.g., thiotepa, triazenes, nitrosoureas) Arsenic Diethylstilbestrol (transplacentally) Procarbazine Adriamycin Cantharidin Antimetabolites Chinoline derivatives Chloramphenicol Cyclamate Griseofulvin Herba Artemesiae Absinthii Halogenated - Hexamethylenetetramine Paraffins Iron dextran Hydantoin - Isonicotinic acid hydrazide Derivatives Lactams Nitrofuran - Lysergides Derivatives Metronidazole Phenacetin Nindazole Phenylbutazone Polyvinylpyrrolidone and Streptozotocins similar plasma expanders Tar salves Potassium perchloride Thiouracils Pronethalol Urethan Rauwolfia derivatives Saccharin Safrols Spironolactones Tannin (orally) Tabelle 8 Retrospektive Studien haben zu Schliissen gefiihrt, die in der kritischen Bewertung nicht zuliissig sind. Die Summe der miSglichen Karzinogene in unserer heutigen Urnwelt ist sehr hoch. Es kann aber keineswegs kritiklos von einem generellen Anstieg der Krebsrate in den letzten 50 Jahren gesprochen werden. Mit Verliingerung des Lebensalters steigt die Wahrscheinlichkeit, dag Realisationsfaktoren der Karzinomentwicklung im hiSheren Alter verstiirkt zur Wirkung kommen. Es gibt eine durchaus ernst zu nehmende Sta- tistik, die belegt, dag die Gesamtzahl der Karzinome in den letzten 50 Jahren sich nicht vergriSgert hat und dag die entscheidende Zunahme der Krebshiiufigkeit sich im wesent- lichen auf den Personenkreis yon iilteren Menschen beschriinkt und die entsprechende Zunahme des Lebensalters dafiir die Erkliirung sein kann. Auf der anderen Seite stehen wir Dermatplogen vor der Tatsache, dag bestimmte Krebsformen sich zweifelsohne ver- mehrt haben, ich miSchte hier auf die Melanome verweisen. Diese Situation zwingt zu einer sorgfiiltigen Oberwachung der Umweltstoffe und des Verhaltens in der Urnwelt, ganz unabhiingig davon, dag es eine Prospektivplanung sein mug in unserer gesamten Urnwelt, die Risikofaktoren zu mindern. Die kosmetischen Wirkstoffe aus der Gruppe der Lichtschutzmittel sind auch wichtige $chutzstoffe bei der Entwicklung aktinischer Malignome. Es darf heute festgestellt werden: Die $icherheit auf dem Gebiet der kos- metischen Mittel hat bereits einen beachtlichen Stand erreicht, und durch Magnahmen yon seiten der Industrie und der Oberwachungsorgane wird diese Rate der unerwiinsch- ten Nebenwirkungen stetig auf ein Minimum gemindert. Die Waage neigt sich eindeutig zum Pro des Benefits und liigt das Risiko so gering werden, dag wir heute yon einer hohen $icherheit der kosmetischen Mittel sprechen kiSnnen. Der Trend zur maximalen Sicherheit liegt vor.
244 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS ZUSAMMENFASSUNG Der Nutzen kosmetischer Mittel liigt sich zum gr•Sgten Teil nicht mit pharmakologi- schen Methoden wie bei den Arzneimitteln erfassen. Um ihre Sicherheit zu gewiihrleisten, sind diese Stoffe einer Untersuchungsprogrammierung zu unterziehen, die besonders dann wichtig ist, wenn eine Aufnahme in die lebenden Zellschichten der Haut und eine Resorption in den Organismus erfolgt. Die Programmierung einer solchen Unter- suchung wird dargestellt. Die Nutzenseite der kosmetischen Mittel liegt sowohl auf dem Gebiete der prophylaktischen Gesundheitspflege, der Verbesserung des Wohlbefindens mit einer indirekten Einwirkung auf K•Srperfunktion und schlieglich als Lebenshilfe im weiten Sinne durch bewugte •nderung der Selbstdarstellung. Diese Faktoren stellen auch im Berufsleben nicht zu unterschiitzende Lebenshilfen dar. Die Motivation zur Hautpflege ist wesentlich breiter als die Aspekte zur Verbesserung der Schutzfunktion der Haut. Wirkstoffe sind in Kosmetika nur dann erlaubt, wenn diese nur in der Haut im Sinne der genannten Aufgaben der kosmetischen Mittel zur Wirkung kommen. Unter diesem Gesichtspunkt gleiten kosmetische Mittel nicht in die Grauzone der Arzneimittel hinein. Das Problem der Allergenitiit von Kosmetika k•Snnte durch Meidung der Substanzen, die als sensibilisierend bekannt sind, betriichtlich verringert werden. Da Kosmetika im gleichen $inne behandelt werden wie Lebensmittelstoffe bzw. Lebensmittelzusatzstoffe, ist die zu erwartende Sicherheit auf diesera Sektor sehr hoch. Die Waage in der gesamten Beurteilung der kosmetischen Mittel neigt sich heute eindeutig zum Pro des Benefits. Der Trend zur maximalen Sicherheit liegt vor bzw. mug vorliegen. Diese Obersicht versucht, die notwendigen Magnahmen ftir diese Zielvorstellung vor- zulegen.
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