96 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Tabelle 1 Percutane Applikation von 1,5 mg Convallatoxin pro Meerschweinchen unter Verwendung verschiedener Tr•iger- und Schleppersubstanzen. Resorptions- Anteil Versuchs- Exitus letalis geschwin- Triiger in Vol.-ø/0 anzahl in rain digkeit mmVcm2/h Ilexan 50 6 68 7,7 Ilexanol 25 Cyclohexanon 25 Hexanol n-prim. 75 11 137 3,2 Cyclohexanon 25 1-Hexen 55 44 76 5,3 Cyclohexanon 45 1-Hexen-3-ol 75 4 300 1,6 Cyclohexanon 25 Athylglykol 100 2 nach 24 Stdn. 0,5 ] 1,2-Propylenglykol 100 2 nach 24 Stdn. 0,5 1 Glycerin 70 2 nach 24 Stdn. 0,5 •ohne Methanol 29 fBefun½ Athylglykol 1 Methanol 100 2 nach 24 Stdn. 0,5 Kthanol 70 2 nach'24 Stdn. 0,5, Methanol 30 aus einer Speicherschicht stammende Penetrationsvermittler iiber Dochte in eine Wirkstofftriigerschicht geleitet wird, dort die Sustanz eluiert und sie an- schliefgend durch die Haut transportiert. Neben diesen Indikatoren erfolgter Aufnahme, die sich post resorptionem aufgrund ihrer Wirkung erkennen lassen, sind Farbstoffe geeignet, die Haut- resorption selbst sichtbar zu machen. Ihre Diffusion in tiefere Schichten der Haut kann nach Anfertigung yon Gefrierschnitten im Mikroskop verfolgt werden. Neben Malachitgriin, das uns als Chemotherapeutikum interessierte, haben wir vorwiegend Rhodamin B untersucht, das stark fluoresciert und daher auch bei sehr õeringer Schichtdicke im Fluorescenzmikroskop sichtbar wird. Unterschiedliche Intensitiit der Fluorescenz im Corium kann reit der auf- genommenen Menge Farbstoff korreliert werden und zeigt die Wirksamkeit yon Penetrationsvermittlern unmittelbar an. Sie liifgt sich nach folgendem
ABSORPTION POTENTIAL OF SKIN 97 Schema ganz gut beurteilen: 0 = keine, 1 = geringe, 2 -- deutliche, 3 = starke, 4 = sehr starke Fluorescenz im Corium. Rhodamin B penetriert wie Eserin oder Convallatoxin nicht, auch nicht in wiigriger oder Athylenglykolmono- 5thyliither-LtSsung. Selbst nach stundenlanger iiugerer Einwirkung beschriinkt .sich die Fluorescenz auf .die iiugere Behaarung und die obersten Schichten des Epithels, es kommt somit lediglich zur Imbibition. Wird einer Rhodamin B-Lb- sung in Athylenglykolmonoiithyliither ein penetrieren•der Kohlenwasserstoff, z. B. Cyclohexan, hinzugegeben, so erscheint das fluorescierende Rhodamin nicht nut in den Haarschiiften, sondern auch, wengleich etwas vermindert,. in ihrer Umgebung. Eine iiugerl,iche Applikation yon nur 10 min Dauer reicht hereits aus, eine deutliche Fluorescenz im Corium hervorzurufen. Sie vertieff sich erheblich nach Verliingerung der Kontaktzeit, nach 2 Stdn. z. B. fluores- ciert das gesamte Corium sehr stark, sogar das subcutane Fettgewebe und die darunter liegende Muskulatur. Ahnliche Versuche haben wit reit Tetracyclinen durchgeftihrt (8). Sie fluo- rescieren intensiv genug, um im Gewebe auf die gleiche Weise sichtbar gemacht zu wetden. Der Befund im Corium ist negativ nach Applikation yon Handels- salben reit therapeutisch riblichen Tetracyclindosierungen, auch nach VerlSnge- rung der Einwirkzeit auf 20 Stdn. oder Erh•Shung der Wirkstoffkonzentration auf 10 % (TabelIe 2). Im Gegensarz hierzu k•Snnen Pefietrationsvermittler aus Tabelle 2 Dermale Applikation verschiedener tetracyclinhaltiger Salben auf die intakte Haut yon Meerschweinchen. Wirkstoff(e) Konzentration Einwirkdauer Fluorescenz Gew.-ø/0 in Stdn. im Corium Tetracyclin 1) 1 ] Tetracyclin 3 Tetracyclin •) 3 Chlortetracyclin 3 i Oxytetracyclin2) 0,45 2, 20 I keine Oxytetracyclin 1,5 Oxytetracyclin 2) 3,24 Oxytetracyclin 9,72 Oxytetracyclin 10,0 Handelsbezeichnungen: Achro-, Aureo-, Terramycin •) neben Hydrocortison 2) neben Polymyxin
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