98 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS d•r Reihe der Kohlenwasserstoffe, z. B. Tetradecen, Dodecen, Cyclohexan, be- tr•ichtliche Wirkstoffmengen in tiefe Schichten der Haut transportieren. Diese Befunde lassen sich an allen •iblichen Laboratoriumstieren prinzipiell in gleicher Art reproduzieren, interessanterweise auch an der Rhinozeros-Maus, die keine intakten Haarfollikel besitzt. Die Fluorescenzwerte im Corium stimmen mit denen bei anderen Tieren gefundenen iiberein, obwohl der Wirkstoff im wesent- lichen nut auf transepidermalem Wege dorthin gelangt sein dfirfte (Tabelle 3). Tabelle 3 Percutane Aufnahme yon 2,5 Gew.-O/o Oxytetrac¾clin-hydrochlorid dutch die Haut ver- sdiiedener Tierspezies. AGMA Dimethylsulfoxid*) Cyclohexan *) Dodecen *) Tetradecen *) Meerschweinchen 0 2,5 4 4 Maus 0 2,5 4 3,5 Rhinozeros-Maus 0 2 4' 4 Ratte 0 2,5 3,5 4 Kaninchen 0 2,5 4 4 Katze 0 2 4 4 Hund 0 2,3 3,3 3,3 3,75 *) neben 50 Vol.-% _Kthylenglykolmonoiithyliither (AGMA) als L/3sungsv, ermittler. Beurtei- lung der Fluorescenzintensitiit im Corium: 0 = keine, 1 = geringe, 2 = deutliche. 3 = starke. 4 = sehr starke. Bei percutaner Verabfolgung liegt die fluorescenzmikroskopische Nachweis- grenze irn Gefrierschnitt ffir Oxytetracyclin bei 0,1%. Es ist die gleiche.Gr•5- fienordnung, die sich nach subcutaner Injektion abnehmender Dosen in w•ifiri- gen L&ungen ergibt. Dieser Befund spricht daf•ir, daf• die •iuf•erlich auf- getragene Konzentration mit derjenigen iibereinstimmt, die im Corium er- scheint. Auf dem kurzen Weg dorthin erfolgt oftenbar keine nennenswerte Selektion. Auf•er den vorgenannten haben wir zahlreiche andere Substanzen auf eine m•Sgliche Penetration gepri•fc: Aconitin, g-Strophantin, k-Strophantin, Pheno- barbital, Promethazin, Diphenhydramin, Doxylamin, Fomocain, Lidocain, Procain, Vitamin A, Porphyrin, Salicyls•iure-Derivate, 5-Chlor-8-hydroxy- chinolin, 5,7-Dichlor-8-hydroxychinolin, Orcein. Sie alle sind ffir den Nach- weis einer percutanen Aufnahme geeignet. Vor allem stellte sich heraus, daf• jeweils dieselben Penetrationsvermittler im gleichen Maf• wirksam sind. Hier-
ABSORPTION POTENTIAL OF SKIN 99 aus schliefien wir, dag der Wirkstoff w•ihrend der Penetrationsphase nur eine untergeordnete Bedeutung hat, zumindest in den Grenzen der Molek•ilgrSgen der oben angegebenen Verbindungen. Weiterhin haben wir die Frage zu beantworten versucht, welche physiko- chemischen Voraussetzungen ein organisches Vehikel erfiillen mug, um eine Penetration vermitteln zu kSnnen. Neben Kohlenwasserstoffen und Alkoholen haben wir Aidehyde, Ketone, Ester, iitherische Ole und ihre Inhaltsstoffe, nitrierte Verbindungen, Alkylhalogenide, Alkylphosphate, im ganzen einige hundert Fliissigkeiten untersucht. Hierbei hat sich folgendes ergeben: Wenn Penetrationsvermittlung in einzelnen Verbindungsklassen gefunden wurde, gab es meist auch bin Optimum ,bei Substanzen mit mittlerer Kettenliinge. Abb. 1 zeigt diesen Zusammenhang: Die Intensitiit der Rhodaminfluorescenz im Corium ist in Abhiingigkeit yon der Anzahl der C-Atome in der Reihe der Alkane, Alkene und primiiren Alkohole aufgefiihrt. Alkane und Alkene haben 1.S 1.7 3.$ ' 3 Alkar•e ! 3.5 I 0 0 0 Alkene O.S 32 35 33 3• 25 2 O klkQhole )timer, einwer IIg 1 2 3 & 5 I 7 I $ I0 11 12 13 I•. I'J 16 1'/ 11 I$ lO 21 22 32 Abbildung I ?enetrationsvermSgen verschiedener Alkane, Alkene und prim•rer, einwertiger Alkohole durch die intakte Haut yon Meerschweinchen. Ordinate: Intensit•t der Fluorescenz yon Rhodamin B im Corium Abszisse: Anzahl der C-Atome (C)
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