100 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS ihr Optimum bei 6 bis 16 C-Atomen, prim•ire Alkohole zwischen 6 und 12 C-Atomen. Im ganzen sind letztere jedoch weniger wirksam als ihre ent- sprechenden Kohlenwasserstoffe. Die vergleichende Gegeniiberstellung yon Verbindungen mit jeweils 6 C-Atomen liei• erkennen, dai• Kohlenwasserstoffe (n-Hexan, 1-Hexen, cis, trans 2-Hexen, 1-Hexin, Cyclohexan, Benzol) die besten Penetrationseigen- schaften besitzen. FOr ihr Verhalten scheinen ges•ittigte oder unges•ittigte ali- phatische, cycloaliphatische oder aromatische Strukturen keine wesentlichen Unterschiede zu begriinden. Auch unter den gepriiften Isomeren gibt es keine signifikanten Differenzen: 2,2-Dimethylbutan, 2,3-Dimethylbutan, 2-Methyl- pentan, 3-Methylpentan, 2-Methyl-l-pentan, 4-Methyl-l-pentan, cis-4- Methyl-l-penten, trans-4-Methyl-l-penten, Methylcyclopentan, Methyl- cyclopentadien. Einwertige Alkohole waren weniger effektiv: n-Hexanol, 2,2- Dimethyl-1-butanol, 2-Methyl-3-pentanol, 2,2-Dimethyl-3-butanol, 3-Methyl- 3-pentanol, 3-Hexen-l-ol, Cyclohexanol, Benzylalkohol. Diole (2-Methyl- pentan-2,4-diol, 3-Methylpentan-2,4-diol, Cyclopentandiol) fiihren keine Fluorescenz im Corium herbei, nitrierte Kohlenwasserstoffe ebenfalls nicht (Nitrohexan, Nitrocyclohexan, Nitrobenzol), Ketone eine nur geringe (3-Methyl-2-pentanon, 4-Methyl-2-pentanon, 4-Methyl-3-pentanon, 2,2-Di- methyl-3-butanon, 2-Methyl-2-penten-4-on, Cyclohexanon). Verbindungen mit 8 C-Atomen weisen .die gleichen Eigenschaften auf: Koh- lenwasserstoffe wie n-Octan, 1-Octen penetrierten am besten, ebenfalls ihre Isomeren: Ein Octan-Isomerengemisch, 3-Methyl-heptan, 2,5-Dimethyl-2,4- hexadien, cis-l,2-Dimethylcyclohexan, trans-l,2-Dimethylcyclohexan, 1,3- Dimethylcyclohexan, 1,4-Dimethylcyclohexan, Athylbenzol, Dimethylbenzol (o-, m-, p-Xylol). Cs-Alkohole fluorescierten weniger intensiv: n-Octanol, 3-Methyl-2-heptanol, 6-Methyl-2-heptanol, 5-Methyl-3-heptanol, sek. Octa- nol, 2,5-Dimethylcyclohexanol, 3,4-Dimethylcyclohexanol, 3,5-Dimethyl- cyclohexanol. Noch schw•icher waren Ketone: 6-Methyl-2-heptanon, 3-Me- thyl-2-heptanon, 4-Methyl-3-heptanon, 5-Methyl-3-heptanon, 2-Methyl-4- heptanon, 6-Methyl-5-hepten-2-on, 2,4-Dimethyl-2,5-heptadien-on. 3-Me- thylheptan-2,4-diol ist unwirksam. Welche physikalisch-chemischen Eigenschaften die percutane Aufnahme einer Verbindung in den Organismus begriinden, l•ii•t sich bislang noch nicht ein- deutig festlegen. Zwar wetden in der Literatur einige off genannt un•d for die Hauptpermeabilit•it verantwortlich gemacht, z. B. die Lipidl/Sslichkeit, der Verteilungskoeffizient oder •ihnliches (9) (10), aber diese Kriterien •indern sich bekanntlich auch mit der Kettenl•inge. Differenzen zu enrsprechenden Theorien ergeben sich vor allem dann, wenn eine gr/Sf•er Zahl yon Substanzen auf Uber- einstimmungen zwischen Penetrationsverm/Sgen und Stoffeigenschaften hin
ABSORPTION POTENTIAL OF SKIN lol gepriSff wlrd, wle es Stemann getan hat (11): Der Penetrationsgrad der Ver- bindungen wurde am Ausmaf• der Fluoresce.nz im Corium gemessen und mit ihrem LSsungsvermSgen in Cholesterin und Stearinslure korreliert. Stemann konnte zeigen, dag die Penetration reit steigender LSslichkeit in diesen Stoffen nicht zunahm. Es gibt Verbindungen, die ausgezeichnet penetrieren, ohne Stearinsiiure oder Cholesterin besonders gut zu 15sen, und wiederum solche, die fiir diese ein hervorragendes LSsungsvermSgen besitzen, die Haut aber nicht permeleren. Der iiugerliche Lipidfilm .der Haut spielr demnach kaum die ent- scheidende Rolle oeiir eine percurane Penetration. Die Korrelation der Penetration mir der WasserlSslichkeit ergibt oftenbar eine weit bessere Beziehung. Verbindungen mit geringer WasserlSslichkeit pe- netrieren gut, z. B. Kohlenwasserstoffe. Andere mir Wasser ,in jedem Verh•.lt- nis mischbare Substanzen durchdringen die Haut oftenbar kaum. Hiervon gibt es nut wenige Ausnahmen, z. B. Dimethylsulfoxid (DMSO). Abbildung 2 Lokalan•isthetische Wirkung nach percutaner Aufnahme yon 2,5 Gew.-ø/0 Lidocain aus ver- schiedenen Zubereitungen. Applikationsdauer (Stdn.) in Klammern. Abszisse: h = Zeit in Stdn. nach Unterbrechung des •iuf•eren Kontaktes. -- Ordinate: x = Faktor der Schmerz- schwellenerhShung.
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