142 JOURNAL OF THE SOCIETY' OF,' COSMETIC CHEMISTS Aufgabe der vorliegenden A•beit war es, neue Mittel mit starker und lang anhaltender Repellentwirkung, guter Hautvertr•iglichkeit, geringer Toxizit•it und vernachl•ssigbarer Weichmacherwirkung zu finden. Es wurde gefunden, daf• bestimmte, am Stickstoff disubstituierte [3-Alaninderivate eine ausgezeich- nete Repellentswirkung gegentiber der Gelbfieberm[icke, Aedes aegypti L., aufweisen. Unsere Aufmerksamkeit wurde auf Alanin und dessen Abk Smmlinge durch zwei bereits vor l•ingerer Zeit erschienene Arbeiten gelenkt (2) (3). In diesen wurde a-Alanin als Stechmticken anlockende Substanz angegeben. Die leichtere pr•iparative Zug•inglichkeit der [3-Alaninderivate war Anlaf•, uns zun•ichst dieser Substanzklasse zuzuwenden. Die untersuchten, am N disubstituierten [3-Alaninderivate werden durch die allgemeine Formel I beschrieben: R• Ra--C /N -- CH• -- CH -- X II o in der R• far einen Alkyl-(C•--C6), gegebenenfalls substituierten Aryl- oder Cycloalkylrest steht, Rs H oder eine Methylgruppe und Rs eine Alkyl-, Aryl- oder Alkoxygruppe mit h/Schstens 8 C-Atomen bedeuten, sowie X for -CN oder -COOR4 steht, wobei R4 einen Alkylrest reit bis zu 6 C-Atomen dar- stellt. Einige der durch die Formel I charakterisierten Substanzen sind in der Literatur bereits bekannt (4). MATERIAL UND .METHODEN Chemische Synthesen Die am N disubstituierten [3-Alaninderivate werden in zwei Reaktions- schritten hergestellt: 1. durch Addition von prim•iren Aminen II, R•NH•, an die reaktive C--C-Doppelbindung von Acryls•iurederivaten III, H•C=C (R•)--X. R•-,R• und X haben die in I angegebene Bedeutung. Die Addi- tionsreaktion wird ohne Zusatz von Verdiinnungsmitteln bei 5 bis 30øC und Normaldruck ausgef[ihrt. Mit bei Raumtemperatur sehr fliichtigen Ami-
NEW INSECT REPELLENT DERIVATIVES 143 nen (R•=CHa, C2H5) wird in einem Dru&gefiit• gearbeitet. Die Reaktions- partner setzen sich bei Wahl eines Molverhiiltnisses von 2:1 zwischen II und III zu Addukten (Zwischenprodukten) IV um: 2 R• -- NH• + H•C = C(R•) -- X II III N -- CH,-- CH(R•) -- X. H IV Bei ungeniigendem Amlniiberschug entstehen neben IV unerwiinschte [2:1 ]-Addukte der Struktur V als Nebenprodukte: III + IV--5 R• -- N / CH.o m CH(R•) m X CHs -- CH(R2) -- X. V Die Isolierung und Aufarbeitung der Zwischenprodukte IV erfolgt nach Verjagen des Amin-Oberschusses durch Desdilation im Vakuum. Unter den Verbindungen IV befinden sich mehrere mit ausgepriigter Repellentwirkung gegeniiber A. aegyoeti L. Wenn man die obige Additionsreaktion mit sekun- diiren Aminen IIa statt reit primiiren ausfiihrt: R• N NH + III--- R• / IIa R• N N CH2 CH(Re) -- X, R• / IVa erhiilt man die Addukte IVa, wovon mehrere gleichfalls eine deutliche Re- pellentwirkung aufweisen. In Tabelle 1 sind einige Addukte der Typen IV und IVa aufgefiihrt, die Repellentaktivitiit aufweisen.
Previous Page Next Page