150 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Tabelle 3 Prtifung der Langzeitwirkung (xxx = voller Mtickenschutz, kein Niederset- zen, xx = partieller Mtickenschutz, hiiufiges Niedersetzen, jedoch keine Stiche) Nr. ge- Wirkung nach mSg Ta- Repellentwirkstoff Stunden belle 2 1 3 5 1 3-(N•-n-'Butyl-N-acetyl)-aminopropionsiiure-iithylester xxx xxx xxx 2 3-(N-Ithyl-N-n-butyryl)-aminopropionsiiure- xxx xxx xxx methylester 3 3-(N-Ithyl-N-acetyl)-aminopropionsiiure-:ithylester xxx xxx xx 5 3-(N-Methyl-N-acetyl)-aminopropionsiiure-n-butylester xxx xxx xxx 11 3-(N-•thyl-N-carbomethoxy)-aminopropion- xxx xxx xxx siiure-iithylester 12 3- (N- Sthyl-N-carbiithoxy)-aminopropion- xxx xxx xxx siiure-iithylester Von den in der Tabelle 2 genannten Verbindungen zeigen demnach nur die Substanzen Nr. 1, 2, 5, 11, 12 und anniihernd auch Nr. 3 eine starke, unter den Versuchsbedingungen dem DEET gleiche Langzeitwirkung gegentiber A. aegypti. Die anderen Substanzen nach Tabelle 2 haben eine geringere Wir- kung. Toxizitiit, Hautvertriiglichkeit Orientierende Vorversuche ergaben ftir die Substanz Nr. 1, Tabellen 2 und 3 besonders niedrige Toxizitiitsdaten daher wurde diese Verbindung einer aus- ftihrlicheren toxikologischen Prtifung unterworfen6). 1. Akute Toxizitiit an Ratten, peroral, LD50 = 14,0 ml/kg, niedrigste toxische Dosis, peroral, --- 10 ml/kg KiSrpergewicht p.o. 2. Lokale Vertriiglichkeit auf der Rtickenhaut (intakt und skarifiziert) des Kaninchens (einmalige Anwendung, Einwirkungsdauer 24 h) 10 ø/o in 50 vol.-ø/0igem wiifirigem Athanol: Substanz wurde reaktionslos vertragen. 3. Akute Toxizitiit bei lokaler Applikation (unverdtinnt) auf 1/10 der KiSrperoberfliiche von Ratten LD50 10,0 ml/kg KiSrpergewicht niedrigste toxische Dosis 6,35 ml/kg KiSrpergewicht. 6 F. Leuschner, Laboratorium ftir Pharmakologie und Toxikologie, 2104 Hamburg 92, Gut- achten (1973--1974).
NEW INSECT REPELLENT DERIVATIVES 151 4. Vertr•iglichkeitspri•oeung an Kaninchen bei 4-w/Schiger peroraler Appli- kation der unverd[innten Substanz: die Dosis von 0,5 ml/kg K/Srpergewicht/ Tag wurde reaktionslos vertragen, niedrigste toxische Dosis zwischen 0,5 und 1,5 ml/kg K/Srpergewicht/Tag. Einwirkung auf Kunststoffgegenstiinde (AnliSse- bzw. AnquellvermiSgen) Ein Kugelschreiber aus Kunststoff und ein 10X10 cm grot•es Stiick einer Kunststoffregenhaut aus Weich-Polyvinylchlorid wurden 6 h in eine 30 vol- ø/0ige Athanol16sung yon 3-(N-Athyl-N-acetyl)-amino-propions•iure•ithylester (Nr. 3, Tabelle 2) gelegt. Als Vergleichssubstanzen dienten, in gleicher Ver- diinnung, DEET und DMP. Substanz Nr. 3 der Tabelle 2 zeigte keine Ein- wirkung auf die Kunststoffgegenst•inde durch DEET und DMP wurden die Kunststoffe angegriffen: ihre Oberfl•ichen waren rauh, klebrig und gequollen. DISKUSSION Die Substanzklasse des Formeltyps I umfat•t eine grot•e Anzahl von Ver- bindungen mit Repellentwirkung gegeniiber A. aegypti. Die wirksamsten Stoffe sind in den Tabellen 2 (Nr. 1--13) und 3 zusammengefagt. Aus Ta- belle 2 ist zu entnehmen, dag der Substanztyp I erhebliche Variationen der Substituenten R•, Ra und X (und in geringem Umfang Re) ertriigt, ohne die Repellenteigenschaften zu verlieren. Die Reste R• und Ra (mit Ra = Alkyl) sind besonders variationsfiihig, wobei mit Alkylketten C•--C4 die normal unverzweigten Reste ein Optimum der Repellentaktiviti/t erbringen. Dies belegt ein Vergleich der Substanzen I und 14 bzw. 15 der Tabelle 2, die sich nur durch den Substituenten Rt unterscheiden. Die unterschiedliche Wirksam- kelt dieser 3 Substanzen mug auf deren str.ukturelle Isomerie zuriickgefiihrt werden, da der Unterschied in ihrer Fliichtigkeit zu vernachliissigen ist. Die Sub- stanz Nr. 10 enthiilt, unter den starken Repellents als einzige einen liingeren Substituenten Ra (2-Athyl-hexyl). Im iibrigen fiihren die Substituenten R• und Ra mit hiSherer Anzahl C-Atome, speziell die cycloaliphatischen oder aromatischen, zu einer starken Abnahme der Insektenabwehrwirkung bzw. zu vi511ig unwirksamen Verbindungen (vgl. die Substanzen Nr. 18 bis 21 in Tabelle 2). Diese sind weniger fiiichtig als die iibrigen aus Tabelle 2 ersicht- lichen Verbindungen und besti/tigen die Beobachtungen yon Johnson et al. (7) und yon Gualtieri et al. (8), wonach Stoffe reit einem Siedepunkt 300 bis 350 ø C be,i Normaldruck im allgemeinen keine ausreichende Repellentwirkung mehr aufweisen.
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