234 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Subjektive Kriterien gepflegte Haut ungepflegte Haut weich anschmiegsam seidiõ sa.mug rein ohne Pickel, Mitesser, Warzen kleinporig keine tiefen Poren etwas geti3nt rosig rosa kiihl strahlt Frische aus gut duoetend sauber unrein l•inzend _ttig schmierig rau lag-gelblich kiisiog wei• schmutzig in den Falten so grau Tabelle 2 Die Aufschliisselung der kosmetischen Mittel, die von Ihrer Gesellschaft 1979 vorgelegt wurde, ist hinreichend bekannt sie wird nachfolgend wiederholt: A, B. Kosmetische Mittel: 1. Zur Hautpflege 2. Zur Haarpflege 3. Zur Zahn- und Mundpflege Kosmetische Mittel reit spezieller Wirkung: Lichtschutz Hautbriiunung Depigmentierung Antiperspirants Desodorants Duftmittel Insektenabwehr Hautunreinheiten Epilierung Depilierung Tabelle 3
BENEFITS AND RISKS OF COSMETICS 235 Der Aspekt der prophylaktischen Gesundheitspflege kommt hier zum Ausdruck, ohne dag damit die kosmetischen Mittel in die Grauzone der Arzneimittel hineinrutschen. Der Begriff Arzneimittel kann erst dann beansprucht werden, wenn eine krankhafte Situation vorliegt. Die Definition des Begriffs Krankheit wird allerdings in der Regel sehr elastisch gehandhabt. Kosmetische Effekte kiSnnen durch spezielle Wirkstoffe ergiinzt, bzw. verstiirkt werden. Auch im Handbuch von Janistyn ist der Begriff der Pharmako-Kosmetik genannt und im kosmetischen Sinne interpretiert. Viele Arbeitskreise, insbesondere der von Kemper und auch mein eigener Arbeitskreis haben den Versuch begonnen, eine Wirkstoffkosmetik im Rahmen des Gesetzes zuzu- lassen, wenn dieser Wirkstoff nur in der Haut seine Funktion ausiibt und keinerlei systemische, also Allgemeinwirkungen erkennen liigt, soweit es sich um direkt stoffliche Auswirkungen handelt. Aus meinem Prolog ist zu entnehmen, dag das Gefiihl des Wohl- befindens eine nicht zu unterschiitzende Allgemeinwirkung auf die gesamte PersiSnlich- keit hat und auch im Rahmen der Krankheitsentwicklung seinen Stellenwert besitzt, insbesondere, wenn es sich um Personen handelt, denen eine gewisse Labilitiit, Streg- bereitschaft, zugeschrieben werden kann. Es ist zweifelsohne ein Verdienst der Arbeitsgruppe Kemper, den Nulleffekt quan- titativ bestimmt und im Tierexperiment als Voraussetzung fiir den Einsatz von Wirk- stoffen systematisch untersucht zu haben. Der Nulleffekt wird als die Dosis verstanden, die sich in pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht auf den Allgemeinorganis- mus in der Analyse der Organfunktionen und der strukturellen Gegebenheiten nicht direkt auswirkt. Ist diese Dosis bekannt und die perkutane Resorption des Wirkstoffs ermittelt, so kann die Chance wahrgenommen werden, ihn im Bereiche der Haut wirk- sam werden zu lassen, ohne dag andere Organsysteme im KiSrper beeinflugt werden. Man sollte eine solche Chance nicht voriibergehen lassen, prim•ir der Haut eine Substanz anzubieten, die dort aufgrund der Applikationssituation direkt oder indirekt maximal wirksam wird und den Gesamtorganismus nicht belastet. Erschwert wird das Ver- stiindnis fiir den Einsatz derartiger Wirkstoffe dadurch - ich denke an die viel diskutierte Frage der Anwendung von Hormonen in Kosmetika -, dag die Zuordnung von Wirk- stoffen, insbesondere bei Vergleich zwischen Arzneimitteln und chemischen Verbin- dungen in unserer Urnwelt einschlieglich der Lebensmittel, manchmal ohne exakte chemische Definition vorgenommen wird. Die Zuordnung zu einer Wirkstoffgruppe ist traditionell ohne Beachtung des heutigen Wissens. Zur Hautpflege und zum Aufbau eines verstiirkten Hautschutzes sind solche Wirkstoffe nicht unbedingt erforderlich. In dem Moment aber, da kosmetische Mittel im Bereich der Geriatrie im Rahmen eines physiologisch unwiderruflichen Vorgangs der Hautalterung eingesetzt werden, wird sicherlich die Frage in der Zukunft hiiufig aufgeworfen werden milssen, ob kosmetische Mittel zur Verwendung kommen oder ob eine klinische Kosmetik mit Einsatz entspre- chender Wirkstoffe iiber die Apotheken sich der Situation annimmt. Es darf auch nicht verschwiegen werden, dag aus der gesamten europiiischen Situation heraus, also inner- halb der europiiischen Kommission fiir kosmetische Erzeugnisse und auch im Europarat keine sichere Obereinstimmung besteht, ob Wirkstoffe zugelassen werden kiSnnen. Diese fehlende Obereinstimmung hat prinzipiell mir dem Thema Benefit und Risk der kosmetischen Mittel nichts zu tun. (Die fehlende l•bereinstimmung liegt auf dem Ge-
Purchased for the exclusive use of nofirst nolast (unknown) From: SCC Media Library & Resource Center (library.scconline.org)























































