OXIDATION DYES 133 zusatz eine blaue Firbung annahm. Wir wiederholten diesen Versuch, ver- wendeten abet als Reaktionspartner das 1.3-Diaminobenzol. Es entstand eine in starker iitherischer Schicht tierrote LSsung, die ebenfalls erst nach Zu- satz yon Wasser eine blaue F•irbung annahm. In Abbildung 2 sei das vermu- tete Reaktionsschema yon Willstitter folgerichtig auf die hier behandelten Reaktionspartner iibertragen: WillstAtler 0900 HH,•j •HH + Chinon- dlimin Leuko- r'• HH+ N •N V.rblndung Chinon- 1.3-Diamino - l• diimin •ol In. In •bbildung 2 Das Chinondiimin kuppelt an der Stelle gr8gter Elektronendi•te mir dem Dimethylanilin bzw. dem 1.3-Diaminobenzol zur L•koverbindung. Beim Dimethylanilin und dem 1.3-Diaminobenzol ist die Stelle gr8gter Elek- tronendi•te die 4-Stellung. Die Leukoverbindung wird yon 6bers•fssigem Chinondiimin aufgrund des Potentialgefilles zum Indoanilinfarbstoff dehy- driert, das Chinondiimin geht bei diesera Prozeg in das 1.4-Diaminobenzol 6ber. Eine kritls•e BetraYtung der Formeln beider Indoanilinfarbstoffe zeigt, dag die Formulie•ng der •inoiden Stoker im Chinondiiminkern ein will- kirli•er Akt ist. Eine verallgemeinerte Formulie•ng wird in Abbildung 3 gezeigt. •bbildung 3
134 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Die beiden aufgefiihrten Grenzformen der Indoanilinfarbstoffe stehen in einer Mesomeriebeziehung zueinander. Sie iiberlagern sich zum Grundzu- stand des Molekills. Beide Kerne nehmen somit partiell an der chinoiden Struktur teil. Die Anteiligkeit wird durch die Wahl der Substituenten be- stimmt, was eine besondere Rolle spielt. Da es sich in beiden F•illen um nichtionische Farbstoffe handelt und somit auch kein ionogener Chromophor enthalten sein kann, bleibt die augerge- w•3hnlich tiefe Farbigkeit der Verbindungen unerkl•irlich. Es bestanden des- halb erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Formulierung. Bei der Dar- stellung der K•3rper aus dem Chinondiimin und den Kupplungskomponenten hat es sich bereits gezeigt, dag die Farbstoffe nur in Gegenwart yon Wasser eine blaue Farbe annehmen. Die enorme Farb•inderung schliet•t einen Solva- tochromie-Effekt aus. Die Farbstoffe miit•ten tiefergreifend in ihrer Struktur ver•indert worden sein. Unsere Hypothese zur Erkl•irung des Ph•/nomens nahm die Verhaltensweise des Guanidins zum Muster (Abbildung 4). [ NH2 ] Guanidin •"•J L ' •h•le• Grin Abbildung 4 W•hrend normalerweise, wie z. B. beim Anilin, die •asizit•t dur& Meso- roetie vermindeft wird, wird in den aufgef•hrten F•llen die Basizit•t be- tr•&tli& erh•ht, da die Kationen dur& die freiwerdende Mesomerie-Anergie stabilisiert wetden. Gesteigerter Valenzausglei& •hrt abet bei Farbstoffen zu e•ner batho&romen Vers&iebung der Stelle maximalet Absorption im si&tbaren Berei&. Wenn diese Ans&auung ri&tig ist, m•ssen die aufge•hr- ten Farbstoffe dem Binds&edlers&en G•n als G•ndk•rper zugeordnet
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