344 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS ist yon der h6chsten Bedeutung. Vollst/indig aseptische Bedingungen bei der Handhabung sind selten erreichbar, sodass 7Konservierungsmittel dem Endprodukt m6glicherweise zugesetzt werden mfissen. Darfiber hinaus werden Antioxydantien ben6tigt, um oxidative Ver/inderungen besonderer Inhaltsstoffe zu verhindern. Zur Verhfitung einer Verunreinigung oder Zersetzung yon Cremes und Emulsionen werden diese zweckm/iBig in vollst/indig geftillten Tuben (Metall oder Kunststoff) abgegeben, in denen sie besser geschfitzt sind, als in offenen Dosen oder Flaschen. Gruppe C Konservierungsmittel: 1) Benzoes/iure (0,2 bis 0,3%) ist in Zahnpasten unter- halb pH 6 wirksam. Bei h6heren pH Werten ist Glycerin (wenigstens 50% in der w/issrigen Phase) geeignet. 2) Ester der 4-Hydroxybenzoes•iure sind bis zu 1,5% duldbar. Sie sind indessen vergleichsweise weniger wirksam, besonders in Pfiiparaten mit pH fiber 7. Antioxydantien: Tokopherol, Ascorbins•iure und iso-Ascorbins•ture sind duldbar, ferner in begrenzter Konzentration: Butyl-hydroxyanisol, Butyl- hydroxytoluol und Gallate. Gruppe C.-Ext. 1) Chlorierte Phenole sollen zwar in einer Konzentration yon 0,25% wirksam sein, jedoch ist ihre Vertr/iglichkeit zweifelhaft. 2) Formaldehyd ist in Konzentrationen bis 0,05% duldbar und wirksam. Einige Verbindungen, die Formaldehyd abspalten, wie Paraformaldehyd und 1-Hydroxymethyl-5,5'-dimethylhydantoin k6nnen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Der zul•issige Gehalt ffir jede Verbindung muss kontrolliert werden, sodass die Konzentration yon freigesetztem Formaldehyd nicht fiber 0,05% hinausgeht. Gruppe C.-W.R Phenyl-Quecksilber Salze sind ausschlieBlich in Kopfwaschmitteln und nur bis zu festgesetzten H6chstgrenzen vorl/iufig duldbar. Das Etikett soll die Vorschrift enthalten, sorgf•iltig nachzusptilen. Farbstoffe Die einzigen, zur Zeit in Gruppe C voll duldbaren Farbstoffe sind die zugelassenen Lebensmittelfarbstoffe, jedoch mfissen viele andere, die fiir
DIE VERH/JTUNG CHRONISCH-TOXISCHER GEFAHREN VON KOSMETIKA 345 Lippenstifte ben6tigt werden, vorl•iufig geduldet werden. Die anderen, fiir den ben6tigten F/irbungsbereich als unentbehrlich angesehenen Farbstoffe miissen innerhalb yon 5 Jahren pharmakologisch gepriift werden. Fiir Zahnpflegemittel (einschliesslich Zahnpasta) sollen nur Lebens- mittelfarbstoffe sowie als Provisorium auch Indanthrenbrillantrosa R, (Rose Helindone, C.I. 73 360) und Alizarin (C.I. 58 000) zugelassen werden. In bestimmten F•illen, z.B. bei Fluorescein-Farbstoffen miissen Be- schr/inkungen sowohl far die Anwendung als auch fiir die verwendeten Konzentrationen vorgesehen werden. Fiir die Gruppen C.-Ext. und C.-W.R sind keine positiven Listen der duldbaren Farbstoffe erforderlich, vielmehr werden nur negative Listen empfohlen. Die Hersteller k6nnen daher in eigener Verantwortlichkeit far diese Zwecke alle zur Verfiigung stehenden Farbstoffe anwenden mir Ausnahme der in der negativen Liste enthaltenen. Oberfiiichenaktive Stoffe Dies sind langkettige, amphophile Verbindungen, die die Oberfl/ichen- spannung herabsetzen. Zu ihnen geh6ren: anionische Substanzen, die far Reinigungszwecke und als Emulgatoren gebraucht werden nicht ionisierte und amphotere Substanzen, haupts/ichlich gebraucht als Emulgatoren in Cremes und Lotionen sowie kationische Verbindungen mit antibakteriellen Eigenschaften. Chronische Tierversuche sowohl bei oraler Gabe als auch bei Anwendung auf der Haut, die mit einem GroBteil der anionischen Detergentien, darunter Seifen, Alkylsulfate, Alkylbenzolsulfonate, Alkyl-glycerin/ither-sulfonate, Lauryl-trioxy/ithylen-sulfate und Alkyl-benzol•ither sulfonate durchgefiihrt wurden, haben bei diesen Substanzen das Fehlen chronischer Giftwirkungen einschlieBlich der carcinogenen Wirkung gezeigt. •hnliche Priifungen wurden auch mit bestimmten nicht ionischen, als Emulgatoren verwendeten Benetzungsmitteln durchgefiihrt. Sie haben bei oraler Gabe in verniinftigen Dosiertmgen keine giftigen Eigenschaften gezeigt. Bei lokaler Anwendung wurde indessen bei einigen dieser Sub- stanzen gefunden, dass sie nach vorangegangener Einwirkung einer krebs- aus16senden Substanz die Entwicklung yon Tumoren bei M•iusen und Kanin- chen f6rdern. Da aber /ihnliche Ergebnisse auch mit Natrium-stearat erhalten wurden, ist eine bessere Kenntnis der Bedeutung solcher Versuche und ihre Erweiterung unter Einbeziehung einer gr6sseren Zahl yon ober- fl/ichenaktiven Substanzen notwendig. Der 5. Bericht des ,,Joint Expert Committee in der FAO/WHO" mit dem Titel: ,,Beurteilung der krebs- erzeugenden Gefahren yon Lebensmittelzus/itzen" stellt fest: ,,Es wurde gezeigt, dab die Krebsentstehung unter bestimmten experimentellen 6
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