310 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS MATHEMATISCH-STATISTISCHE METHODIK Bei der statistischen Auswertung der PMA-VeE/nderungen wurde das 7• 2-Veroeahren angewandt. Es wurde geprtioet, ob zwischen den oberfl•chenaktiven Substanzen ein- schlieBlich Placebo (H20) untereinander, als auch zwischen den oberft•ichen- aktiven Stoffen insgesamt und dem Placebo Unterschiede nachweisbar waren (Tat•. // und //I). Zur allgemeinen statistischen Auswertung der durch- schnitdichen prozentualen Tfipfelzahlver•nderung (Tfipfelzunahme bzw. -abnahme) wurde der H-Test yon Kruskal-Wallis herangezogen. Wo die Irrtumswahrscheinlichkeit zwischen 1% und 5ø/0 (1ø/0 G P 5%) lag, wurde ein Ergebnis als staffstisch ,,auff211ig", wo die Irrtumswahrschein- lichkeit kleiner als 1% (P 1%) war, als statistisch gesichert oder signifikant angesehen. ERGEBNIS UND DISKUSSION Die Ver•inderung von Papille, marginaler und attached Gingiva dutch grenzfi•ichenaktive Stoffe in Handelsware zeigen substanz- und konzentra- tionsabh2ngige Entziindungsgrade. Die gingivale Entziindung dieset drei Abschnitte reicht von leichter R6tung tiber die 6demat6se Schwellung und spontane Blutung bis zur Ulzeration. Das Ergebnis gleicht dem frtiherer Resultate (Matrig und J•iger (1943), Rebel (1954), Mtinch (1955/1962), Hartlmaier (1958/1964), Bossard (zuletzt 1966) und Roigk (1961)). Ftir die verwendeten Mengen oberfl2chenaktiver Substanzen in Zahnpasten wird eine Grenze von ,1% bis 3%" (Salzmann (1958)), ,1,2% bis 1,5%" (Wannenmacher (1961)), ,,bis 30/0" (Riethe (1967)) angegeben. Wenn das mitgepriifte Fetts•iure-EiweiBkondensat bei einer Konzentration von 35% ,,entziindungsfreie" P- oder M-Einheiten ftir die Dauer der Einwirkung zeigt, erscheint eine L)berpriifung der Konzentrationsgrenze notwendig. W•ihrend in der ersten Versuchsreihe beim Vergleich der oberfi•ichenakti- ven Stoffe und Placebo (H20) untereinander statistisch gesicherte Unter- schiede (P •_ 1%) und beim Vergleich der Substanzen insgesamt gegen Placebo statistisch auff/illige Unterschiede (1% = P = 5%) nachweisbar waren, 1/iBt die statistische Auswertung des zweiten Versuchs die Aussage zu, dab sowohl zwischen den einzelnen Substanzen und Placebo, als auch zwischen der Ge- samtheir der Stoffe gegeniiber Wasset signifikante Unterschiede (P = 1%) bestehen. Das heiBt, dab die ,,normale" intakte Gingiva nach Behandlung reit ober- fi•ichenaktiven Verbindungen in Handelsware (mir einer Ausnahme) fiir die Dauer der Untersuchung Entztindungen verschiedenen Grades an den PMA-
ATTACHED GINGIVA 311 Tabelle II Entztindungszunahme, -abnahme und unveriindert gebliebene PMA-Einheiten. 14-Tage-Versuch an 80 Probanded, deren Papille, marginale und attached Gingiva mir oberfi•ichenaktiven Sub- stanzen und Wasset 2 x tiigl. behandelt wurden. PMA Abnahme Zunahme oder Summe unveriindert 1. Sulfobemsteinsiiurehalbester 6 4 2. Na-Salze der Kondensationsprodukte aus gesiittigten Fetts•iuren mittlerer Kettenl•inge mir Oxyiithansulfosiiure 4 6 3. Fett s•iure-EiweiBkondensat 0 10 4. Leerversuch mir Wasset 0 10 10 10 10 Summe 10 30 40 Z2- - 14,39 (P :• 1%) Gesamtheit von 1, 2 und 3 10 20 30 PLACEBO (H20) 0 10 10 Summe 10 30 40 Z 2=4,44 (1% •P•5%) Tabelle III Entztindungszunahme, -abnahme und unveriindert gebliebene PMA-Einheiten. 14-Tage-Versuch an 80 Probanded, deren Papille, marginale und attached Gingiva mir oberfliichenaktiven Sub- stanzen und Wasset 2 x tiigl. behandelt wurden. PMA Zunahme Abnahme oder unver•indert 1. Na-lauroylsarcosinat 2. Na-laurylsulfat 3. Na-alkylsulfoacetat 4. PLACEBO (H20) 8 2 10 9 1 10 5 5 10 0 10 10 22 18 40 Z•'= 19,80 (P -• 1%) Gesamtheit von 1, 2 und 3 PLACEBO 22 8 30 0 10 10 22 t8 40 16,29 (P • 1%)
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