1. Soc. Cosmet. Chem., 27, 141-153 (March 1976) Neue Insektenabwehrmittel- am Sti&stoff disubstituierte tg-Alaninderivate MANFRED KLIER •) und FRIEDRICH KUHLOW -•) Synopsis -- New insect Repellents Derivatives of N-disubstituted [3-Alanine. -- A number of derivatives of N-disubstituted fl-alanine were synthesized. Among them several N-ALKYL ESTERS of 3-(N-n-ALKYL-N-ACYL) AMINOPROPIONIC ACID and of 3-(N-n-ALKYL- N-CARBALKOXY)AMINOPROPIONIC acid effectively repelled AEDES AEGYPTI MOSQUITOES from HUMAN SKIN to an extent equal to that of N,N-DIETHYLTOLU- AMIDE. An OLFACTOMETER, which permitted simple, efficient, and rapid evaluation, was developed for preliminary screening of repellency. The correlation between repellency of the synthesized compounds and their volatility and their molecular structure was studied. One compound, ETHYL 3-(N-n-BUTYL-N-ACETYL)AMINOPROPIONATE, is par- ticularly noteworthy it exhibits high mosquito repellency, possesses extremely low toxicity towards warm blooded animals, and is well tolerated by human skin. Wirkstoffe zur Abwehr stechender, blutsaugender oder sonst l•istiger In- sekten, sog. Repellents, haben eine bedeutende kosmetische, gesundheitliche und hygienische Funktion zu erftillen. Bekannte und bereits seit l•ingerer Zeit im Gebrauch befindliche Repellents sind z. B. Dimethylphthalat, 2-Athyl- hexadiol-(1,3) und m-Toluyls•iure-N, N-di•ithylamid. Ein Nachteil der be- kannten Repellents ist deren Weichmacherwirkung gegentiber Kunststoffen, f•rner ihre off'ungentigende Haut- und Schleimhautvertr•iglichkeit. Dr. Manfred Klier, Beiersdorf AG, D-2 Hamburg, Unnastrat•e 48. Prof. Dr. Friedrich Kuhlow, Bernhard-Nocht-Institut fiJr Schiffs- und Tropenkrankheiten, D-2 Hambur• 4, Bernhard-Nocht-Stratge 74. 141
142 JOURNAL OF THE SOCIETY' OF,' COSMETIC CHEMISTS Aufgabe der vorliegenden A•beit war es, neue Mittel mit starker und lang anhaltender Repellentwirkung, guter Hautvertr•iglichkeit, geringer Toxizit•it und vernachl•ssigbarer Weichmacherwirkung zu finden. Es wurde gefunden, daf• bestimmte, am Stickstoff disubstituierte [3-Alaninderivate eine ausgezeich- nete Repellentswirkung gegentiber der Gelbfieberm[icke, Aedes aegypti L., aufweisen. Unsere Aufmerksamkeit wurde auf Alanin und dessen Abk Smmlinge durch zwei bereits vor l•ingerer Zeit erschienene Arbeiten gelenkt (2) (3). In diesen wurde a-Alanin als Stechmticken anlockende Substanz angegeben. Die leichtere pr•iparative Zug•inglichkeit der [3-Alaninderivate war Anlaf•, uns zun•ichst dieser Substanzklasse zuzuwenden. Die untersuchten, am N disubstituierten [3-Alaninderivate werden durch die allgemeine Formel I beschrieben: R• Ra--C /N -- CH• -- CH -- X II o in der R• far einen Alkyl-(C•--C6), gegebenenfalls substituierten Aryl- oder Cycloalkylrest steht, Rs H oder eine Methylgruppe und Rs eine Alkyl-, Aryl- oder Alkoxygruppe mit h/Schstens 8 C-Atomen bedeuten, sowie X for -CN oder -COOR4 steht, wobei R4 einen Alkylrest reit bis zu 6 C-Atomen dar- stellt. Einige der durch die Formel I charakterisierten Substanzen sind in der Literatur bereits bekannt (4). MATERIAL UND .METHODEN Chemische Synthesen Die am N disubstituierten [3-Alaninderivate werden in zwei Reaktions- schritten hergestellt: 1. durch Addition von prim•iren Aminen II, R•NH•, an die reaktive C--C-Doppelbindung von Acryls•iurederivaten III, H•C=C (R•)--X. R•-,R• und X haben die in I angegebene Bedeutung. Die Addi- tionsreaktion wird ohne Zusatz von Verdiinnungsmitteln bei 5 bis 30øC und Normaldruck ausgef[ihrt. Mit bei Raumtemperatur sehr fliichtigen Ami-
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