NEW INSECT REPELLENT DERIVATIVES 151 4. Vertr•iglichkeitspri•oeung an Kaninchen bei 4-w/Schiger peroraler Appli- kation der unverd[innten Substanz: die Dosis von 0,5 ml/kg K/Srpergewicht/ Tag wurde reaktionslos vertragen, niedrigste toxische Dosis zwischen 0,5 und 1,5 ml/kg K/Srpergewicht/Tag. Einwirkung auf Kunststoffgegenstiinde (AnliSse- bzw. AnquellvermiSgen) Ein Kugelschreiber aus Kunststoff und ein 10X10 cm grot•es Stiick einer Kunststoffregenhaut aus Weich-Polyvinylchlorid wurden 6 h in eine 30 vol- ø/0ige Athanol16sung yon 3-(N-Athyl-N-acetyl)-amino-propions•iure•ithylester (Nr. 3, Tabelle 2) gelegt. Als Vergleichssubstanzen dienten, in gleicher Ver- diinnung, DEET und DMP. Substanz Nr. 3 der Tabelle 2 zeigte keine Ein- wirkung auf die Kunststoffgegenst•inde durch DEET und DMP wurden die Kunststoffe angegriffen: ihre Oberfl•ichen waren rauh, klebrig und gequollen. DISKUSSION Die Substanzklasse des Formeltyps I umfat•t eine grot•e Anzahl von Ver- bindungen mit Repellentwirkung gegeniiber A. aegypti. Die wirksamsten Stoffe sind in den Tabellen 2 (Nr. 1--13) und 3 zusammengefagt. Aus Ta- belle 2 ist zu entnehmen, dag der Substanztyp I erhebliche Variationen der Substituenten R•, Ra und X (und in geringem Umfang Re) ertriigt, ohne die Repellenteigenschaften zu verlieren. Die Reste R• und Ra (mit Ra = Alkyl) sind besonders variationsfiihig, wobei mit Alkylketten C•--C4 die normal unverzweigten Reste ein Optimum der Repellentaktiviti/t erbringen. Dies belegt ein Vergleich der Substanzen I und 14 bzw. 15 der Tabelle 2, die sich nur durch den Substituenten Rt unterscheiden. Die unterschiedliche Wirksam- kelt dieser 3 Substanzen mug auf deren str.ukturelle Isomerie zuriickgefiihrt werden, da der Unterschied in ihrer Fliichtigkeit zu vernachliissigen ist. Die Sub- stanz Nr. 10 enthiilt, unter den starken Repellents als einzige einen liingeren Substituenten Ra (2-Athyl-hexyl). Im iibrigen fiihren die Substituenten R• und Ra mit hiSherer Anzahl C-Atome, speziell die cycloaliphatischen oder aromatischen, zu einer starken Abnahme der Insektenabwehrwirkung bzw. zu vi511ig unwirksamen Verbindungen (vgl. die Substanzen Nr. 18 bis 21 in Tabelle 2). Diese sind weniger fiiichtig als die iibrigen aus Tabelle 2 ersicht- lichen Verbindungen und besti/tigen die Beobachtungen yon Johnson et al. (7) und yon Gualtieri et al. (8), wonach Stoffe reit einem Siedepunkt 300 bis 350 ø C be,i Normaldruck im allgemeinen keine ausreichende Repellentwirkung mehr aufweisen.
152 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Es besteht eine interessante Struktur-Repellent-Wirkungsbeziehung bei am Stickstoff m o n o substituierten Verbindungen der F0rmel Iund IV. In der Verbindung Nr. 2 der Tabelle 1 und in der Verbindung Nr. 16 der Tabelte 2: n -- Call7 N N -- CHs -- CHs -- COOCall5 H / Nr. 2, Tabelle 1 Kp0,2 60--62 ø C H NN -- CH2 -- CH2 -- COOCoil5 n -- Call7 -- C / ' o Nr. 16, Tabelle 2 Kp0a 114 ø C sind R• = n-Propyl, Ra = H und R•' = H, Ra = n-Propyl Rs = H und X = COOC-,Ha sind gleich. Die Substanz Nr. 16, Tabelle 2, hat zwar einen h6heren Siedepunkt als Nr. 2, Tabelle 1 dieser liegt aber noch innerhalb des Siedebereichs wirksamer Verbindungen (Tabelle 2). Da es uns nicht gelungen ist, bei anderen, analog Nr. 16, Tabelle 2 strukturierten Verbindungen (z. B. Nr. 17, Tabelle 2) eine Repellentwirkung nachzuweisen, liegt die Vermutung nahe, daf• die Alkylaminofunktion eine notwendige Bedingung fiir die Re- pellentwirkung des Substanztyps I darstellt, die allerdings durch die N-Acyl- funktion (Ra-CO-N-) verstiirkt wird, vgl. die allgemein stiirkere Wirkung des Substanztyps,I gegeniiber Typ IV bzw. IVa. Der Einfiuf• des Substituenten R• (= H oder CHa) auf den Repellent- eigenschaften der Verbindt•ngen der Formel Iist weniger stark ausgepriigt allerdings sind unter den stiirksten Repellents in Tabelle 3 keine Substanzen mit R., = CHa vertreten. Ahnlich ist der Einfiuf• ,des Substituenten X. In Tabelle 2 findet sich nur eine itark insektenabwehrende Substanz mit der Nitrilgruppe (X = CN, Nr. 13), in Tabelle 3 tritt diese nicht auf. Hat X die Bedeutung COOR4, liegt das Optimum der Wirksamkeit bei Verbindungen mit R• = Methyl bis n-Butyl.
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