j. Soc. Cosmetic Chemists 16 275-299 (1965) M/Sglichkeiten zur Behandlung und Prophylaxe der Hautalterung H. TRONNIER* [f orgetragen am 10. •4pril 1964 in Darmstadt Synopsis--Potential treatment and prophylaxis of aging of skin. The known changes with age of the epidermis, the cutis, the total dermis, and its appendages are reviewed. With regard to com- ponents responsible for the aging of skin, it is notcd that the slow increase in the large number of changes taking place makes any specific assignment of responsibility for aging changes very difficult. The need for modifications in skin care with increasing age are briefly sketched, and effective ingredients (Vitamines A & E, essential fatty acids, placenta, royal jelly, estrogens, pregnenolone etc.) are discussed. Basically, age changes can be influenced by hydration of the epidermis, by influencing keratinizatJon and (indirectly) by an increase in blood circulation. Die Frage nach den M6glichkeiten zur Behandlung und Prophylaxe von Altersverinderungen der Haut ist ebenso berechtigt und naheliegend wie die Beantwortung schwierig und undankbar. Man kann deshalb keine Patent- 16sungen erwarten, und es wetden in der vorliegenden Arbeit im wesent- lichen die Kriterien der Altersverinderungen der Haut dargestellt und allen- falls einige Hinweise auf eine vielleicht erfolgversprechende Behandlung oder Priparate-Entwicklung gegeben. Einem guten Beobachter sind die klassischen Zeichen der Altershaut durchaus geliufig, soweit sie makroskopisch sichtbar wetden. Bedingt sind sie dutch eine ganze Reihe von morphologischen und funktionellen Ver- 2nderungen in der Haut, die jetzt kurz beschrieben wetden. Einer schematischen Darstellung der in der Literatur aufgeffihrten Befunde fiber die mir zunehmendem Alter sich 2ndernde Zusammensetzung der Haut und ihrer Bestan&die sowie ihrer Funktion stellen sich abet die oft nicht einheitlichen Ergebnisse der einzelnen Untersucher entgegen. So berichten z.B. einige Autoten, dab im Alter das strat. granulosum der Epidermis verschwunden sei (Ronchese (31)), andere finden es nut verschmilert (Evans, Cowdry und Nielson (9)) oder unverindert (Ejiri (8)), schlieBlich wird sogar * Universit•its-Hautklinik Ttibingen (Ditektot: Prof. Dr. med. W. Schneider). 275
276 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS eine Verbreiterung beschrieben (Hill und Montgommery (16)). Trotzdem soll versucht wetden, eine gewisse Systematik in die nachweisbaren Alters- ver•inderungen zu bringen, wobei im wesentlichen die Darstellung yon Wagner (53) als Quelle diehen soll. In der Tab. I sind die Altersver•inderungen der Epidermis zusammenge- stellt. Tabelk Altersveriinderungen der Epidermis Art Richtung [ Bemerkungen Dicke (gesamt) strat. basale -- strat. spinos. strat. comeum oder Zellgr6Be Mitochondrien-Zahl Kcratohyalin-Gran. (Zahl) Reteleiste Mineralgehalt =: oder Fettgehalt -- Melanocyten - Pigmentstoffwechsel Mitoseaktivitiit = (oder Lebensdauer der Zelle Verhornu.ng pH-Wert d. Oberfiiiche Siiureneutralisation Alkalineutralisation Zeichenerkliirung: Verminderung, Abnahme keine Veriinderung Vermehrung, Zunahme Zunahme bis 30. Lebensjahr Verschiebung innerhalb der Epidermis sudanophile Granula bis 40. Lebensjahr ansteigend Mir Ausnahmc der Zonen apokriner Drfisen variable fi•nderungen unsicherc Befundc Die Gesamtdicke nimmt nach einem etwa mir dem 30. Lebensjahr erreich- ten maximalen Weft kontinuierlich ab, wobei das strat. basale oftenbar nicht betroffen ist. Auch das strat. corneum bleibt unver•indert oder erf•ihrt sogar eine geringe Verdickung, sicher nicht dutch eine vermehrte Keratinbildung bedingt, sondern auf einer verminderten Abschilferung beruhend. Zum strat. granulosum sind die Befunde, wie bereits erw•ihnt, sehr uneinheitlich, w•ihrend fiir das strat. spinosum eher eine Dickenabnahme wahrscheinlich ist. Die Zellgr6Be vermindeft sich, ebenso die Zahl der Mitochondrien, dagegen sind die Keratohyalin-Granula im strat. granulosum vermehrt. Die Rete- leiste fiacht sich ab und kann im hohen Alter vollst•tndig verstrichen sein. Der Mineralgehalt der Epidermis bleibt woNim ganzen konstant, j edoch kommt es innerhalb der Epidermis zu Verschiebungen, wie sich in Veraschungs- versuchen an der Farbe der Asche zeigen lieB. Der Fettgehalt - gemeint sind
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