WIRKUNG DER WASSERDAMPFAUFNAHME 257 4.5 0.5 %o6• \ 2_ 4 6 8 10 12 14 16 18 Feuchtigkeitsgehalt in % EinfluB yon hydrophober SiO 2 (Ftillstoff R 972) auf die Wasseraufnahme. gelagert. Die Gewichtszunahme wurde nach verschiedenen Zeitintervallen bestimmt, bis das Feuchtigkeitsgleichgewicht erreicht war. Die Menge auf- genommenen Wasserdampfes in g pro 100 g pro Stunde wurde grafisch dar- geste]lt gegen den Feuchtigkeitsgehalt (•lbb. 6). ERGEBNISSE UND DISKUSSION Aus .4bb. 1 sehen wit, dab Maissfftrke an Gewicht zunimmt, wenn sie bei verschiedener Feuchtigkeit gelagert wird. Das Feuchtigkeitsgleichgewicht liegt bei einer relativen Luftfeuchtigkeit yon 95 % bei 22 %. Der Vorgang der Wasserdampfaufnahme ist wie folgt zu erkl•iren: 1. Das Eindringen des Wasserdampfes in die St•irkek6rner auf Grund ihrer por6sen Natur.
258 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS 2. Teilweise Adsorption von Wasserdampf an der Oberfliche der Stirke- k•Srner. Es ist bekannt, dab das Stiirkekorn aus mehreren Schichten aufgebaut ist, in welchem Amylose- und Amylopektinmolektile in einer netzartigen Struk- tur zusammengehalten wetden. Unter dem EinfluB der Feuchtigkeit entsteht dutch den Wasserdampf eine Kapillarkondensation in den St2rkek•Srnern. Die Netzstruktur im Amylopektinanteil beginnt sich zu dehnen, w2hrend die Amylose dazu tibergeht, einen osmotischen Druck auszutiben. Als Ergeb- his dieses Vorgangs quellen die St2rkek•Srner auf. Durch das Aufquellen wird das Packungsvolumen erh•Sht (•bb. 2), die Teilchengr•SBenverteilung ver- indert (•lbb. 5') und der mittlere Teilchenmesser indirekt erh•Sht (Tab. I). Betrachtet man den absorbierten Wasserdampf, so ist klar zu sehen, dab ein extrem dtinner Film auf der Oberfiiche der St2rkek•Srner gebildet wird. Dieset Film beeinfiuBt die Reibungseigenschaften des Materials (•bb. 4). Aus •bb. 2 ersieht man, dab sich das Volumen bei dichter Packung mit Erh•Shung des Feuchtigkeitsgehaltes erh•Sht. Die maximale Puderbettaus- dehnung war bei 20 % Feuchtigkeitsgehalt erreicht. Ober dieser Grenze tritt keine Volumen2nderung mehr ein, denn die St2rkek•Srner haben ihre maxi- male Quellfihigkeit erreicht. Die Erh•Shung des Volumens unter diesen Bedingungen betrug 43,6 % (Tab. I). Aus •4bb. 5' und Tab. I erkennt man, dab unter dem EinfluB von 95 % rel. Feuchtigkeit die Teilchengr•SBenverteilung ver2ndert wurde, indem der mittlere Teilchendurchmesser erh•Sht wurde (von 14,5 auf 18/0. Diese Er- h•Shung entspricht theoretisch einer Erh•Shung des wahren Volumens von 91,3 %. Diese Daten zeigen, dab die Erh•Shung des Schiittvolumens (bulk volume) nicht parallel geht mit der theoretischen Erh•Shung des wahren Volumens. Der Unterschied kann dem EinfiuB des adsorbierten Wasser- dampfes auf der Oberfi2che der K•Srner zugeschrieben werden. Der adsor- bierte Dampffilm erh•Sht die Adh2sionskr2fte zwischen den Teilchen. Folg- lich wird der Leerraum verringert, und daraus folgt eine teilweise Verringe- rung des Schiittvolumens. Aus diesem Grunde kann gefolgert werden, dab es zwei gegensitzliche Kr2fte gibt: Das Quellen ftihrt zur Ausdehnung des Puderbettes, und die Adh2sionskr2fte ftihren zur Verringerung der Porosit•t des Puderbettes. •bb. 4 zeigt den EinfiuB des Feuchtigkeitsgehaltes auf die FlieBeigen- schaften der Maisst2rke. Der interpartikul•ire Raum wird deutlich erh•Sht bei Erh•Shung des Feuchtigkeitsgehaltes. Bei 20ø,,/0 Feuchtigkeitsgehalt ist der maximale interpartikulire Raum erreicht. Ober diesem Wert war keine _•n- derung der FlieBeigenschaften mehr festzustellen. Dieses Verhalten kann
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