WIRKUNG DER WASSERDAMPFAUFNAHME 259 bedingt sein dutch den adsorbierten Wasserdampffilm, der dazu ftihrt, dab die Teilchen aneinander haften und so die Adh•isivkr2fte zwischen den einzelnen K•Srnern verst•irkt wetden. Die AdNision der einzelnen K•Smer erreicht ihr Maximum bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 20 %. WIRKUNG DER HYDROPHOBEN KIESEI, SXURE AUF DIE TEILCHENEIGENSCHAFTEN DER MAISSTXRKE Dutch die Zugabe geringer Mengen hydrophober Kieselsgure zur Mais- st2rke wurde eine bemerkenswerte Anderung der Teilcheneigenschaften der Maisstgrke sowohl in trockenem als auch in feuchtem Zustand erzielt. Betrachtet man das Schtittvolumen der trockenen Stgrke, so ist festzu- stellen, dab sich das Volumen bei dichter Packung (Stampfvolumen) bei Erh6hung der Konzentration der hydrophoben Kiesels•iure bis zu einem optJmalen Weft von 0,5% (•bb. 3) verringert. Die Wirkung kolloidaler Kiesels2ure (AEROSIL ©) auf die Packungseigenschaften von Pudern ist von Tawashi untersucht worden (6). In dieset Arbeit wurde festgestellt, dab die Verringerung des Schtittvolumens auf die Verringerung der Porosit2t des Puderbettes zurtickzuftihren ist. Die Porosit•itsverringerung wurde der Tatsache zugeschrieben, dab AEROSIL © eine monopartiku12re Schicht auf den Einzelteilen bildet, die die Teilchen g12ttet und dadurch die Brticken- und Bogenbildung innerhalb der Packung verringert. Der Puder erreicht sein Mindestschtittvolumen, wenn die AEROSIL%Konzentration ausreichend ist zur Ausbildung eines monopartikul•iren Films. In dieset Beziehung vet- hilt sich die hydrophobe Kiesels•iure ebenso wie AEROSIL% und die Kon- zentration yon 0,5 % stellt die kritische Konzentration dar, die den geschlos- senen monopartikul•iren Film bildet. Mit feuchter Stiirke ergab sich dasselbe Bild, abet das Schfittvolumen war bei jeder Konzentration an hydrophober SiOn. gr6Ber als das entsprechende Schtittvolumen von trockener St/irke (•4bb. 3). •4bb. 4 zeigt, dab der Feuchtigkeitsgehalt die Reibungseigenschaften yon Maisst•irke erh•Sht. Dutch die Zugabe yon geringen Mengen hydrophober Kiesels•iure wird jedoch die interpartikuFire Reibung bedeutend verringert. Mir 0,5 •0 wurde die interpartikuFire Reibung auf einen bestimmten Weft verringert, der bei allen Feuchtigkeitsgehalten konstant blieb. Das bedeutet, dab das mir 0,5 % hydrophober Kiesels•iure erzielte System einen bestimmten FlieBzustand darstellt, der unabNingig yore Feuchtigkeitsgehalt ist. Dieses Verhalten ist nicht tiberraschend, denn 0,5 % stellen die optimale Konzen- tration dar, die n&ig ist, um einen monopartikul•iren Film um die einzelnen St•irketeilchen zu legen. Die interpartikuFire Reibung mir 0,5 % stellt eigent-
260 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS lich die Reibungseigenschaften von hydrophoben Kiesels•iureteilchen dar start derjenigen von St•irketeilchen. Die Priifung der Wirkung von hydrophober Kiesels•iure auoe die Wasser- dampfaufnahme ergab folgendes: 1. Die angenommene monopartikul•ire Schicht verhiitet nicht den Zugang des Wasserdampfes zu den St•irkek6rnern. Mit anderen Worten, die G ewichtszunahme dutch Wasserdampfaufnahrne war dieselbe sowohl mit als auch ohne Zusatz von hydrophober Kiesels•iure. Folglich war die Quellf•ihigkeit in belden F•illen dieselbe. 2. Hydrophobe Kiesels•iure verringert die Wasserdampfaufnahme in den ersten wenigen Stunden. Danach liefen die aufgenommenen Wasserdampf- mengen in belden F•illen parallel bis zur Erreichung des Feuchtigkeits- gleichgewichtes. Diese Verz6gerung diirfte bedingt sein dutch die Eigen- schaft der hydrophoben Kiesels•iure, die Porosit•it des Puderbettes zu verringern. Daraus ist zu schlieBen, dab das Eindringen des Wasserdampfes zwar verz6gert, abet nicht verhindert wird. Dies wiirde gegebenenfalls die Eignung der hydrophoben Kiesels•iure als Hilfsmittel bei der Her- stellun g von Medikamenten mit ve• z6gerter Wirkstoffabgabe bedeuten. ZUSAMMENFASSUNG Das Schtittvolumen, die Reibungseigenschaften und die Teilchengr6Ben- ve•teilung von Maisst•irke werden stark beeinfluBt durch die Feuchtigkeit. Durch die Zugabe von hydrophober Kiesels•iure zu Maisst•irke wurde die Wasserdampfaufnahrne nicht verhindert, aber verz6gert. Intensives Mischen von Maisstiirke mir 0,5 •/o hydrophober KJeselsiiure verringert die interparti- kul•ire Reibung auf einen bestimmten Wert, der bei allen Feuchtigkeitsgehal- ten gleich bleibt. (Ei,•geoeaage,: 28. December /964) LITERATUR (1) Neumann, B. S., Flow Properties of disperse systems, Hermans J. j. North-Holland Publish- ing Co. Amsterdam (1953). (2) Gregg, S. J., and Behrcns, A. J., •lppL Chew. 1, 139 (1951). (3) Gregg, S. J., The Surface Chemistry of solids, Second Edition, Chapman & Hall Ltd., Lon- don (1961). (4) Strickland, W. A., J. Pharm. Sci. 51, 310, (1962). (5) K•igi, W., Thesis Nr. 2238, ETH Ztirich (1953). (6) Tawashi, R., Pharm. Ind. 25, 655-658, (1963). (7) Train, D., J. Pharm. PharmacoL 10, 127T (1958). (8) Crosby, E. J., •lmerican Perfumer 75, No. 9, 43 (1960). (9) Tawashi, R., Pharm. Ind. 25, 64-66, (1963). (10) Tawash i, R., Diss. (7ber die Teilchengrb)qe in der pharmageutischen Technologie, Basel 1960.
Purchased for the exclusive use of nofirst nolast (unknown) From: SCC Media Library & Resource Center (library.scconline.org)






















































