BEHANDLUNG UND PROPHYLAXE DER HAUTALTERUNG 287 im Bauch- und H/fiftbereich (Schneider (37)). Unter den externen Faktoren sind wohl in erster Linie die klimatischen zu nennen, worauf sp2ter noch kurz einzugehen sein wird. Hierher geh6rt vor allera die fiberm2Bige Sonnen- einwirkung auf die Haut, wenn sie nicht fiber eine Gew6hnung, sondern - aus Zeitmangel -/fiberfallartig erfolgt. Berufliche Einfi/fisse spielen nicht nut beim Manne eine Rolle, wenn sie auch dort oft klarer zutage treten, sondern auch bei der im Haushalt t2tigen Frau (Wasch- und Reinigungs- mittel usw.). SchlieBlich milssen hier nat/firlich auch die MaBnahmen genannt wetden, die zur Verh/fitung der Altersver2nderungen und Wiederherstellung der normalen Funktionen durchgef/fihrt werden. Dieses Schema gilt s owohl f/fir die Summe der Altersver2nderungen als auch ffir jedes einzelne Symptom, das in den vorhergehenden Tabellen gezeigt wurde. Will man nun experimentell ein bestimmtes Symptom auf seine alters- abh2ngigen Ver•inderungen untersuchen, so steht in der Regel nur ein meist relativ kleines Kollektiv yon augenblicklichen Zust2nden an der Haut unter- schiedlich alter Versuchspersonen zur Verf/figung. Es ist also bis auf wenige Ausnahmen - hier sei nut auf die fiber 10 Jahre durchgef/fihrte Messung des Wachstums seines Daumen- und Zehennagels durch Bean verwiesen - nicht m6glich, im einzelnen Falle die Ver•inderungen/fiber einen l•ingeren Zeitraum zu erfassen. Sehr leicht kOnnen dann die Fehlbeurteilungen auftreten, wie sie schematisch die .Abb. 8 zeigt. Es sei hier zun2chst (A) eine Eigenschaft oder Gr6Be angenommen, die sich nicht reit dem Alter 2ndert. Der unterschied- liche Ausgangswert w/firde hier zwischen den belden unterschiedlich alten Versuchspersonen eine Abnahme vort2uschen, ebenso k6nnte es aber auch umgekehrt sein. Es ist sogar denkbar, dab bei unterschiedlichen Ausgangswerten und ab- weichender Progredienz (B) anstelle einer Abnahme eine Zunahme fest- gestellt wird. Dabei ist noch zu ber/ficksichtigen, dab sich die Altersver2nderungen gegen- seitig beeinfiussen, und zwar sowohl im Sinne einer Verst2rkung als auch einer Abschw2chung, so wird z. B. eine Epidermisverd/finnung bei entspre- chender UV-Bestrahlung die Coriumver2nderungen verst2rken, eine alters- bedingte Hyperpigmentierung k6nnte sie dagegen abschw2chen. Nicht selten kann auch eine altersbedingte Ver•inderung, z. B. die Abnahme des Talgfilmes z. B. beim Seborrhoiker oder Akne-Kranken als Verbesserung empfunden wetden und dem fiber die Anamnese nicht Unterrichteten - h2ufig werden gerade derartige Untersuchungen ja von Leuten durchgef/fihrt, die den Patlenten gar nicht kennen oder gekannt haben z. B. Pathologen usw. - dann ebenfalls als Normalwert erscheinen.
288 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS _/!b3i/dztng 8 Schematische Darstcllung der Fehlerm/Sglichkeiten bei der Beurteilung des Augenblickszustandes bestimmter A]tersver/inderungen. Wenn unter Ber/icksichtigung dieset skizzierten Schwierigkeiten heute doch bereits eine groBe Zahl offensichtlich verl•iBlicher Befunde fiber die Alters- ver•inderungen der Haut vorliegen, so kann dies als ein erfreuliches Zeichen angesehen wetden und es ist zu hoffen, dab Zahl und Urnfang dieset Ergeb- nisse sich bald vergr•SBern m•Sge. Bei der Betrachtung der Tabellen Ibis IV ist aufgefallen, dab der Schwer- punkt der Altersver•inderungen sich nicht in der Epidermis, sondern in der Curls finder. Es m/iBte also nach MiSglichkeit hier eine Prophylaxe oder The- rapie einsetzen. Dabei ergibt sich abet gleichzeitig wieder die Frage, wie man die m•Sglichen Wirkstoffe/iberhaupt dotthin bringt und - was beinahe noch wichtiger ist - die Wirkstoffe dort fixieren kann, ohne dab sie fiber das Gef•iB- system oder die Lymphspalten sofort abtransportiert wetden. Es wird ver- st•indlich, dab gerade gegen/iber den Ver•inderungen der Curls die Prophy- laxe eher als die Thetapie bei augenblicklichen Kenntnissen im Vordergrund zu stehen hat. Es sei deshalb nochmals davon ausgegangen (_,4bb. 7), von welchen Faktoren die Altersver•inderungen insgesamt und auch im einzelnen bestimmt wetden k•Snnen. Sicher ist die konstitutionelle ,,Startsituation" des einzelnen Menschen nicht zu beeinfiussen. Abet sehr bald kann hier bereits eine Prophylaxe ein- setzen, n•imlich schon in der Baby-Pfiege dutch Auswahl geeigneter Pr•ipa-
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