772 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Fig. 3 gibt ein HPLC-Diagramm eines Produktes wieder, das zusi•tzlich Methylparaben und Phenoxyiithanol enthiilt. [I [I I I' [ [[ I [[11[ i '[ [i ' ' ' t Ph*n(}• i•th•n ' '1 l , , II i,:= , :,l I,, II ]!, ! !: Ill!= !,, •, "= ...... 1 .... ': , [ i ' '•' Fig. 3 HPCL-DIAGRAMM des Ultrafiltrats eines Produktes, das mit mehreren Konservienmgs- mitten versehen ist. Die Abhiingigkeit der Verteilungskoeffizienten von der Zusammen- setzUng yon Wasset- bzw. Olphase liefeft Hinweise auf die flit den ½ffektiven Einsatz n6tigen Modifizierungen der Rezeptur. Erh6hte anti- mikrobielle Wirksamkeit erzielt man nicht nut dutch bloge Konzen- trationserh6hung, sondem auch dutch gesteigertes chemisches Potential, welches dutch die fraktionelle Siittigung ausgedrtickt wird {4}. Wie zu erwarten, verschiebt sich die Verteilung der Parabene zugunsten der Wasserphase bei Erh6hung der L6slichkeit der Parabene z.B. dutch Aufnahme yon )•thanol, Propanol etc. in die Wasserphase. Im Gegen- satz d,zu wird der in der Wasserphase enthaltene Anteft verringert, wenn das Mineral61 teilweise dutch p-Methøxyzimtsiiureester ersetzt wird. Tabelle 2 zeigt die Verschiebung der Verteilungsgleichgewichte bei Aufnahme eines polaren Esters in die Olphase. Der Anteft der in der wiissrigen Phase ge16sten Parabene sinkt betriichtlich, die mikrobielle Belastbarkeit ist dem parallel laufend viel geringer.
PHASE SEPARATION OF EMULSIONS 773 Tabelle 2 Verteilung der Patabene A und P und Produkt B bzw. B' Probe ParaDen A {mg/ml} Paraben P {rng/ml} , 0,062 = 6,2% {d. Th.} 0,125 = 13,1% {d. Th.} 0,003 0,15% {d. Th.} 0,014 = 2,8% {d. Th.} Tabelle 3 Belastungsf•ihigkeit der Produkte B bzw. B' Keimart Anzahl/ml Emulsion B' negativ ab B negativ ab Staph. aureus 9,5 ß 104 4. Tag 1. Tag E. coli 7,7 ß 104 4. Tag 1. Tag Ps. aeroginosa 11,5 ß 104 4. Tag 1. Tag Pen. glaucum 2 104 2. Woche 1. Tag Ersetzt man dagegen die Parabene durch ihre Na-Salze, so nimmt die Konzentration der Parabene in der Wasserphase zu. Ob die Parabene in der Wasser- oder in der Fettphase vor der Emulsions- bereitung dispergiert werden, hat keinen Einflug auf die resultierende Verteilung. Die Bestimmung der Oberfliichenspannung der Ultrafiltrate 'fiShrte bei allen untersuchten Priiparaten zu Werten 40 dyn/cm, d.h. die Emul- gatorkonzentration liegt unter der kritischen Micellbildungskonzen- tration. Damit entfiillt im Normalfall die M0glichkeit der Solubilisierung von Konservienmgsmitteln in Emulsionen. Bei verkeimten Mustera taucht immer ein Reihe von Substanz- peaks im Chromatogramm auf, deren Identitiit unbekarmt ist ihre Herkunft aus Parabenen scheint deshalb naheliegend, da ihre Konzen- tration sich invers zur Paraben-Konzentration verhiilt {Fig. 4a und 4b}.
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