446 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Dispergiermittel Soweit die Materialien von Partikeln oder Suspensionsflifissigkeit nicht fest- gelegt sind, k6nnen durch Auswahl einer Stoffkombination mir m6glichst gut tibereinstimmenden Hamaker-Konstanten bzw. Dielektrizit•itskonstanten und absolut m6glichst hohem elektrostatischen Grenzfl•ichenpotential stabile Sus- pensionen hergestellt werden, in denen die van der Waals-Anziehung yon der elektrostatischen Abstof•ung tibertroffen wird. Bei vorgegebenen Stoffsystemen k/3nnen Dispergiermittel, die der Suspension in geringen Konzentrationen zu- gegeben werden, zu einer entsprechenden Korrektur der Wechselwirkungen ftihren. Eine Systematik der Dispergiermittel (2) zeigt, daf• deren Einwirkungs- m/3glichkeiten vielf•iltig und ko. mplex sind. Die wichtigsten Dispergiermittel sind grenzfl•ichenaktive Stoffe (17) (18) (19). Deren Adsorption an der Par- tikeloberfl•iche kann ein elektrostatisches Potential erzeugen oder erh6hen. Dies ist insbesondere die Wirkung yon .ionischen grenzfl•ichenaktiven Stoffen. Auf•erdem kann die van der Waals-Wechselwirkung vermindert werden durch Maskierung der Partikeln mir einer Sorbath[ille, die etwa die Hamaker-Kon- stante der Fltissigkeit besitzt. Schliefflich vergr6f•ern ,die Sorbatschichten auf- grund verschiedener Mechanismen den Mindestabstand, bis auf den sich die Partikeln ann•ihern k6nnen, und erh6hen somit die Stabilit•it der Suspension. SEDIMENTATION IN AGGLOMERIERENDEN SUSPENSIONEN Stokes-Geschwindigkeit von Einzelpartikeln und Agglomeraten Die stationSire Sinkgeschwindigkeit u' einer Einzelpartikel in einer unend- lich ausgedehnten, ruhenden Fltissigkeit ist im Gtiltigkeitsbereich des Stokes- schen Widerstandsgesetzes (Reynoldszahl Re 0,25) u' = g ps-- pt . x'• IX. 18 h (g = Fallbeschleunigung, q•, qf = Dichten yon Feststoff und Flifssigkeit, •l = Viskosit•it der Fltissigkeit, x' = Durchmesser der Einzelpartikel). Sedi- mentationsvorg•inge auf•erhalb des Stokesschen Widerstandsgesetzes (Re 0,25) brauchen bier nicht betrachtet zu werden. Sie verlaufen so schnell, datg die Frage der Stabilidit der Suspension nicht gestellt wird. Die Striche an den Gr/3f•en u' und x' zeigen an, dab es sich um den Spezialfall der Einzelpartikeln handelt. Zwischen der Sinkgeschwindigkeit u und dem Durchmesser x eines Agglomerates der Dichte q• erh•ilt man entsprechend Gleichung IX die Be- ziehung u = g ' pa--pf . x• ' X. 18 h
STABILITY OF SUSPENSIONS 447 Dabei wird vorausgesetzt, dag eine m6gliche Durchstr6mung der Agglomerate nur in vernachl{issigbarem Ausmaf• zu einer Widerstandsverminderung und folglich zu einer Geschwindigkeitserh/Shung ftihrt. Diese Voraussetzung ist tat- s{ichlich bis zu bemerkenswert hohen Agglomeratporosit{iten erftillt. Bei einem Agglomerat vom beispielsweise 20fachen Einzelpartikeldurchmesser ist die Verminderung des Str6mungswiderstandes bei einer Porosifi/t = 0,95 ge- ringer als 1 ø/0 und selbst bei einer Porosit{it = 0,99 noch geringer als 7 ø/0 (20). Die Porosit{it ist definiert als das Verh{iltnis yon Hohlraumvolumen zu Ge- samtvolumen. Die Dichte @= des Agglomerates ist das mit der Agglomerat- porosidit gewogene Mittel der Dichten @• und @f yon Feststoff und Flfissigkeit: •a = •f + (1 --•) •s XI. Mit Gleichung XI folgt aus Gleichung X g ß (1--•) ß •--•f ß x2 XlI. u = 1-• Das Sinkgeschwindigkeitsverh{iltnis yon Agglomeraten und Einzelpartikeln ist daher u _ (1__•) (x) 2 u' •- XlII. Die Zahl k yon Einzelpartikeln in einem.Agglomerat der Gr Sf•e x ist bei ein- heitlicher Gr6f•e x' der Einzelpartikeln k = (1--0 XIV. Mit Gleichung XIV folgt aus Gleichung XIII u- -- (1 --a) •/a. k•./3 XV. Diese ftir kugelf6rm{ge Einzelpartikeln und kugelf6rmige Agglomerate her- geleiteten Beziehungen gelten auch ftir andere, aber gleiche Formen yon Einzel- partikel und Agglomerat. Sie k6nnen niiherungsweise angewandt werden, wenn sich die Formen yon Einzelpartikel und Agglomerat nicht erheblich unterscheiden. Die mittlere Porosifiit e einerseits und die mittlere Zahl k yon Einzelparti- keln in einem Agglomerat andererseits k6nnen durch die simultane Messung zweier unterschiedlicher Gr6f•en ermittelt werden, die beide sowohl yon e als auch yon k abh{ingen. Nach diesem Prinzip wurden durch die simultane Mes- sung der Lichtextinktion reit einem Photometer und des Massenstroms bei der Sedimentation reit einer Sedimentationswaage die Agglomerationseigenschaf- ten w{if•riger Quarzguspensionen untersucht (21). Dabei zeigte sich bei unter- schiedlichen Agglomerationsmitteln (Natriumchlorid und Praestol I84 K, ein
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