432 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Andere Lagertests iiber 17 Monate zeigten ebenfalls eine gute Stabilitiit zwi- schen pH 5 und 9. Auch die Lichtstabilitiit ist gut, was sowohl fiir die Substanz als auch in deren wiigrigen und nichtwiigrigen LiSsungen gilt. MehrwiSchige Belichtungsversuche bei Raumtemperatur fiihrten weder zu farblichen noch geruchlichen Veriinderungen. Mit mikrobiellem Verderb kosmetischer Produkte ist vor allem dann zu rech- nen, wenn es sich um wasserhaltige Priiparate handelt, denn Mikroben ben/5- tigen einen wiigrigen Lebensraum. Deshalb ist fiir die Wirksamkeit eines anti- mikrobiellen Mittels eine gewisse WasserliSslichkeit zu fordern. Die LiSslichkeit yon Priip. B in Wasser bei 20øC betriigt 0,46 ø/0. Dieser geringe Wert ist zweifellos yon Nachteil, spielt aber keine allzu groge Rolle, da Priip. B bereits bei einer Konzentration von 0,02 % seine antimikrobielle Wirkung voll ent- faltet. Augerdem ist eine LiSsung in 1,2-Propylenglykol auch kalt verarbeitbar. Eine allgemeine Obersicht der LiSslichkeit in den giingigen LiSsungsmitteln ist in Bild 8 zusammengestellt. L6sungsmittel Temp. øC L6slichkeit (g/100 g L6sungsmitteD Wasser 20 0,46 50 1,70 •thanol 20 25 Isopropanol 20 10 1,2-Propylenglykol 20 10 Chloroform 20 50 pflanz. •le - leicht 16slich Paraffin61 - un16slich Bitd 8 LiSslichkeit von 5-Brom-5-nitro-l,3-dioxan 2.2 Antimikrobielle Eigenscha!•ten von Priip. B Das zentrale Anliegen eines Konservierungsmittels ist sein Wirkungsspektrum gegeniiber Mikroorganismen'. Bei den zu bekiimpfenden Mikroben handelt es sich sowohl um Bakterien als auch um Pilze. Viren kiSnnen weitgehen'd aus dieser Betrachtung ausgeschlossen werden, da sie sich nicht in totem Material, also auch nicht in Kosmetika, vermehren kiSnnen, son.dern nur in Gegenwart lebender Organismen.
A NEW PRESERVATIVE FOR COSMETICS 433 Von den Bakterien treten vorwiegend die sogenannten gramnegativen Arten auf, wiihrend die grampositiven Spezies fir Kosmetika eine untergeordnete Rolle spielen. Aber gerade die gramnegativen Typen sind besonders schwer zu bek•impfen, und Mikrobiologen kennen den Keim pseudomonas aerugi- nosa als sogenannten Problemkeim. Man mut• also von einem Konservierungsmittel fir Kosmetika erwarten, dat• es gerade gegen gramnegative Organismen eine gute, zumindest ausreichende Wirkung hat. In Bild 9 ist die Hemmwirkung von Priip. B gegen einige solcher Bakterien im Vergleich zu giingigen Konservierungsmitteln aufgefLihrt. He•werte •n ppm o u .• o Z .• o Escherichia coli 50 800 2500 500 62 20 0,3 Pseud. aeruginosa 50 800 2500 500 125 20 0,3 Proteus vulgaris 50 ..... Aerobacter aerog. 50 ..... Pseud. fluorest. 50 ..... Salmonella typhosa 50 .... Serratia marcescens 25 .... Bild 9 Hemmung gramnegativer Bakterien Ein Vergleich dieser Werte zeigt, dat• Pr•ip. B eine hohe Aktivitiit gegen gram- negative Bakterien besitzt, was insbesondere auch fiir den ,,Problemkeim" pseudomonas aeruginosa gilt. Damit ist einerseits eine relativ sichere Beherr- schung dieset Organismen gewiihrleistet, andererseits deuten die Zahlen bereits an, dat• die Einsatzkonzentration im Vergleich zu anderen Konservierungs- mitteln recht niedrig sein wird. An dieser Stelle sei auf die sehr niedrigen Hemmwerte yon Benzalkoniumchlorid und Phenylquecksilbernitrat (siehe Bild 9) hingewiesen, auf die sp•iter noch niiher eingegangen werden soll. Wenn auch grampositive Bakterien von untergeordneter Bedeutung fiir die Konser- vierung yon Kosmet,ika sind, so soll doch in Bild 10 ein Eindruck der Wirkung von Priip. B gegen diese Mikrobenklasse gegeben werden.
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