434 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Staphylococcus aureus Staphylo½o½½us albus Mlkrococcus varians Streptococcus faeca•ls Hemmwerte in ppm 75 500 2500 1-10 62 5 O,1 50 ...... 25 ...... 75 ...... Bild lO Hemmung grampositiver Bakterien Die Hemmwerte yon Priip. B gegeniiber grampositiven Keimen liegen in der gleichen Gr6t•enordnung wie die gegeniiber gramnegativen Keimen. Das steht im Gegensatz zu zahlreichen anderen Antimikrobika, die gegeniiber gram- negativen Bakterien deutlich weniger wirksam sind. Betrachtet man schlie•lich die antimikrobielle Aktivitiit gegen Pilze, so stellt man fest, dab hier zahlreiche Konservierungsmittel Liicken in ihrem Wir- Candida albicans $accharomyces cerevisiae Aspergillus niger Mucor plumbeus Penicillium ca•erunense Fusarium species Hemmwerte in ppm 25 800 1250 10 - 10 250 1250 25 - 25 - 10 - - 250 10 - 250 20 - - - Bild 11 Hemmung yon Pilzen
A NEW PRESERVATIVE FOR COSMETICS 435 kungsspektrum haben. Dies gilt nicht fiir Priip. B, dessen antimykotische Wir- kung in Bild 11 wiedergegeben ist. Die Hemmwerte gegeniiber Pilzen liegen in der gleichen Gr/Slienordnung wie die gegeniiber Bakterien. Damit erweist sich diese Substanz als breit anwend- bar, eine Liicke im Wirkungsspektrum tritt, im Gegensatz zu einigen anderen Konservierungsmitteln, nicht auf. Dies soil in Bild 12 verdeutlicht werden, in welchem Ausziige aus einer Literaturzusammenstellung (2) wiedergegeben werden. durchschnittliche Hemmwerte in ppm Staphylococcus gramnegative Pilze aureus Bakterien 5-Brom-5-nitro-l,a-dioxan 75 50 25 Benzylalkohol 25 2250 5000 Formaldehyd 62 100 250 Pio•in 5 50 1OO Osmaron 10 50 1OOO Bronopol 50 25 125 Bild 12 Mit dem genannten Zahlenmaterial soll nicht der Eindruck erweckt werden, dali mit Priip. B jeder Keim beherrscht werden kann. Es sind auch bereits Mikroben bekannt, wie gewisse Norcardia-Typen, die den Actinomyceten zu- zurechnen sind, bei denen Hemmwerte von 100 ppm gefunden werden. Ebenso ist nicht auszuschlielien, dali es bei massiver Dauerbelastung, zum Beispiel bei mangelnder Betriebshygiene, zur Ausbildung resistenter Stiimme kommen kann. Die bisher bekannten umfangreichen Ergebnisse, die hier nur auszugs- weise wiedergegeben werden konnten, weisen Priip. B jedoch ats Konser- vierungsmittel von grolier Wirkungsbreite und hoher Aktivitiit aus. An dieser Stelle ist eine kurze Bemerkung zum Mechanismus der antimikro- biellen Wirkung von Priip. B angebracht. Die Verbindung wirkt nicht als Formaldehydabspalter, etwa in Umkehrung der Synthese-Reaktion. Dies i.st zum einen durch Stabilitiitspriifungen nachgewiesen, zum anderen sind die Hemmwerte gegeniiber den meisten Keimen viel geringer als .die von Formal- dehyd.
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