768 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS gewichte ben6tigt man Methoden, die eine zumindest teilweise Phasen- trennung ohne Veriindenmg der in der Emulsion vorliegenden L6sungs- und Adsorptionsgleichgewichte gestatten. Derartige Methoden sind Ultra- filtration und Ultrazentrifugation sie erlauben die Gewinnung der kontinuierlichen Phase -- im Falle einer O/W-Emulsion also der wiissrigen Phase -- und bei Kenntnis der Gesamtmenge an eingesetzter Substanz die Ermittlung der 'Verteilungskoeffizienten. Zur Analyse der wiissrigen Phase wurde fast ausschlieglich die Hochdruckflfissigkeits-Chromato- graphie benutzt. Experimentelles Produkte Die untersuchten Produkte waren Versuch-Cremes und -Lotionen, welche reit p-Hydroxybenzoesiiureestern, Phenoxetol oder Formaldehyd konserviert waren. Produkt A enthielt 74,8 % H20 , 25 % O1 + Emulga- toren, 0,13 % Paraben A, 0,07% Paraben P, Produkt B war zusammen- gesetzt aus 89,8% H20 , 10% O1 + Emulgator, 0,13 % Paraben A, 0,07% Paraben P, Produkt B' enthielt zusiitzlich 2% p-Methoyzimt- siiureester s} und 87,8 % H20. Ultrafiltration Die Phasentrennung wurde, soweit es sich um fliettfahige Produkte handelte, mit Ultrafiltrationszellen •} 2} {• 46 nm} bei Drucken zwischen 1--2,5 bar unter Rtihren durchgeftihrt. Die verwendeten Membran- filter waren im Fall der Trennung von Priiparaten mit kontinuierlicher wiissriger Phase vom Typ SM 12133 {• = 10--20nm} oder SM 12136 {• = 5--10nm} 3}. Bei W/O-Emulsionen kiSnnen trockene Filter des Typs PSAC 04710 21 oder BM-500K •}, welche die Ultra- filtration hydrophober Medien gestatten, zur Isolierung der Olphase dienen. Das Filtrat wurde in Fraktionen von ca. 1 ml gesammelt und getrermt analysiert {11. Ultrazen trifugation Die Trennung viskoser Cremes wurde in einer Ultrazentrifuge 4} unter Anwendung hoher Schwerefelder {10 s bis 3. l0 s g} durchgeftihrt. •] Fa. Berghof/Tfibingen, GFR. 2] Fa. Millipore/Neu-Isenburg, GFR. 3} Fa. Sartorius, G6ttingen, GFR. 4} Beckman Instruments. s} Neo-Heliopan, Haarmann und Reimer, Holzminden.
PHASE SEPARATION OF EMULSIONS 769 Um die kontinuierliche Phase problemlos zu gewinnen, wurden die Zentrifugenrfhrchen aus Kunststoff in Abh'fingigkeit von der H6h• der einzelnen optisch erkennbaren Fraktionen zerschnitten. Analyse Bei w•issrigen Medien wurde die Analyse {2} per HPLC 6} unter Ver- wendung einer reversed-phase-Sfiule {ODS} durchge 'ffihrt. Als Elutions- medium diente bei der Parabenanalyse ein Gradient 10 % •thanol/90 % H20--90% •thanol/10%H20 {sweeptime 32 min, Gradient 3, Detektorwellenl'finge 254 nm, Integrator HP 3380 A, Flugrate 1,4 ml/min}. Formaldehyd {= FA} wurde kolorimetrisch gemfig {3} gemessen. Im Fall hydrophober Medien wurden die Parabene UV-photometrisch als Summe analysiert. Ergebnisse und Diskussion Die Ultrafiltration ist mit zwei Phfinomenen verkntipft, welche die Genauigkeit der Ergebnisse beeinflussen. Als erstes ist die Adsorption von polaren Substanzen am Filter zu nennen. Hierbei entstehende Fehler lassen sich dadurch vermeiden, dag man das anfangs anfallende Filtrat nicht zur analytischen Kennzeichnung des Prfiparates verwendet, sondem die bald eintretende Sfittigung abwartet. Das zweite Ph'finomen ist die sogenannte Konzentrationspolarisation, unter der man die Ver- armung des Filtrates an ge16sten Substanzen versteht, die aus einer Penetrationsverlangsamung dutch die oberhalb der Membran sich aus- bildenden Gelschichten herrtihrt {1 }. Die Konzentration an vorhandenem Konservierungsmi.ttel wird tiber eine Reihe von Fraktionen hinweg messend verfolgt, um die st6renden Einfltisse der beiden Ph'finomene zu erkennen, so daf• die o.g. Fehler elimmiert werden k6nnen. In dem der Fig. 1 zugrunde liegenden Beispiel wird nut der Vorgang der Adsorption am Filtermaterial w•ihrend der ersten Fraktionen dargestellt. Ein allm'fihliches Absinken der ge- fundenen Konzentrationen bei h6heren Filtrat-Volumina infolge Kon- zentrationspolarisation, das bei nicht ge 'nihrtem Inhalt regelm•igig be- obachtet wurde, war nicht megbar. Auch die sich ergebenden kleinen Un•terschiede bei Verwendung verschiedener Filter waren geringer als die Analysenfehler { + 5 % }. Spectra Physics 3500 bzw. Micromeritics Modell 7000.
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