220 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Weil priiformierte Falten nicht vermessen werden k6nnen, beschriinkt man sich auf Mikrofaltenstrukturen, die zufiillig angeordnet und nicht durch irgendeme Vorzugsrichtung determmiert sind. Da man nur auf besonders glatten Oberfliichenarealen der menschlichen Haut messen kann, ist ein Nachweis der gliittenden Eigenschaften von Extema reit gr6gerer Wahrscheinlichkeit auf rauherer Haut zu f:tihren. Die ,,Gliitte" einer Babyhaut kann nicht mehr unterschritten werden, wahrend man zumindestens theoretisch die Altershaut bzw. die rauhe Haut beein- flussen k6nnte. Um die Megdaten m6glichst genau den DIN-Defmationen von Rt, Rz, Rp und Ra anzupassen, wurde das Negativprofil des Silikon- kautschukabdruckes elektronisch gespiegelt, weil sich die zitierten Definationen nur auf Positiv-Profile beziehen und die Homschicht einen sehr unsymmetrischen Querschnitt aufweist. Zuvor war man darauf angewiesen, einen 2. Abdruck von dem 1. Abdruck anzufertigen und zwar mit emer anderen Abdruckmasse, um Verklebungen zu ver- meiden. Dabei wurden zusiitzliche Megfehler erhalten. Die Abbildung 6 gibt das Megprinzip wieder. Ein zylindrischer Haut- ausschnitt ist in Segmente mit gleichem Winkel und gleicher $chnitt- lange aufgezeichnet. Die Schnittl'•_nge auf der Abbildung ist 6,3 mm in der Megtechnik benutzen wir 20 mm. Um reproduzierbare Ergebnisse erhalten zu k6nnen, mugte die Zahl der Messungen laufend erh6ht werden. Wenn auch pro Megrichtung ca. 300 Faltentiefen und Falten- h6hen vermessen und gespeichert werden, so ergab eine Analyse aller Hiiufigkeitsfunktionen der erzielten Megdaten erst nach mindestens 10 Megrichtungen, entsprechend einem Drehwinkel von 36 ø, Megwerte, MeBbereich: 5-25mm Abbildung 6 (berechnet for6,3 mm) Erfassung der OberflAchenparameter Rt, Rz, Rp und Ravon menschlicher Haut
TOPOLOGY OF SKIN 221 die sich signifikant von den Daten eines Zweitabdruckes, der nach Applikation von Kosmetika gewonnen wurde, unterschieden. Aus Sicher- heitsgrimden und um die Streubreiten des Hautprofils besser erfassen zu k6rmen, wurde jeder Hautabdruck in 12 Richtungen {entsprechend einem Drehwinkel von 30 ø} vermessen. Bei einem Radius von 20 mm wetden bei diesera Verfahren ca. 12,5 cm 2 Hautoberflache erfagt. Es ist einleuchtend, dat• die Met•richtung zufallsbedingt ist, wahrend alle anderen Megergebnisse durch den Drehwinkel von 30 ø determiniert sind. Da auf der Hautoberflache Vorzugsrichtungen existieren, werden somit iraruer die Daten der Richtung 1 und 7, 2 und 8, 3 und 9 usw. korrespondieren. Met•technik: Ein kleiner Diamant, der an einem Magnetstilt befestigt ist und yon einer Gleitkufe aus Teflon ge 'ftihrt wird, bewegt sich fiber das Hauptprofil und tanzt dabei auf und ab. Der den Diamanten ffihrende Magnetstift 'gndert nun mduktiv em umgebendes Magnetreid {praktisch tr•gheitslos}, und dieses Signal wird verstarkt und elektronisch ge- spiegelt. Anschliet•end muf•te aus der normalerweise vorhandenen Analog- Anzeige eine Digitalanzeige mit BCD-Ausgang gebaut werden, weil das Analog-Instrument die vier verschiedenen Zahlenkombinationen nur 20 Sekunden lang anzeigt und nicht weiter speichert. An den BCD- Ausgang werden ein Drucker und em Computer angeschlossen, auf denen zun3ichst die Met•daten gespeichert und die Haufigkeitsanalysen durch- gef'tihrt werden. Gemeinsam mit L. Mfiller {3} wurde der in Abbildung 7 dargestellte Funktionsplan f fir die Steuerung des Gerates entwickelt: Die Motoren f/fir den Drehtisch, ffir die Ffihleraufnahme und -absenkung lauren schwingungsfrei mit 30.000 Umdrehungen in der Minute. Legende Abb. 7 Funktionsplan Steuemng Tastschnittgerat Beschreibung Schritt 1 -7 1. Start - nur moglich, wenn kmn Zyklus lauft, optische Anzmge 2. Mel•f'tihler f'•ihrt nach oben, R/ackmeldung sorgt ftir Wmterschaltung 3. Megtisch wlrd in Ausgangsstellung gebracht, Tastschmttgerat - E•nschaltkOntrolle 4. Nachdem &e Code- und Adressentaste gedruckt wurde, erfolgt Abdruck der Code- und Adressenzahl (12-stelhge dez. Zahl). Stud &ese Be&ngungen nur tedwmse oder gar mcht erfullt, erfolgt opt•sches Dauer- der Bhnks•gnal u. Stoppfunknon. 5 Zykluss•gnal (max 12 und nach Schaltervorwahl 1 - 12 mlt Zyklenzahler trod LED-Anze•ge) Fuhlerabsenk•ng. 6. Taktgesteuerter Megzyklus, bestenend aus Start Tastschmttgerat, Messung, analoge Ertassung Rt, Rz, Rp, Rm, senelle D•gltahs•erung reit Slchtkontrolle von Bermch und Mel•wert und gle•chze•ngem Datendruck oder/und We•tergabe m mnen Spmcher. Das System lauft letzt m tuner Programmschlmfe, b•s die vorgewahlten Zyklen abgearbmtet s•nd 7. Messung Ende: Opnsches und akusnsches S•gnal Tastschmttgerat, Megnsch und Megfuhler verharren •n Ausgangs- stellung •ber einen angeschlossenen Rechner oder Computer konnen die wahrend des Zyklus gesammelten Daten sornert und m•t Konstanten verrechnet wetden. Auf Drucker und Plotter kormen &e Ergebmsse s•chtbar gemacht werden
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