TOPOLOGY OF SKIN 223 Der gesamte Arbeitsablauf und die zugrundeliegende elektronische Logik lassen sich durch folgende Beschreibung dieses multi-scan-Ver~ fahrens [m/3glichst hiiufige Wiederholung der einzelnen Megvorgiinge} wiedergeben: 1. Konstruktion eines Kreisdrehtisches mit 30ø-Einteilung zur Aufnahme des Negativabdruckes. Von den daraus resultierenden 12 Meg- richtungen stud 11 automatisch determiniert nur die 1. Megrichtung ist zufallsabh'fingig. 2. Vermessung eines kreisf/Srmigen Hautsegments mit Radien zwischen 50 und 2,5 mm, vorzugsweise mit r = 20 mm [f = 12,57 cm2}. 3. Signalumpolung [aus dem Negativabdruck wird elektronisch eine Positivdarstellung} Analog-Digitalumwandlung fiir die Rauhigkeits- mfige Rt, Rz, Ra, Rm und Rp {in Anlehnung an bestehende DIN- Vorschriften}. 4. Ausdruck aller ermittelten Megdaten {getrennt nach Megrichtungen und nach Oberfliichenparametem}, Speicherung und Sortierung der Daten. 5. Analyse der Hiiufigkeitsverteilungen der Megwerte z. B. mit Hilfe des KOLMOGOROW-SMIRNOW-Tests auf Normalverteilung und/ oder logarithmische Normalverteilung gegebenenfalls auf Wunsch graphische Darstellung der vorgefundenen Hiiufigkeitsfunktionen. 6. Signifikanzvergleiche vorgelegter Verteilungsfunktionen Varianz- analyse. 7. Superposition nicht-signifikant-unterschiedlicher Verteilungs- ftmktionen sowie mathematisch-statistische Auswertung und Be- urteilung. Beschreibung signifikant-unterschiedlicher Hiiufigkeitsverteilungen. {Zur mathematischen Behandlung vgl. auch cit. 1 }. Auf diese Weise k/Snnen reit der geschilderten Apparatur pro Stunde 5-6 Abdrficke unter gleichzeitiger Erfassung von 4 verschiedenen Ober- fliichenparametem gemfig DIN-Vorschrift vermessen werden. Da von einem Probanden allein zur Beschreibung der unbehandelten Situation drei verschiedene Abdrficke erforderlich sind, die jeweils im 48-Stunden- Rhythmus gewormen werden milssen und analog wiederum 3 ver- schiedene Abdrficke -- im 48-Stunden-Rhythmus -- zur Beschreibung der behandelten Situation dienen, kann also damit die Beurteilung einer Hautoberfliichenwirkung bei einem Probanden innerhalb einer Stunde erfolgen. Von einem einzigen Hautabdruck werden auf diese Weise ca. 10.000 Daten ermittelt lfilr jeden Parameter ca. 2.500}. Diese
224 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Information wird mit der von 2 weiteren Abdrticken, die an nicht aufeiriander folgenden Tagen, vorzugsweise im 48-Stunden-Abstand wie z, B. montags, mittwochs, freitags, gewonnen wetden, superponiert. Auf diese Weise wetden zur Beschreibung einer einzigen Situation {unhehandelte oder behandelte Situation der Haut] bei einem Probanden ca. 30.000 Daten verarbeitet und zur Beschreibung der dreidimensionalen top•iogischen Struktur der Hautoberfl•iche herangezogen. Ei'•'m6glicher Quell- und Gliittungseffekt der Haut wird ziemlich kurzfristig nach lokaler Applikation des Priiparates erfolgen, der dann in der Wirkung langsam abklingt. Dieser Abklingprozeg dauert so lange, wie sich die Hiiufigkeitsfunktionen der ermittelten Megdaten signifikant voneinander unterscheiden. Die Wirkzeit ist von Pr•iparat zu Pr•iparat verschieden. Es hat sich herausgestellt, dag es vorteilhaft ist, genau 30 Minuten nach Applikation der Extema den 2. Hautabdruck zu ge- winnen. Auch diese Messung der behandelten Situationen mug an 3 nicht aufeinanderfolgenden Tagen wiederholt werden. Nach Ermittlung der Hiiufigkeitsverteilung aller Megwerte werden die Signifikanz-Tests vorgenommen: Die Wirkung jedes einzelnen Pr•iparates wird reit der Wirkung aller anderen Pr•iparate, die an dem gleichen Kollektiv ver- roessen wurden sowie mit der unbehandelten Situation verglichen. Um die Sicherheit des Effektes berechnen zu k6nnen, wird anschliegend eine Varianzanalyse durchgeffihrt {hier wetden die Streuungen aller Meg- werte-Verteilungen mitemander verglichenJ. Selbstverst'andlich kann auch der gesamte pharmakokinetische Quell- vorgang dutch Messung an verschiedenen Wirkzeiten aufgenommen 'werden. Diese Frage ist abh'•ngig von der Wirkintensit•it und bei jedem ,Megvorgang separat zu entscheiden. Der groge Vorteil dieset Methode ist, dag alle Megwerte eftafit und verarbeitet wetden, nicht nur die sog. Mittelwerte. Ffir kleinere Daten- mengen bietet sich der Kolmogorow-Smimow-Test an lz. B. auf Norm- verteilung oder auf logarithmische Normverteilung}, ffir eine gr6gere Megdatenzahl verwendet man den x 2-Test. Diese statistischen Tests sind abh'•ngig von der Form der vorgelegten H•iufigkeitsfunktion {mbglich sind auch Weibull-Verteilungenl. Wie noch angezeigt werden wird, ist die Struktur der Haut alters- abh'•ngig. {7, 12}. Deshalb ist es sehr wichtig, dag die Altersverteilung d'er Probanden auf die Form ihrer H•iufigkeitsfunktion geprfift wird. Aus diesera Grunde k6nnen Auswertungen an einem Probandenkollektiv erst dann erfolgen, wenn hinsichtlich der Altersstruktur eine Gaug'sche
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