382 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS chen exo-konfigurierten Isocamphane zu beschr•inken, sondern auch die entsprechenden epimeren endo-Verbindungen dem A m o o r e ' schen Schattenkorrelationstest zu unterwerfen. Ausgehend von der Camphenilans•iure (•6) (4) konnte vor kurzem erstmals eine Reihe neuer, epimerenreiner, endo-konfigurierter Isocamphanderivate dargestellt werden (5). Es schien daher interessant diese neuen Isocamphanverbindungen nun mittels des Schattenkorrelationstestes miteinander zu vergleichen und die Abh•ingigkeit des Ge- ruchseindruckes von der r•iumlichen Gestalt zu tiberprtifen. Es sollte untersucht werden, ob die stereochemische Theorie von A m o o r e auch ftir die Geruchsein- drticke der in Tabelle I angeftihrten endo-konfigurierten Isocamphanderivate gtiltig ist. Auf3erdem sollte in diesem Zusammenhang festgestellt werden, ob der 13bergang von "camphrig" zu "blumig", wie bei den exo-Verbindungen bei einer Anzahl von 3 Koh- lenstoffatomen in der Seitenkette zu beobachten ist, oder ob sich dieser infolge der andersartigen Raumausdehnung der Molektile •indert. Da der Wechsel des Geruchsein- druckes offensichtlich durch die elliptische Verzerrung der Molektilgestalt zustande kommt, stellte sich n•imlich die Frage, ob infolge der kompakteren Molektilform der endo-Verbindungen (durch die endo-Stellung der Seitenkette am C-2 wtirde auch bei Zunahme der Anzahl der C-Atome die kugelige Gestalt langer erhalten bleiben) der Obergang in den "blumigen Geruchsbereich" nicht etwa bei einer h6heren Anzahl der C-Atome in der Seitenkette erfolgen wtirde. MATERIAL UND METHODIK Zur Untersuchung kamen die in Tabelle 1 angefiihrten Isocamphanverbindungen, wobei 2, 3, 5, 10, 11 und einige Norisocamphane (1, 4, 6, 7) wie bei Lit. (1) aus Griinden der Vollstiindigkeit miteinbezogen wurden. Zum Bau der Molekiilmodelle wurden S t u a r t - B r i e g 1 e b 'sche Kalottenmo- delle der Firma L e y b o 1 d - H e r a e u s , K61n, verwendet. In ANinderung der "shadow-matching-method" (2) wurden siimtliche Molekiilmodelle direkt und nicht ihr Schatten fotografiert. Durch die Beleuchtung mir 2 ) 150 Watt Fotolampen war aber gewiihrleistet, dab der UrnriB des Bildes genau dem Schatten des Objektes entsprach. Die Modelle wurden aus drei verschiedenen, aufeinander senkrecht stehenden Rich- tungen mir einer Olympus Karoera OM 2n, mir Blende 22, Automatik, Entfernung 1 m und mir einem SchwarzweiBfilm ILFORD FP 4 mir DIN 18 aufgenommen. Um die Molekiilmodelle exakt fbtografieren zu k6nnen, war es notwendig, sie mir kleinen Sty- roporstiickchen zu stiitzen. Molekiile mir einem liingeren aliphatischen Rest wurden zum Fotografieren in der sterisch am wenigsten behinderten Form angeordnet. AuBerdem wurde darauf geachtet, dab sich die einzelnen Wasserstoffatome in gestaf- felter Stellung zueinander befanden, in der Annahme, dab dies die wahrscheinlichste Molekiilform ist. Die Aufnahmen wurden so vergr6Bert, dab das mitfotografierte Millimeterpapier wieder der natiirlichen Gr6Be entsprach. Nach Angaben der Firma L e y b o 1 d - H e r a e u s entspricht der Abstand von 1,5 cm bei den Kalottenmodellen 1 •. Die Molekiilbilder wurden ausgeschnitten und dann der Schwerpunkt dieser Bilder ermit- telt. Durch den Schwerpunkt wurde eine sog. Hauptachse (W-O-Richtung) und von diesem aus von 0 ø his 360 ø alle 10 Grade Linien gezogen die Hauptachse muB in jedem Bild iibereinstimmen, damit auch die 10 Grad-Linien deckungsgleich sind, die zur
OLFACTORY IMPRESSIONS OF ISOCAMPHANES 383 Tabelle I Formeliibersicht 1 (7), 2 (8), 3 und 10 (9), 4 und 7 (10), 5 (11), 6 (12), 11 und 12 (13), 19 (14), 16 (4) und die Verbindungen 8, 9, 13, 14, 15, 17, 18 und 20 bis 56 alle Lit. (5). 1 2 3 CH20H lO •OH 19 12 5 6 7 9 14 16 21 24 25 29 31 R z R = R = R= R= R = R= R= R = R-- R= R CH3 NH2 OH CN COCH• COOH COOCH• C(CH3)2OH COCHCHCH• COC•H• COOCH2CH3 35 R = 36 R = 39 R = 41R = 42 R = 45 R = 46 R = 48 R = 50 R = 51R = 55 R = C(OH)(CH4)CH2CH4 COCHCHCH2CH COC4H 9 COCH2CH(OH)CH:• COOC_3H• C(OH)(CHOC•H7 COCHCHCH(CH•)2 COCH2CH2CH(CH3)2 COCH2C(OH)(CH3)2 COCH2CH(OH)CH2CH 3 COCH2CH(OH)CH(CH3)2
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