J. Soc. Cosmetic Chemists 17 247-256 (1966) Zur Wirkung von Syndets auf die Haut unter Berticksichtigung von Arbeitsstoffen CURT CARRIg und MAGDALENE K[2HL* [/•orgetragen am 8. Mai 1•5 in Main• Synopsis--Cutaneous Action of Detergents and the Influence of Contact Materials. Experiments demonstrate that no significantly different skin effects can be observed after application of various detergents and acid and alkaline contact materials. On the basis of photographs, it is shown that, in the case of allergic reaction, different portions of the skin may react differently. Allergic reactions are not significantly influenced by prior bathing of the skin portion under test. Skin surface topo- graphy is illustrated with the aid of photographs after microscopic enlargement. I. DIE BEEINFLUSSUNG DER HAUTREAKTION DURCIt SYNDETS UND ARBEITSSTOFFE IN GRENZKONZENTRATIONEN Die Verwendung von waschaktiven Substanzen war frfiher im wesent- lichen ffir die Textilindustrie von Interesse. Der Verbraucherkreis hat sich dadurch wohl erheblich vergr6Bert, dab derartige Stoffe nunmehr als Wasch- mittel f/it die verschiedenen Texti!ien, a!s Spill-, K6rperpflege- und Bade- mittel Verwendung finden. Uns interessieren unter den medizinischen Fragen die Beziehungen der Tenside zur Hautoberfliche. * Hautklinik der St2dtischen Krankenanstalten, 4600 Dortmund. 247
248 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Stichwortartig seien Fragen aufgez•ihlt, die von verschiedenen Autoren (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12) und in eigenen (18) experimentellen Unter- suchungen geprfift und z. T. beantwortet wurden: 1. Die Entfettung und Rfickfettung. 2. Die Wirkung auf die Alkaliresistenz und -neutralisation. 3. Die Vertr•iglichkeit bei wiederholter Anwendung. 4. Die Wirkung bei st•irkeren Konzentrationen als der Gebrauchsanweisung entspricht. 5. Die Wirkung auf die SchleimNiute. 6. Die etwaige sensibilisierende Wirkung. Es ist bekannt, dab Seifen zusammen mir bestimmten Arbeitsstoffen Sum- mationssch•idigungen setzen k6nnen, z. B. in Form eines Ekzems (Alkali- ekzem). Schon vor vielen Jahren wurden daher bei AlkaliscNiden oder einer Gef•ihrdung zur Hautpflege bzw. Reinigung Substanzen verwendet, die un- gef•hr pn-gfinstigen heutigen Tensiden entsprechen. Da nun zu Wasch- und Badezwecken vielfach die Rolle der Seife von Detergentien fibernommen wurde, erschien die Frage berechtigt, wie diese auf die Hautoberfi•iche wirken, wenn vorher oder nachher Arbeitsstoffe ein- wirken. Die gelegentliche Benutzung ist hier weniger yon Interesse als die Niufige oder lang andauernde Einwirkung yon Tensiden, z. B. durch fort- laurendes Spfilen in Gastst•itten oder bei analogen T•itigkeiten. In der Regel wurde die Bauchhaut an umschriebenen Stellen den verschie- denen Wasch- oder Bademitteln ausgesetzt, und zwar mittels Glastrichtern, wie sie bereits vor vielen Jahren zu anderen Zwecken benutzt wurden. In diesen Glastrichtern wirkten die verschiedenen Reinigungsmittel eine kon- stante Zeit ein. Dann wurde z. T. mir Wasset nachgespiilt. Die Trocknung erfolgte, um mechanische oder sonstige Wirkungen zu verhiiten, mir einem ,,P6n". AnschlieBend wurden an diesen Stellen epicutane Testungen durchgefiihrt. Wie in friiheren Versuchen erfolgten die Testungen mir verschiedenen Substanzen in ihren Grenzkonzentrationen. Die Ermittlung der Grenzkon- zentrationen muB individuell erfolgen, da die Probanden unterschiedlich auf die Konzentrationen der L6sungen reagieren. Wie aus den Tab. Iund H hervorgeht, bewirken die verschiedenen Reinigungsmittel (Syndets) keine signifikante Verst•irkung der Reaktionen dutch Chromtrioxid16sung, Kalilauge oder Sublimat16sung (Arbeitsstoffe).
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