280 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS pEiparate ergab. DaB auch bei einem solchen PEiparat die Grundlage eine Rolle spielt, zeigt das VersuchspEiparat 4, dessen Wirkung deutlich abge- schw•icht ist, obwohl die Menge an Hexamethylentetramin kaum verringert worden ist, das abet zusfitzlich 10 % Feststoffe entNilt. Insgesamt ist abet die Transpirationshemmung aller PEiparate sehr gilnstig und entspricht dem mir solchen Zubereitungen Erreichbaren, n•imlich einer Abnahme der Transpi- ration um etwa 30 %. Sehr viel schwieriger ist die Beurteilung von Wirkungen sowie Neben- wirkungen abet dann, wenn mehrere Funktionen der Haut gleichzeitig be- einfiu13t werden. Die Entfernung von Fett und besonders die Beseitigung der wasser16slichen (3, 4, 5) Inhaltsstoffe der Epidermis gelten bei Waschmitteln mir Recht als Nebenwirkungen (6, 7, 8). Sie milssen abet in bestimmtem Um- fang in Kauf genommen werden, da eine selektive Entfernung des Schmutzes nicht m6glich ist. Man wird also bei einem Waschmittel zunfichst die Wasch- wirkung bestimmen und dann alle anderen Effekte messen und als Neben- wirkungen zusammenfassen. Dabei ist es m6glich, Wirkung und Nebenwir- kungen, um zu einer Normierung der verschiedenen Waschrohstoffe, abet auch zu einem Vergleich von Fertigprodukten zu kommen, miteinander ins Verh•iltnis zu setzen (9, 10). Bei Rasierw•issern, vor allem pre-shave-Rezepturen, geht es dagegen datum, Fett und Wasset von der Oberfl•iche zu entfernen, um das Gleiten des Scherkopfes auf der Haut zu erleichtern und die geh•irteten Haare besser schneiden zu k•Snnen. Hier lassen sich z.B. die Trocknungsgeschwindig- keiten auf der Haut (11) bzw. der Reibungswiderstand (12) ebenfalls recht genau dermatologisch bestimmen. Auch der Effekt der Rasur kann z.B. tiber eine geeignete Einrichtung, die mir einem Mikrophon ausgestattet ist, erfaBt werden (13). Im Gegensatz zu diesen Beispielen, bei denen ganz allgemein etwas von der Haut entfernt wurde, wetden beim Hautschutz zus•itzlich Stoffe auf die Haut gebracht. Diese sollen z.B. bei einem protektiven Hautschutzmittel (14) von au13en her m•Sglichst nichts an Schadensstoffen auf die Haut kommen lassen, andererseits ihre normale Funktion, zu der ja auch die Feuchtigkeits- abgabe geh•Srt, nicht st•Sren, also von der Hautseite her durchl•issig sein. Auch hier ist also in der Praxis nut ein KompromiB m•Sglich. Um eine Hautschutz- salbe wirklich beurteilen zu k•Snnen, ist demnach immer eine ganze Reihe von Untersuchungen notwendig (15, 16). Etwas anders ist das Problem beim Lichtschutz hier soil die Erythembil- dung zwar verhindert, die Br•iunung der Haut abet m/Sglichst gef•Srdert wet- den. Leider ist der UV-Bereich filr beide Wirkungen der gleiche, n•imlich
PROBLEME DER DERMATOLOGISCHEN PROFUNG 281 UV-B, denn die direkte Pigmentierung dutch langwelliges UV spielt fiir die kosmetische Br•iunung keine Rolle (17). Man wird also um eine Empfehlung zur Dosierung der Sonnenbestrahlung auch bei Anwendung eines Licht- schutzmittels nicht herumkommen, wobei zu geringe Dosen und ein zu in- tensiver Lichtschutz auch die Br•iunung verhindern, zu hohe UV-Dosen und zu geringer Lichtschutz zu einem Erythem fiihren. Unterschwellige und schnell abklingende leichte Erytheme und darauf folgende, sich summierende Pigmentierungen (,,,4bb. 1) sind also anzustreben. Gerade bei den Lichtschutzmitteln und den Hautschutzpr•iparaten spielt abet die verwendete Grundlage noch eine besondere Rolle. Dutch Messung der Extinktionskurven eines Lichtschutzstoffes ist allenfalls eine Vorauswahl ffir ein Lichtschutzmittel zu treffen, die Eignung und St•irke des Lichtschutzes kann abet nut an der Haut selbst gemessen werden, denn es spielen neben den Schichtdicken auf der Haut (19) auch die Verteilung der Lichtschutzstoffe eine Rolle. Die iibrigen Klimabedingungen schlieBlich empfehlen wegen ihres Ein- fiusses (Austrocknung, Transpiration) als AbschluB stets einen praktischen Expositionsversuch (20). Besonders schwierig wird eine dermatologische Stellungnahme und Prii- lung dann, wenn biologisch aktive Stoffe in kosmetischen Produkten einge- #V- Bes•rah/un• •Ibbildung ! Schema der indirekten Pigmentierung (Br•iunung) bei unterschwelligen Erythemdosen.
Purchased for the exclusive use of nofirst nolast (unknown) From: SCC Media Library & Resource Center (library.scconline.org)





























































