KOSMETISCHE PRJ•PARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 259 Abbildung ! Abbildung $ Abbildung 4 .v Abbildung 2
260 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS AUFNAHME-HERSTELLUNG Es ist m6glich, sich bestimmte Riten anzugew6hnen und nach ihnen Fotos zu erstellen, die auch anderen verst•indliche und verbindliche Aussagen lie- fern. Dazu geh6rt es, dab man nut Typisches, und das wiederum typisierend im Bild festh•ilt. Vereinzelt auftretende Luftblasen in einer Emulsion wetden in einem Ausschnitt also immer am Rande des Bildes anzuordnen sein, so wie es verboten sein muB, innerhalb eines lufterfiillten Prftparates eine Auf- nahmestelle zu suchen, die von diesen Erscheinungen frei ist. Man weiB iib- rigens von der Mikrofotografie klassischer Objekte, dab auch hier dem Be- obachter der Sinn fiir Gerechtigkeit nicht abhandenkommen darf. Der ,,lebende" Zustand zeigt Bilder, die nicht immer befriedigend fest- gehalten wetden k6nnen (•lbb. 17u, d31). Es kann daher notwendig sein, dutch zwei oder mehrere Aufnahmen, die eventuell mir dem Blitz belichtet wetden, Aussagen zu machen, die man in einem Bild nicht unterbringen kann. In manchen Ffdlen kann eine Reihe unumg•inglich sein, so zum Beispiel dann, wenn in einer Emulsion verteilte Feststoffe ein breites Kornband haben und erkennbar wetden soll, wie hftufig die jeweils gr6bsten Partikel auftreten. Das ist nicht immer mir einer kleinmaBstftblichen Aufnahme allein m6glich. _/IbbildwJgen 7 and $ Kosmztische Emulsion (O/W), die in unbelastetem Zustand yon zahlreichen meist eckigen Gebil- den durchsetzt ist (Abbildung 7). Nach Anwendung von Druck (Abbildung 8) erweisen sich diese als elastisch und zerbrechlich. In die Struktur einer O/W-Emulsion ist hier ein Verdickungsmittel eingestreut, welches sich darin inself6rmig verteilt. Ohne Anwendung yon Druck kann dieses Ver- dickungsmittel leicht mir Feststoff verwechselt wetden. .4bbildung 9 Pharmazeutisches Pr•iparat mir groBen Inseln, in welchem sich die Emulsion umkehrt. Es k6nnte sich dabei um eine unvollkommen in die Grundlage eingearbeitete Wirkstoff16sung handeln. Hinsichtlich seiner Stabilit•it wifrde das Pr•iparat den Anforderungen der Kosmetik nicht entspre- sprechen diese Vorhersage kann bereits aus dem mikroskopischen Bild abgeleitet wetden. .4bbildang 10 Dermatologische Zubereitung mit groben Wachs- und Fetteilen, aus denen unter Druck fliissige Anteile austreten. Auch sogenannte ,,Umschlags-Emulsionen" k6nnen solche Strukturen zeigen. •4bbildang I I Creme mir sehr feiner Struktur. .4bbildung / 2 Creme (O/W) mit Olaustritt bei sonst feiner Struktur. Die auff•illigen Ansammlungen riihren vermutlich von Wirkstoffen her. .4bbildung !3 Creme (W/O) mit optimal feiner Struktur bei hohem Wasseranteil. Diese Aufnahme ist gegeniiber den anderen 6fach stiirker vergr6Bert.
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