2'78 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Tabelle I Obersicht zur dermatologischen Prtifung von Wirk- und Inhaltsstoffen kosmetischer Pr•iparate Pr•iparate dekorative z. B. Farbe z. B. Geruch ,,dermatologische" gezielte Wirkung allgemeiner Effekt m o no-jknk / ione l l z. B. antibakteriell (Desodorans) z. B. schweiBhemmend (Antitranspir.-M.) z. B. keratinverformend (Haarwellpr•iparate, Enthaarungsmittel) multi-f unktionell z. B. Fett u. Wasser16sli- ches entfemend (Waschmittel, Gesichtsw•isser, Rasierw•isser, Haarw•isser) zu xvenig z. B. Schutzfunktion definiert, des- ausiibend halb nicht (Hautschutz, meBbar Lichtschutz) z. B. pH-Wert u. Alkali- neutralisation beeinflussend (Handcreme, Gesichtsw•isser) zwar meBbar, Beurteilung abet modisch bestimmt ,,kosmetische Wirkung" ,,verjtingend" ,,porenwirksam" ,,hautstraffend" ,,belebend" Zwar k6nnen hier einmal dermatologische Prfifungen von Nutzen sein - als Beispiel erw•ihnt seien Prfifungen fiber die Haftfestigkeit von Lippen- stiften an der Haut (1) abet vornehmlich sind diese Kosmetika in ihren Eigenschaften dutch modische Gesichtspunkte bestimmt. Die Farbe eines Lippenstiftes wfirde z. B. dutch die jeweilige Moderichtung festgelegt und nut ihr Haftverm6gen in einer dermatologischen Versuchsanordnung gemessen wetden. Unter den medizinisch-dermatologischen Wirkungen sind die zu unter- scheiden, die klar definiert sind, und zwar entweder in einer oder auch in mehreren Punkten, von denjenigen, die nut ganz allgemein zu deklarieren sind. Es wfirde allerdings kaum jemand auf die Idee kommen, einem Pharma- kologen eine chemische Substanz allein mir dem Hinweis zur Untersuchung zu fibergeben, bei ihr nach medizinischen Wirkungen zu fahnden in der Kosmetik ist dieses Ansinnen abet keineswegs so selten, sei es, dab aufirgend-
PROBLEME DER DERMATOLOGISCHEN PROFUNG 279 welche Ver6ffentlichungen Bezug genommen wird, die bei n•iherem Zusehen auch nut allgemeine AuBerungen enthalten, wie, der Stoff sei fiir die Haut giinstig oder wirkungsvoll, sei es, dab auf ,,begeisterte" Verbraucheraussagen verwiesen wird. Am leichtesten dermatologisch oder auch sonst medizinisch zu untersuchen sind nattirlich Wirkstoffe mir nut einer klar definierten Wirkung, zu deren Erfassung es im Prinzip auch nut einer Methode bedarf. Als Beispiel sei die Priifung schweiBhemmender Pr•iparate erw•ihnt. Hier ist es nut wichtig, die Unterschiede in der SchweiBsekretion in Ab- h•ingigkeit von den •iuBeren Bedingungen, von der K6rperregion und son- stigen subjektiven Momenten, also die medizinischen Grundlagen der SchweiBsekretion, zu kennen. Bei solchen Priifungen bedlent man sich in der Regel doch mehrerer Methoden, meist der Kobaltchlorid-Schnell- methode und der Anwendung yon Halbleitern, deren Ohmschef Widerstand von der Luftfeuchtigkeit abh/ingig ist (2). Man kann dann zun/ichst aus einer gr6Beren Zahl von Versuchsmustern die geeigneten mir der einen Methode (Kobaltchlorid) heraussuchen und anschlieBend mir dem subtileren elek- trischen Verfahren die Abschw•ichung der Transpiration im einzelnen ge- nauer untersuchen. Um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen, ist dabei noch zu beriicksichtigen, dab eine Transpirationshemmung erst nach einer gewissen Einwirkungszeit der Pr•iparate auf die Haut nachweisbar ist, w•ih- rend eine Messung unmittelbar nach dem Auftragen sogar gegeniiber dem Ausgangswert eine vermehrte Feuchtigkeitsabgabe zeigen kann (Tab. II). Hier wurde ein Pr/iparat auf Aluminiumoxichlorid-Basis im Vergleich zu formalinhaltigen bzw. formalinfreisetzenden Zubereitungen an 10 Versuchs- personen am Unterarm mir der Kobaltchlorid-Methode gepriift, wobei sich fiir das Pr•iparat auf Basis yon Aluminiumsalzen nach 2 Stunden etwa die gleiche Wirksamkeit wie fiir die dutch das Formalin wirkenden Vergleichs- Tabelle II Feuchtigkeitsabgabe der menschlichen Haut nach Behandlung mit Antitranspirationsmitteln (Kobaltchlorid-Methode, MeBort: Unterarm. Zahl der Versuchspersonen: 10) Priiparat unbehandelt Priiparat A Priiparat B Priiparat C Priiparat D Wirkstoff A1-Hydroxichlorid Formalin Formalin Formalin q- Feststoffe sofort nach Auftragen lOO% + 29% + 79% + 71O,/o nach 2 Stunden 137% 100% -- 34% --38% --38% -- 29%
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