KOSMETISCHE PR•PARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 265 Abbildung 18 Spontane und grobe Kristallisation in einem Gesichtswasser mir Allantoin (Auflichtaufnahme). ,, - .. . ,' ,,.,,•. ,, '... . -'-•' ,& ..' .. '• . . •-- .., . _ * •* .... "*• '. v,.. * * ' . . *•':•...*' *•. '4,., c :,.* '-.. -, , :* :-. .'•.:.. :-• .. -. •. . . -• ½ . '. ½ ,,½ . .": 5.' . %. •*•'•5•gi•%•7' •...•Zii••o•.*•5".•'•,e•7• -' .,, .v *', •'.' ..' '• •bbiM• 19 Kristalle im Bodensatz eines •aa•assers, das seine Anspr•che au• Zus•tze an medizi•isch wirE- samen Substanzen gr•ndet. Oegen•ber den ,nderen Bildem doppelt vergreBert.
266 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS man wird vor allem in Phasenkontrastaufnahmen auch einiges fiber die •iuf3ere Phase erfahren kOnnen. Jedenfalls wiirde die beschriebene ideale Emulsion, wie sie sich als ideal nut in der mikroskopischen Beobachtung zu erkennen gibt, am ehesten dazu geeignet sein, bei der Messung von Wirksamkeiten eingearbeiteter Medika- mente vergleichbare Werte zu liefern. Nicht nut die Kosmetik, auch die Pharmazie (_/tbb. 9/s,d 10) ist heute noch weit davon entfernt, in diesen Dingen einen Sprachgebrauch entwickelt zu haben, der MiBverst•indnisse ausschlieBt (2). WIRKSTOFFE IM BILD Beim Beobachten yon Verdunstungsvorg•ingen lassen sich weitere wichtige Eigenschaften von Emulsionen erkennen. Wirkstoffe, die in der iuBeren Phase Wasset ge16st sind, k6nnen sich sehr verschieden verhalten, und es kann zur spontanen Ausbildung grober Kristalle kommen (_//bb. 15). Eine zu rasche Freisetzung des Wassets f6rdert natiirlich diesen Vorgang, und nicht iramet wetden grobe Kristalle auf der Haut im Sinne der erwiinschten Wirkung sein. Obgleich hier technische Gesichtspunkte auch bei der Betrachtung yon Teilchengr6f3en fester K6rper im Vordergrund stehen, soll darauf hinge- wiesen wetden, dab sogenanntes ,,skinfood" in einer Creme eigentlich nicht in Form von Felsbrocken im Mikroskop sichtbar wetden diirfte (_//ha. 12). Auch wenn Schwefelzus•itze in einem Shampoo ihre kolloidale Deklaration im Bild verleugnen und iiberhaupt sichtbar wetden, so ist dies nicht beson- ders erfreulich (•bb. 16). L6sungsprobleme kennt die Kosmetik nicht nut bei Emulsionen. Man nimmt z. B. an, dab alles, was sich in einer Lotio gut unterbringen lief3, auch gut wirksam werden kann. Man kann abet auch Haar- und Gesichtsw•isser mikroskopisch betrachten und von den beobachteten Vorgingen zu einer Einteilung kommen. Dabei lif3t man das Deckglas weg und betrachtet direkt einen kleinen ausgebreiteten Tropfen. In einer wirbelnden Flut setzt zun•ichst einmal eine Emulsionsbildung nach Verdunsten des Alkohols ein (Mbb. 17). Sie kann grob oder fein sein, grob wetden oder fein bleiben. Man k6nnte drei verschiedene Klassen dabei unterscheiden, und bei der ersten l•iuft dieset Vorgang in hoher Feinheit bis zum Ende. Es kommt zur Kristallisation, wenn iiberhaupt, in einer letzten feindispersen Verteilung in den ResttrOpf- chen (_/tbb. 17). Dann gibt es abet eine zweite Klasse, in der rasch und grob Kristallisation einsetzt (_/tbb. 20). Wenn dies bei einem Gesichtswasser mir _Allantoin der Fall ist (_/tbb. 18), so k6nnte man eventuell annehmen, dab
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