KOSMETISCHE PR•PARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 261 •4bbildung 7 .,4bbildung 8 .,4bbildung 9 .,4bbildung 10 Abbildung 11 .,4bbildung 12 Abbildung 13
262 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Natiirlich gibt auch nicht immer die st•irkste Vergr6Berung die beste Aussage. Einzelheiten sollen zwar erkennbar sein, doch darf das Gesamtbild dabei nicht verlorengehen. Man kann sich helfen, wenn man vom gleichen Pr•iparat Aufnahmen mir verschiedener VergrOBerung herstellt. Dabei soll die Obersichtsaufnahme (•bb. 23) einen deutlichen Rapport haben, w•ihrend die vergr6Bernden Bilder die Details (Abb. 24) bringen, entweder in einer oder mehreren Aufnahmen. Zwei Aufnahmen k6nnen abet auch dann notwendig werden, wenn man sich das Lebendigsein des Pr•iparates zunutzemachen will. Man kann zum Beispiel auf das Pr•iparat Druck ausiiben und vorher (Abb. 25') und nachher (Abb. 26) einander gegeniiberstellen. Hier sollte dann ein Bildtext zu Hilfe kommen, wie etwa ,,Agglomerate dutch starken Druck nicht oder leicht zer- tellbar" (Abb. 7 zs, d 8). Die St•irke des Drucks wird einmal vom Bild in der Mitre begrenzt, denn dort muB die noch typisch zu nennende Struktur in wenigstens einer Schicht und noch zusammenh•ingend vorhanden sein, und das andeternal von der Festigkeit des diinnen Deckglases. Vor allem dann, wenn in einer Emulsion gr6bere Feststoffe wie z. B. Talkurn verteilt sind (Abb. 21), darf Druck nut sehr vorsichtig ausgeiibt werden (Abb. 27). AUSSAGEWERT DER AUFNAHMEN Nach den Erfahrungen ist es m•Sglich, reproduzierbare und typische Auf- nahmen fiir Emulsionen und andere Pr•iparate der Kosmetik zu liefern. Dar- fiber hinaus k•Snnen die so erhaltenen Bilder in Relation zu allen bekannten Eigenschaften der Pr•iparate gebracht werden. Dies ist insbesonders dann m•Sglich, wenn man ,,das gequetschte Leben" des Objektes nicht als Nach- tell ansieht und es zur Untersuchungsmethodik rechnet, w•ihrend der Be- obachtung immer noch zus•itzlich Leben in das Bild zu bringen. Erst wenn man dem lebendigen Pr•iparat zugesehen hat, kann man Bilder herstellen, die keine Zufallsaufnahmen sind, sondern Reportagen von Zust•inden, die ja gerade wegen ihrer Lebendigkeit interessieren und sehr oft iiberraschen. Es ist leicht vorstellbar, dab zun•ichst in der Produktionsiiberwachung das Mikroskop und vor allem das Foto gute Ergebnisse rasch erbringt. Es muB hier nut festgestellt werden, ob ein bereits bekanntes Bild wieder und ohne St/Srungen auftritt. Dabei kann man auch Fehler finden, die bei vollet Ein- haltung der Rezeptur allein im Herstellungsgang liegen und mir anderen Methoden kaum faBbar sind (Abb. 12, 16, 22 zs, d 26). Schon die Nichtein- haltung vorgeschriebener Temperaturen kann erhebliche Strukturver•nde- rungen mir sich bringen, die sich ohne diese Kontrolle oft erst nach Monaten in verinderten Eigenschaften der Emulsion bemerkbar machen k/Snnen.
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