j. Soc. Cosmetic Chemists 17 299-301 (1966) Praktische Verwertung der Mikrofotografie kosmetischer Fabrikate GOSWIN VAN HAM* Diskussionsbeilrag, vorgetragen am 7. Mai 1965 in Maing Synopsis--Practical Use of Photomicrography of Cosmetic Preparations. Microscopic analysis of cosmetic preparations may be considered a standard method in the cosmetic industry. Broadening of this technique to include photomicrography requires only minor additional investments in time and equipment. The application of photomicrography in product development, shelf-life testing, and production control is discussed also reviewed are the requirements for photographic equipment. Die mikroskopische Untersuchung emulgierter kosmetischer Pr/iparate ist eine Standardmethode, die wohl in allen Laboratorien der kosmetischen Industrie Verwendung finder. Der l•lbergang vom Mikroskopieren zur foto- grafischen Fixierung des einmal gesehenen Bildes errordeft weder ins Ge- wicht fallende Kosten noch wesentlichen zus/itzlichen Zeit- oder Personal- aufwand, bietet abet eine Anzahl von praktischen Verwertungsm6glich- keiten, yon denen einige kurz skizziert werden sollen. Im Entwicklungslaboratorium stehen im allgemeinen nicht die gleichen Apparaturen zur Verffigung, in denen sp/iter die Fabrikation durchgeffihrt * Firma Marga Greiter Centrale International, Wien-Weidling/Osterreich. 299
300 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS wird. Eine Sammlung von Mikrofotografien gibt fiber die Leistungsf•ihig- keit yon Misch- und Homogenisierungsapparaturen wesehrlich besseren AufschluB als einfache Teilchengr6Bennotizen. H•ilt man die maximale Teilchenzerkleinerung bei verschiedenen Rfihrgeschwindigkeiten bzw. Zahnkranzabst•inden im Bilde rest, so lassen sich aus den mir Laborger•iten gewonnenen Wetten einfache Schltisse auf den notwendigen Maschinenein- satz im Betrieb ziehen. Auf diese Weise wird die Anzahl der notwendigen Betriebsversuche nennenswert verringert. Bevor ein Pr•iparat verkauft wird, mfissen ausgedehnte Lagerversuche unter verschiedenen Bedingungen durchgeffihrt wetden. Die Mikrofoto- grafie erlaubt es, das sogenannte shelf-life des Produktes in allen Stadien festzuhalten und jederzeit zu anschaulichen Vergleichen heranzuziehen. Die dutch den EinfiuB von W•irme und Zeit in einer Emulsion eintretenden Ver- •inderungen, die sich im allgemeinen dutch eine Tr6pfchenvergr6Berung zu erkennen geben, k6nnen so kontinuierlich registriert wetden und stehen jederzeit anschaulich zur Verffigung. Gleichzeitig wetden sonstige, langsam ablaufende Umwandlungen der Emulsion, wie Strukturver•inderungen, Kristallisationen oder Ausf•illungen erfaBt. Im speziellen Falle unseres Unternehmens ist die Fabrikation auf mehrere Zweigwerke und Lizenznehmer in verschiedenen europ•iischen L•indern aufgeteilt, w•ihrend das Hauptlaboratorium in der Centtale untergebracht ist. Es bestand also das Problem, den in den einzelnen Fabriken arbeitenden Betriebslaboratorien zus•itzlich zu den Standardanalysenwerten, wie Zentri- fugentest, Teilchengr6Be, Phasenverteilung etc., anschauliche MaBst•ibe zur Beurteilung der hergestellten Pr•iparate an Hand zu geben. Es wurden des- halb von allen Produkten Mikrofotos angefertigt, wobei die gleiche mikro- skopische Vergr6Berung gew•ihlt wurde, die genormt in allen Labora- torien bei der Untersuchung verwendet wird. Diese Mikrofotografien stellen die zu erreichende Mindestqualit•it in bezug auf die Teilchengr6Be dar und erm6glichen dem Betriebsanalytiker eine sehr einfache vergleichende Qualit•itsbeurteilung. Im allgemeinen ist es zweckm•iBig, SchwarzweiBfilm zu verwenden, da die Nachf•irbung des Fertigpr•iparates das Produkt sch•idigt, von Anfang an mitverarbeitete Farbstoffe die Emulsion st6ren k6nnen und bei der Produkt- prtifung bzw. Fabrikationskontrolle der laufend hergestellten Pr•iparate so- wieso nut ungef•irbte Produkte zur Verffigung stehen. In Sonderf•illen bringt die Anf•irbung der Pr•iparate natfirlich Vorteile, wie bei der Ermittlung des Emulsionstyps oder der Erkennung von eingeschlossenen Luftbl•ischen, die im Gegensatz zu Fett- und Wassertropfen nicht anf•irbbar sin&
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