KOSMETISCHE PRAPARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 263 Abbildung 14 Nach Lagerung bei erh6hter Tcmperatur kann in einem Gel Wachstum von Kristallen eines darin urspriinglich vollkommen gel/Ssten Baktericides festgestellt werden. Die Aufnahme ist gegeniiber den andetch ca. 10fach stirker vergr6Bert. Im Gel selbst ist bei seitlich einfallendem Sonnenlicht ein Aufblitzen dieset 100-200 / groBen Kristillchen erkennbar. A•ildung 15 AnschieBen von Krist•lnadeln w:hrend des Antrocknens einer O/W-Creme. Der Vorgang wird ohne dar•berliegendes Deckglas im Auf- licht oder Mischlicht b•bachtet. Abbildung 16 Angeblich ,,kolloidaler" Schwefel in einem Shampoo, das der Behandlung fetter und schuppender Kopfhaut diehen soll.
264 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Man kann abet auch unter den genannten Bedingungen Aufnahmen •ihn- licher Pr•iparate, das heiBt solchef mir gleichem Verwendungszweck, ein- ander gegentiberstellen und danach fragen, in welchem Umfang vorhandene Unterschiede notwendig oder ohne Gewicht sind. Soll eine sogenannte N•ihrcreme mir gewollter besonderer Wirkung nach den Tiefen der Haut von feiner Struktur sein oder nicht (8)? DaB bei N•ihrcremes dartiber keine einheitlichen Auffassungen bestehen k6nnen, kann man im Bild zeigen (.Abb. 11 u.d 12). Es ist jedoch nicht tiberraschend, dab moderne Produkte sich dutch besonders feine Struktur auszeichnen (.Abb. 11 ..d 13) und da- dutch eher eine gewisse Tiefenwirkung haben. D^s BILD DER IDEALEN EMULSION Von der Emulsion her gesehen gibt es nut eine optimale (.Abb. 11 und 13) Form, unabh•ingig davon, ob die •iuBere Phase Wasset oder (51 ist. Es ist dies die homogene, luftfreie Emulsion yon groBer Feinheit, in der die Teil- chen Kugelform haben. Feinheit soll hier heiBen Teilchengr6Be yon einem bis wenige/•. Die Teilchengr6Benverteilung soll eng sein und besitzt einen geringftigigen Vorrang vor der Feinheit. Das heiBt, eine Emulsion, die 50-60 % Teilchen der GreBe 1/t, abet eine weitere Verteilung hat, in der z. B. noch 10-20 % um 10/t liegert, ist technisch gesehen nicht so vollender wie eine, in der 100 % aller Teilchen zwischen 3 und 6/t liegert. Wenn in einer derartigen Emulsion dieset Zustand nicht mechanisch erzwungen ist, die •iuBere Phase nicht zu leichtfltissig und die spezifischen Gewichte der Phase nicht zu ver- schieden sind, so sind bereits gute Voraussetzungen ftir die Best•indigkeit gegeben. Dabei war es wesehrlich, dab im Verlauf des Emulgierens der oder die Emulgatoren Gelegenheit hatten, auf ihre P12tze zu gehen, und es ist wtinschenswert, dab sie in dieset Stellung dutch eine nicht zu groBe W•irme- abh•ingigkeit einer der beiden Phasen fixiert wetden. Dies gilt nattirlich nut ftir Emulsionen, in denen die innere Phase die •iuBere ziemlich erftillt, ihr Anteil also auf jeden Fall tiber 50-60 % liegr. Wo immer der Anteil der inneren Phase niedriger liegt, muB man zu anderen Methoden Zuflucht suchen und die 2uBere Phase verdicken oder verspannen (,4bb. 1, 7 und 8). Das Mikroskop wird nicht zeigen, wie und ob der Emulgator fest an seinem Platz verankert ist (4). Die Druckbelastung w2hrend der Beobach- tung liefeft in Form yon FlieBbewegungen, StraBenbildungen (,4bb. 2), und Formung yon Inseln (,4bb. 9) und Agglomeraten Charakteristika, die man mir Erfahrung und Vorsicht deuten kann. Man kann nach kurzer W•irmebelastung nochmals fotografieren und vergleichen (,4bb. 15), und
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