KOSMETISCHE PR•PARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 269 Abbildung 22 Make up, in das die Pigmente oftenbar nach Herstellung der Emulsion eingearbeitet wur- den. Sie liegen nun am Rande der teilweise vergr6berten Emulsionstr6pfchen (O/W). •4bbildung 24 Wie Abbildung 23, jedoch 10mal starker ver- gr6Bert. Jedes Pigmentteilchen ist hier von seiner eigenen Fetthiille umgeben.
270 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS prfifen, ob diese sich dutch leichten Druck zerteilen lassen oder nicht. Ballungen k•Snnen hier auch eine Erscheinung des Alterns sein und mfissen nicht unbedingt st•Sren (6). DISKUSSION Je mehr man mikroskopisch arbeitet und je gr•SBer das Bildmaterial, das zu Vergleichen zur Verffigung steht, wird, desto deutlicher hat man den Ein- druck, dab es wesentlich sein k•Snnte, den Zusammenh•ingen zwischen Struk- turen und kosmetischen wie auch technischen Eigenschaften unserer Pr•i- parate besser auf die Spur zu kommen. Diese Zusammenh•inge werden auch in Zukunft nicht so rasch vollkommen gekl•irt werden. Am einfachsten und fibersichtlichsten sind die Verh•iltnisse dort, wo die technische Vollkom- menheir eines Pr•iparates auch mir Vorteilen in seiner Anwendung und Her- stellung verbunden ist. Dies ist vor allem bei den dekorativen Mitteln der Fall. Auch in der Fabrikationsfiberwachung hat das Mikroskop und das Mikro- foto in kosmetischen Fabrikationsst•itten bereits seinen Platz gefunden. Die Kosmetik konnte bis jetzt immer ffir sich in Anspruch nehmen, von Emulsionen besonders viel zu verstehen. Dutch die vorgelegten Aufnahmen soil nicht der Eindruck erweckt werden, dab sie nicht auch weiterhin in vorderster Front liegen wird. Es soilten jedoch Bilder herausgestellt werden, die in erster Linie verbesserungswfirdige Zust•inde aufzeigen. Ein Tell der angeschnittenen Fragen greift welt fiber den kosmetischen Bereich hinaus, und man wird bei weiterer intensiver Arbeit sicher in der Lage sein, der Pharmazie auch in Hinkunft Anregungen zu geben. Vollkommenere Emul- sionen und L•Ssungen, so wie sie hier vom Bild, von ihrer Struktur her ver- standen wurden, bringen sicherlich auch ein Umdenken mir sich. In vielen F•illen k•Snnen vermutlich heute noch fibliche Dosierungen in Medikamenten gekiirzt werden. Man kann mir Mikrofotos zeigen, wie ernst auch in der Medizin die gleichen Probleme betrachtet werden soilten und dab man nicht nut danach fragen darf, wie hoch eine gegebene Dosis war, sondern auch danach, in welcher Form sie sich befand (Abb. 29-3I). Die mikroskopische Betrachtung regt zu r•iumlichen Vorstellungen an, und man kann versuchen, Strukturen yon Emulsionen yon den Emulgatoren her zu erkl•iren. Wenn eine gelegentlich behauptete laminate Ausbildung von W/O-Emulsionen sich lediglich als sekund•ir bedingt zeigt, indem Wasser- tr•Spfchen sich einem zur •iuBeren Phase geh•Srenden festen Gerfist anlegen, so wird dies wohl damit zu tun haben, dab gleich ideal aufgebaute Emulgatoren wie ffir O/W-Emulsionen bis jetzt nut ganz beschr•inkt zur Verffigung stan-
Previous Page Next Page