KOSMETISCHE PR:•PARATE IM MIKROSKOPISCHEN BILD 267
268 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS die plattenf6rmigen groBen Kristalle auf der Haut eine gewisse Gleitwirkung hervorrufen und sich dadurch ein angenehmes Hautgefiihl einstellt. Es bleibt nut often, ob dieset Mechanismus kalkuliert war oder nicht (5). Es gibt dann noch eine dritte Gruppe von L6sungen, die sich •ihnlich ideal verNilt wie die erstgenannte. Dies scheint dann nicht so sehr von der Rezeptur abzuhiingen. Viel eher muB man es auf die eingebrachten Substan- zen zuriickfiihren, dab sie sich schon vorher am Boden (Abb. 19) der dann meist dunklen Flasche absetzten. PIGMENTE UND FESTK•SRPER DER DEKORATIVEN KOSMETIK Der Einbau von Festk6rpern spielt vor allem bei Mitteln der dekorativen Kosmetik eine groBe Rolle. Vom gesundheitlichen Standpunkt darf man sagen, dab eine feine Verteilung von Pigmenten das Auskommen mir der geringsten Belastung bedeutet. Daneben sollte man auf alle FestkOrper-Bei- mengungen verzichten kOnnen, denen keine dekorative Aufgabe zufiillt (Mbb. 21). Vom Technischen her kann man sagen, dab nut eine optimal feine Verteilung der Pigmente und Farbstoffe sowohl bei Fluid Make-ups (Mbb. 23 und 24) als auch bei Lippenstiften (8) die Gew•ihr dafiir bietet, dab gew•ihlte Farbeinstellungen in der Produktion auch fiber lange Zeitr•iume immer wieder getroffen wetden. Die mikroskopische Betrachtung zeigt bei diesen Pr•iparaten zahlreiche, wahrscheinlich sehr leicht vermeidbare Fehler und St•Srungen (Abb. 25-27). Allerdings lassen sich manche dieset Fehler, wie Verunreinigungen oder feste und unzerteilbare Agglomerationen, schon in den Rohstoffen finden. Sie k6nnen dutch eine noch so sorgEiltige Herstellung nicht mehr eliminiert wetden, so dab hier dem Mikroskop auch bei f3berwachung der Rohstoffe eine wichtige Aufgabe zufiillt. Bei Fluid Make-ups kann man auBerdem im Bild erkennen, wie sie her- gestellt wurden (6). Dabei erscheint eine noch recht hiiufig anzutreffende Form fiberholt. Pigmente, die nach alten Vorschriften einer fertigen Emul- sion zugesetzt wetden, liegen meist deutlich erkennbar ringf•Srmig um die Emulsionstropfen verteilt (Abb. 22). Zweckm•iBiger erscheint es jedoch, die Pigmente in die innere Phase einzuhiillen und dann erst zu emulgieren (.Abb. 24). Dies ist ein gutes Beispiel dafiir, dab verschiedene Emulgatoren auch unabNingig voneinander witken k6nnen. Der eine zwischen fester (innerster) Phase und der inneren, der andere zwischen der inneren (pigment- umhiillenden) und der •iuBeren Phase. Die Herstellung muB so gefiihrt wetden, dab das Pigment an seinem innersten Platz festgehalten bleibt, und es kann dies mir dem Mikroskop sehr gut iiberwacht wetden. Kommt es zu Agglomerationen, so kann man
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