ZUR WIRKUNG VON SYNDETS AUF DIE HAUT 249 Tabelle I I Kalilauge Sublimat1+d-- Waschmittel Zahl -- • 5- -- .•
Chromtrioxid16sung 5- P 11 8 1 2 7 3 1 4 4 3 R 10 8 2 0 6 1 3 7 3 0 B 11 4 6 1 7 3 1 3 5 3 S 12 8 4 0 9 1 2 10 2 0 44 28 13 -- Abschw//chung der Reaktion nach B//dern • Unver//nderte Reaktion nach B//dern - / Verst//rkung der Reaktion nach B//dern 3 29 8 7 24 14 6 Eine anschlieBende oder vorausgegangene Anwendung von Syndets ist ftir den Effekt dieset Substanzen (Arbeitsstoffe) nicht ungtinstig. Bei einer Anzahl von Probanden wurde die Alkaliresistenz nach der Me- rhode von Burckhardt geprtift. Signifikante Unterschiede konnten dutch die verschiedenen Syndets nicht festgestellt wetden. Es ist von Interesse, dab Wasset sich analog verhielt. Auch bei Kalilauge sind die Differenzen nicht erheblich. Wesentlich ist, dab eine Verst/irkung der Reaktion nicht beobachtet wurde. Lediglich bei Natronlauge konnte man, abgesehen von dem Pr/iparat P., eine Verst/irkung der Reaktion in gr6Berer Anzahl feststellen. Die Differenzen sind jedoch ebensowenig signi- fikant wie bei der Sublimat16sung. Man kann wohl berechtigt annehmen, dab die Anwendung von Syndets und die anschlieBende Einwirkung von sauer wie alkalisch reagierenden Arbeitsstoffen nicht zu manifesten Hautver/inderungen, also Sch/idigungen ftihren, auch nicht bei Personen, die hautempfindlich sind. Tabelle II S P R B W __ __ __ + -- __ __ __ __ + , Chromsfiure 14 13 19 8 12 15 13 14 58 50 Kalilauge 10 17 19 8 16 11 16 11 61 47 Natronlauge 7 20 15 12 11 16 11 16 44 64 Sublimatl6sung 11 16 15 12 11 16 14 13 51 57 42 66 68 40 -- idem oder geringe Reaktion auf gebadeter Haut -½ : verstirkte Reaktion auf gebadeter Haut 50 58 54 54
250 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS II. DIE BEEINFLUS3UNG ALLERGISCHER REAKTIONEN DURCH SYNDETS UND SEIFEN Ftir den Reaktionsausfall kann der Einwirkungsort, die Lokalisation, von wesentlicher Bedeutung sein (13) (vgl. •lbb. 1•l). Das bedeutet, dab das Experiment an einer einheitlich strukturierten Haut durchgeftihrt wetden muB. Anderenfalls ist ein Vergleich tiberhaupt nicht sinnvoll. Zu den Versuchen wurden Probanden unterschiedlichen Alters, vorwie- gend zu begutachtende Personen, herangezogen. Die Syndets - in 10fach st•rkerer L6sung als zum Gebrauch angegeben - und die Seifen16sungen - 1%ig - lieBert wit in einem Trichter 15 Minuten auf die Bauchhaut einwirken. Die Haut wurde anschlieBend mir einem F6n getrocknet und dann sogleich das Allergen, wie bei Epicutantests fiblich, appliziert und 24 Stunden auf der Haut belassen. Aus der Tab. III sind die Ergebnisse ersichtlich. Bei aller Vorsicht nun in der Interpretation ist es dennoch wohl erlaubt, aus den bisherigen Versuchen den SchluB zu ziehen, dab generell Sch•di- gungen einerseits wie besonders gfinstige Beeinflussungen allergischer Re- aktionen und damit auch allergischer Erkrankungen, z. B. Ekzeme, anderer- seits nicht anzunehmen sin& Es bleibt abet an einer gr6Beren Zahl zu prfifen, ob allergische Reaktionen, ausge16st dutch bestimmte Allergene, dutch ein bestimmtes Syndet bei der betreffenden Einzelperson zu lindera sin& Bei Prfifung yon Schutzsalben konnte in frtiheren Untersuchungen ftir Einzelfifile eine gtinstige Beein- flussung der Testreaktion ermittelt wetden (14). Analog kann man auch im Einzelfall u. U. ein individuell gtinstiges Reinigungsmittel austesten. Es war das Bestreben der Dermatologen, neben den mikroskopisch wahr- nehmbaren ,,feingeweblichen" Ver•inderungen auch solche zu erfassen, die mir bloBem Auge nicht erkennbar sind, also nicht mehr im makroskopischen Bereich liegen. Unter den hierzu verwendeten Methoden wird z. B. die elektrische Leitfiihigkeit der Haut und die Fotografie des Oberfliichenreliefs mir Hilfe des Spaltlichts genannt. (15, 16) Andere Autoren (17) nehmen nach vorheriger Acetonapplikation Wachs- abdrticke, yon denen ein ,,Positiv" angefertigt, mir Metall bedampft und dann untersucht bzw. fotografiert werden kann. Bei unseren eigenen Untersuchungen gebrauchten wir zuniichst ein Mikro- skop ftir die Erkennung und sogar Messung feinster Oberfl•ichendifferenzen
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