248 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Stichwortartig seien Fragen aufgez•ihlt, die von verschiedenen Autoren (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12) und in eigenen (18) experimentellen Unter- suchungen geprfift und z. T. beantwortet wurden: 1. Die Entfettung und Rfickfettung. 2. Die Wirkung auf die Alkaliresistenz und -neutralisation. 3. Die Vertr•iglichkeit bei wiederholter Anwendung. 4. Die Wirkung bei st•irkeren Konzentrationen als der Gebrauchsanweisung entspricht. 5. Die Wirkung auf die SchleimNiute. 6. Die etwaige sensibilisierende Wirkung. Es ist bekannt, dab Seifen zusammen mir bestimmten Arbeitsstoffen Sum- mationssch•idigungen setzen k6nnen, z. B. in Form eines Ekzems (Alkali- ekzem). Schon vor vielen Jahren wurden daher bei AlkaliscNiden oder einer Gef•ihrdung zur Hautpflege bzw. Reinigung Substanzen verwendet, die un- gef•hr pn-gfinstigen heutigen Tensiden entsprechen. Da nun zu Wasch- und Badezwecken vielfach die Rolle der Seife von Detergentien fibernommen wurde, erschien die Frage berechtigt, wie diese auf die Hautoberfi•iche wirken, wenn vorher oder nachher Arbeitsstoffe ein- wirken. Die gelegentliche Benutzung ist hier weniger yon Interesse als die Niufige oder lang andauernde Einwirkung yon Tensiden, z. B. durch fort- laurendes Spfilen in Gastst•itten oder bei analogen T•itigkeiten. In der Regel wurde die Bauchhaut an umschriebenen Stellen den verschie- denen Wasch- oder Bademitteln ausgesetzt, und zwar mittels Glastrichtern, wie sie bereits vor vielen Jahren zu anderen Zwecken benutzt wurden. In diesen Glastrichtern wirkten die verschiedenen Reinigungsmittel eine kon- stante Zeit ein. Dann wurde z. T. mir Wasset nachgespiilt. Die Trocknung erfolgte, um mechanische oder sonstige Wirkungen zu verhiiten, mir einem ,,P6n". AnschlieBend wurden an diesen Stellen epicutane Testungen durchgefiihrt. Wie in friiheren Versuchen erfolgten die Testungen mir verschiedenen Substanzen in ihren Grenzkonzentrationen. Die Ermittlung der Grenzkon- zentrationen muB individuell erfolgen, da die Probanden unterschiedlich auf die Konzentrationen der L6sungen reagieren. Wie aus den Tab. Iund H hervorgeht, bewirken die verschiedenen Reinigungsmittel (Syndets) keine signifikante Verst•irkung der Reaktionen dutch Chromtrioxid16sung, Kalilauge oder Sublimat16sung (Arbeitsstoffe).
ZUR WIRKUNG VON SYNDETS AUF DIE HAUT 249 Tabelle I I Kalilauge Sublimat1+d-- Waschmittel Zahl -- 5- -- .• Chromtrioxid16sung 5- P 11 8 1 2 7 3 1 4 4 3 R 10 8 2 0 6 1 3 7 3 0 B 11 4 6 1 7 3 1 3 5 3 S 12 8 4 0 9 1 2 10 2 0 44 28 13 -- Abschw//chung der Reaktion nach B//dern Unver//nderte Reaktion nach B//dern - / Verst//rkung der Reaktion nach B//dern 3 29 8 7 24 14 6 Eine anschlieBende oder vorausgegangene Anwendung von Syndets ist ftir den Effekt dieset Substanzen (Arbeitsstoffe) nicht ungtinstig. Bei einer Anzahl von Probanden wurde die Alkaliresistenz nach der Me- rhode von Burckhardt geprtift. Signifikante Unterschiede konnten dutch die verschiedenen Syndets nicht festgestellt wetden. Es ist von Interesse, dab Wasset sich analog verhielt. Auch bei Kalilauge sind die Differenzen nicht erheblich. Wesentlich ist, dab eine Verst/irkung der Reaktion nicht beobachtet wurde. Lediglich bei Natronlauge konnte man, abgesehen von dem Pr/iparat P., eine Verst/irkung der Reaktion in gr6Berer Anzahl feststellen. Die Differenzen sind jedoch ebensowenig signi- fikant wie bei der Sublimat16sung. Man kann wohl berechtigt annehmen, dab die Anwendung von Syndets und die anschlieBende Einwirkung von sauer wie alkalisch reagierenden Arbeitsstoffen nicht zu manifesten Hautver/inderungen, also Sch/idigungen ftihren, auch nicht bei Personen, die hautempfindlich sind. Tabelle II S P R B W __ __ __ + -- __ __ __ __ + , Chromsfiure 14 13 19 8 12 15 13 14 58 50 Kalilauge 10 17 19 8 16 11 16 11 61 47 Natronlauge 7 20 15 12 11 16 11 16 44 64 Sublimatl6sung 11 16 15 12 11 16 14 13 51 57 42 66 68 40 -- idem oder geringe Reaktion auf gebadeter Haut : verstirkte Reaktion auf gebadeter Haut 50 58 54 54
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