SO-CALLED ODOR ELIMINATORS 237 3. GAS-CHROMATOGRAPHISCHE UNTERSUCHUNGEN 3.1. Langzeitversucb GasfSrmige Stinkstoffe und gasfSrmige GV belletg man w•ihrend eines hal- ben Jahres miteinander in Konta'kt. In einem 0,5 L-Kolben wurden fiache Sch•ilchen mir 2,00 g Stinksubstanz und jeweils 3,50 g GV gebracht. Der Kol- ben wurde mir einem Septurn verschlossen. WSchentlich wurde eine Probe yon 5 ml der Gasphase fiir die gas-chromatographische Untersuchung entnom- men. Dutch Nachverdampfung war die Stinksubstanz fast ganz verbraucht (Rest 0,24 g), die GV hatten kaum an Gewicht verloren (Rest yon ?rodukt B***) 2,98 g Rest yon Produkt C***) 3,39 g). Die Gas-Chromatogramme, wSchentlich w•ihrend des halben Jahres ermittelt, zeigten keinerlei Hinweise auf stattgefundene chemlsche Umsetzungen der in der. Gasphase vorhandenen Stinkstoffe mir den GV. 3.2. Prinzip Jede Beurteilung und quantitative Erfassung einer Geruchseliminierung ist letztlich nur in der Gasphase m•Sglich. Wir wk•hlten deshalb ein Verfahren, bei dem die Einwirkung der GV auf die gasf•Srmigen Geruchsstoffe in Form eines Aerosols erfolgte. Dies entspricht auch der Praxis bei Anwendung von Raumsprayprodukten. Mir Hilfe eines Gasspritze wurde eine bestimmte Menge ga. sfiSrmiger Ge- ruchsstoffe in eine luf•gefiillte Headspace-Birne gebracht, um gas-chromato- graphisch als Nullversuch die quantitativen Verh•ltnisse festzustellen. Nach Einspriihen genau bemessener Mengen GV oder anderer Stoffe (mir Treibgas F 12 A abgefiillt vgl. Abschnitt 3.5.) erfolgte eine weltere Probenahme fiir die Gas•Chromatographie. Ein Vergleich mir dem Nullversuch ergibt die re- lative Abnahme der Geruchsstoffe im Gasraum als Mag fiir die Wirksamkeit des GV. 3.3. Instrumentation Gas-Chromatograph Hewlett-Packard, Modell Research 5750 G mir Dop- pelflammenionisationsdetektor. Um Zersetzung der Substanzen an Metallen auszuschlietgen (4), wurde eine Glass•ule yon 1,8 m L•nge, einem inneren Durchmesser yon 2 mm .mir einer Filllung yon 5 % Carbowachs 20 Mauf Chromosorb WAW2DMCS 80/100 mesh benutzt. Da das Stinkstoff- und das Riechstoffgemisch in unterschiedlichen Temperaturbereichen fieden, wurde tem- peraturprogrammiert getrennt: das Stinkstoffgemisch yon 50ø--100 øC mir einer Heizrate yon 8 øC/rain, das Riechstoffgemisch yon 100ø--150 øC mir 10 øC/min. Die Vermessung der Peaks erfolgte durch angeschlossenen Inte- grator.
238 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS 3.4. Versuchsmaterial Bisher erschienene Firmenschriften fiber die jeweiligen GV weisen immer auf die Selektivit•it dieser Stoffe ffir organische Stickstoff- und Schwefelver- bindungen fin, wie sie in Haushalt und Industrie vorkommen. Zur Unter- suchung mischten wir Verbindungen mir unangenehmem Geruch zu einem (gasf/frmigen) Stinkstoffgemisch (Tab. 1). Tabelle 1 Verbindungen Volumteile Dampfdruck Molekular- Torr (20 ø C) gew•ch,r. Diithylsulfid 10 10 (--7,8 øC) 90, i9 Butyronitril 30 26 69,! ! Allylsenft31 20 2,54 99,16 Dibutylsulfid 40 ! 146,30 100 ml Gas = 10 Vol. ø/0 in der Gasphase Diesem Stinkstoffgemisch wurde eine Mischung aus Stoffen verschiedener chemischer Gruppen, die in der Parffimerie Verwendung finden, als Riech- stoffgemisch gegenfibergestellt (Tab. 2). Tabelle 2 V, erbindungen Volumteile Dampfdruck Molekular- Torr (20 ø C) gewicht Limonen 20 136,22 p-Cresylmethyl•ther 20 -- ! 22,16 Linalool 30 0,12 154,24 Benzylacetat 30 80 !50,17 100 ml Gas 28 Vol. ø/0 in der Gasphase F fir die Auswahl waren Kriterien, die eine einwandfreie gas-chromato- graphische Handhabung ermt3glichten, maf•geblich, z. B. unterschiedliche Re- tentionszeiten innerhalb eines engen Siedebereiches. Die geprfiften GV waren handelsfibliche Pr•iparate. Grillocin © HY 66 (ab- gektirzt: A) (5) wurde zu je 20 Gew.-ø/0 in Di•ithylglykolmono•ithyl•ther [APV Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF), D-67 Ludwigshafen/Rh.], in 96 vol.ø/oigem Athanol bzw. in Solketal (2-Dimdthyl-4-oxymethyl-l,3-di- oxalan Brenntag D-433 Mfilheim/Ruhr) gelt3st. Metazene (abgekfirzt: B) (6), ein flfissiges Produkt, das nach Herstellerangaben 80 Gew.-ø/0 Laurylmeth- acrylat und 20 Gew.-ø/0 geruchfreie Kohlenwasserstoffe und Inhibitor enth•ilt,
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