202 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS EXPERIMENTELLES Zur L/3sung dieser Probleme gingen wir folgendermaf•en vor: Die Auswahl der Probanden erfolgte nach visueller Prtifung auf Schuppenh•iufigkeit beim K•immen und gem•if• der Bekundung der Probanden, dat• sie an Schuppen litten. 12 Probanden nahmen an diesera Versuch tell. Die Probengewinnung erfolgte durch Ausk•immen der Schuppen auf glattes, faserarmes Papier im Zeitraum von 1 Woche unter Beibehaltung der individuellen Haarpflege und unter Verwendung von Haarpflegeprodukten, deren Wirkungslosigkeit gegen Schhppen bekannt ist. Die verwendeten Methoden gliederten sich wie folgt: a) subjektive visuelle Klassifizierung der Schuppen nach Grt3f•e (3 Klassen) b) Streulichtmessung zur objektiven Klassifizierung nach Gr/3ge 2 mg Schuppen wurden unter sanftem Schtitteln in isotonischer Kochsalzl/3sung dispergiert die Streulichtmessung wurde mittels weigen Lichtes und unter dem Winkel yon 90 ø reit einem kommerziellen Trtibungsphotometer (Fa. Lange) vorgenommen an- schlietgend wurden die Proben unter standardisierten Bedingungen 10 x 1 min in einem Ultraschallbad behandelt und der Anstieg des Streulichtes verfolgt zur Ermittlung des Streulichtindex wurde das reit dem Faktor 100 multiplizierte Verh•iltnis aus Streulichtmenge vor Beginn der Ul. traschallbehandlung zu der Streulichtmenge nach Beendigung der Ultraschallbehandlung betrachtet und der Mittelwert aus 5 Versuchen gebildet c) Die Bestimmung des Volumens erfolgte anhand der nach dem Ende des Dis- pergierens vorliegenden Suspension vereinzelter Epithelzellen mittels eines Coulter-Counters TF den Keratinisierungsindex bestimmten wir nach der Anf•irbung eines Ausstrichs als Verh•iltnis yon kernlosen Zellen zur Gesamtzahl der ausgez•ihlten Zellen (= 100) (Firbung gem. Papanicolaou) e) der Fettgehalt wurde an je 5 mg Material bestimmt die mit Hexan extrahier- baren Oberfi•ichenlipide wurden nach dem Verdunsten des L/3sungsmittels bei 180øC reit Schwefels•iure verkohlt und die Extinktion der Suspension des Ruf•es bei 360 nm photometrisch bestimmt (Mittelwert aus 3 Bestimmungen) f) der transepidermale Wasserverlust (TEWL) wurde mittels des Evaporimeters der Fa. Servomed/Stockholm an 5 verschiedenen Stellen der Kopfhaut bei ge- sunden und an Schuppen leidenen Probanden ermittelt. STATISTISCHE AUSWERTUNG Die einzelnen Metgreihen wurden auf Normal- bzw. logarithmisch-Normalvertei- lung mir Hilfe des KOLMOGOROW-SMIRNOW-Tests geprtiPc. Signifikanztests auf Mittelwertunterschied wurden tiber den Student'schen t-Test durchgeftihrt. Ab- h•ingigkeiten zwischen den einzelnen Merkmalen wurden tiber die Korrelationsre&- nung untersucht. ERGEBNISSE Tabelle 1 zeigt die Mittelwerte der zu 12 bzw. 13 Probanden geh/3renden Mef•para- meter, die Medianwerte der Verteilung samt ihren Standardabweichungen.
CHARACTERIZATION OF DANDRUFF FLAKES 203 Tabelle 1 individual values and statistical results of 13 dandruff-samples classif. TEWL electroph. of lipid- (g/m 'ø ß h) cell- mobility cluster- content volume':":' (•t ß cm/ size* (tel. units) SI (tel. units) V' sec) index of keratini- sation 1 3 0,383 2,29 165,60 91,2 2,005 63 2 3 0,366 1,29 146,13 79,2 2,054 87 3 1 0,223 17,05 54,69 60,4 1,606 79 4 3 0,444 1,48 147,58 86,0 1,850 80 5 3 0,324 2,57 89,92 64,2 1,684 72 6 2 0,155 2,91 119,71 78,2 1,242 87 7 2 0,332 2,28 59,33 77,5 1,210 91 8 1 0,238 4,48 103,45 80,8 1,550 82 9 I 0,202 10,67 71,89 70,0 1,362 84 10 2 0,403 2,08 109,34 77,6 1,395 86 11 2 0,192 4,85 135,98 76,0 1,075 65 12 2 0,240 3,29 58,90 65,6 1,411 87 13 1 0,176 5,31 -- -- -- 62 lg • -- 0,572258 0,540747 1,984047 lg s 0,151257 0,321954 0,189127 antilog • 0,268 3,473 96,39 • 0,189 1,655 62,36 • - s 0,379 7,290 149,00 •) 0,169 0,144 0,084 D0,95 0,233 0,233 0,114 0,186 0,240 75,56 9,0372 0,178408 0,088507 1,508 1,230 1,849 0,126 0,240 78,85 10,0403 0,198 0,233 * 1 = small 2 = medium 3 = big ** rel. units x 6.14 -- real volume (•t=) Lichtstreuung an kolloiden Systemen ist ein diffiziles Problem. Wir versuchten trotz- dem, den zuvor definierten Streulichtindex zur Charakterisierung der Schuppen- griSge heranzuziehen. Vorausgesetzt wurde, dag die Intensitiit des gestreuten Lich- tes abhiingt von der Gri3ge und Anzahl dispergierter Teilchen, wobei im Lauf der Ultraschallbehandlung aus wenigen grogen Zellassoziaten viele kleine, einzelne Epithelzellen und LipidtriSpfchen entstehen. Die Gri3ge der streuenden Oberfliiche nimmt formal bei Halbierung der .TeilchengriSge um das Doppelte zu. Die tatsiich- liche Abhiingigkeit - anfiinglich in der GriSge und Form stark unterschiedliche Teil- chen, heterogenes Material, zum Schlug sehr gleichfiSrmige Zellen mit verhiilmis- miigig schmaler Verteilung- mag sehr komplex sein. Diagramm 1 zeigt den durchschnittlichen Verlauf des gestreuten Lichtes in Abhiin- gigkeit von der Beschallungsdauer.
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